Zurück

Hängepflanzen richtig pflegen und pflanzen

Während des Sommers ziehen überall üppige Blumen mit ihrer Farbenpracht die Blicke auf sich. Imposant erscheinen vielerorts blütenreiche Blumenampeln und hängende Körbe. Sie sind an Pergolen, an Wänden oder sogar an Baumästen befestigt. Ihre Bewohner ranken über die Kante und lassen ihren blühenden Spross nach unten baumeln. Pflanzen mit einem ausladenden oder überhängenden Wuchs bezeichnet man als Hänge- oder Rankpflanzen. Statt mit einem aufrechten Wuchs in die Höhe zu streben, bleiben ihre langen Triebe bodennah und fallen über eine Kante nach unten.

Saisonale Hängepflanzen eignen sich für Topf- und Kübelbepflanzungen in Amphoren oder auf Säulen, für Blumenkästen oder als Unterpflanzung größerer Kübelpflanzen. Ausdauernde winterharte Formen, beispielsweise langtriebige Bodendeckerstauden, lassen für die Bepflanzung von Mauerkronen oder Einfassungen verwendet werden. Sie verleihen der Mauer eine Lebendigkeit, die es ohne diese Hängepflanzen nicht geben würde.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Hängepflanzen für den Garten

Werden Ampel- und Hängepflanzen im Garten verwendet, sollte man sich vorher überlegen, ob es sich um eine dauerhafte oder saisonale Bepflanzung handeln soll. Saisonale Hängepflanzen werden nur einjährig kultiviert. Sie zeichnen sich durch schnellen Wuchs und eine enorme Blühfreude aus. Etwas anders verhält es sich bei mehrjährigen Pflanzen aus, die in der Regel als Staude oder Halbgehölz hiesige Winter überstehen. Im Gegensatz zu den Ein- und Zweijährigen fällt ihre Blühfreude etwas schwächer aus.

 

Wie pflanzt man Hängepflanzen für den Garten richtig ein?

Die Bepflanzung im gewachsenen Boden, beispielsweise als Einfassung oder auf Mauern, unterscheidet sich nicht von gewöhnlichen Pflanzarbeiten. Idealerweise pflanzt man im Frühjahr, damit sich die Hängepflanzen an ihrem Standort etablieren können. Man berücksichtigt ihre individuellen Standortansprüche. Eine falsche Standortwahl führt zu Misserfolgen. Als Pflanzplatz dient direkt die Mauerkante. Es braucht nur eine kurze Zeit, bis die Triebe die Kante überwachsen haben.

Bei der Begrünung von Gefäßen wird der Gefäßboden mit einer Drainageschicht aus Tonscherben oder Kies präpariert. Als Substrat verwendet man durchlässige Pflanzerde, um einen ungehinderten Wasserabzug zu ermöglichen. Gepflanzt wird ebenfalls im Frühjahr.

 

                           

 

Wie pflegt man Hängepflanzen für den Garten richtig?

Hängepflanzen wirken insbesondere dann, wenn sie einen schönen gleichmäßigen Wuchs entwickeln. Dieser lässt sich durch regelmäßiges Entspitzen bzw. Einkürzen der Triebe erreichen. Der Spross verzweigt sich zunehmend und wirkt dadurch fülliger. Zu den regelmäßigen Pflegearbeiten gehört das Wässern und Düngen, speziell wenn die Hängepflanzen im Topf oder Kübel gehalten werden. Bei ein- oder zweijährigen Hängepflanzen darf das Ausputzen nicht vergessen werden. Ohne das ständige Entfernen abgeblühter Pflanzenteile erschöpft sich nach und nach die Blühfreude.

 

Hängepflanzen für Balkon und Terrasse

Auf Balkonien kommen überwiegend blühfreudige und kurzlebige Saison-Hängepflanzen zum Einsatz. Als Standort dienen Blumenkästen auf der Balkonbrüstung oder dem Fensterbrett, Blumenampeln an Wandaufhängungen oder die Topfoberfläche größerer Kübelpflanzen zur Unterpflanzung. Dauerblühende Klassiker mit tollem Hängewuchs sind beispielsweise Hängegeranien (Pelargonium), Petunien (Petunia), Elfenspiegel (Nemesia) oder Männertreu (Lobelia erinus).

 

Wie pflanzt man Hängepflanzen für den Balkon richtig ein?

Die meisten saisonalen Ampel- und Hängepflanzen wünschen einen Sonnenplatz, um ihrer Blühfreude gerecht zu werden. Sie gedeihen auch im Halbschatten, jedoch mit schwächerer Blütenbildung. Wie bei jeder Topfkultur notwendig, ist ein guter Wasserabzug unerlässlich. Staunässe setzt den Pflanzen zu und verkürzt die Lebensdauer beträchtlich. Es lohnt sich, hochwertige Pflanzerde mit einer guten Durchlässigkeit zu verwenden. Gepflanzt wird im Frühjahr nach der letzten Frostgefahr. Binnen weniger Wochen entwickeln sich die Pflanzen zu kleinen Blühwundern.

 

Wie pflegt man Hängepflanzen für den Balkon?

Das regelmäßige Gießen gehört zum Pflichtprogramm auf dem Balkon. Sonne, Wind und Pflanzenaktivität trocknen unheimlich schnell den Bodenraum aus. An heißen Tagen ist es nicht ausgeschlossen, dass sogar zweimal täglich gewässert werden muss. Die Pflanzen dürfen keinesfalls austrocknen. Einmal braun geworden, hilft notfalls nur ein stärkerer Rückschnitt. Diese Schnittarbeiten gehören zum Ausputzen, bei dem verblühte Pflanzenteile entfernt und die Triebe in Form geschnitten werden. Je nach Pflanzenart und -bedarf wird alle ein bis zwei Wochen ein Volldünger verabreicht. Die Nährstoffe fördern die Pflanzenentwicklung und gleichzeitig neue Blüten.

nach oben