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Zucchini richtig einfrieren, pflanzen und schälen

Inhaltsverzeichnis

 

Wie wird Zucchini richtig gepflanzt?

Die Zucchinikultur beginnt in der Regel mit der Aussaat in geschützter Kultur. Die Samen werden in einzelne Anzuchtstöpfe in Aussaaterde gesät. Die Töpfe befeuchtet man gut und stellt sie bei 20° C an einen hellen Platz. Mit dem Erscheinen der Keimblätter werden die Pflanzen an einen leicht kühleren Platz umgerückt, um das starke Wachstum bis zur Auspflanzung abzubremsen.

Für den Gartenstandort sucht man sich einen sonnigen bis leicht schattigen Platz im Nutzgarten. In vollsonnigen Lagen braucht es einen feuchteren Boden. Die großen Blätter verdunsten reichlich Wasser, an dem es im Untergrund keinesfalls mangeln darf. Es ist empfehlenswert, dass an dieser Stelle mindestens 4 Jahre zuvor kein Kürbisgewächs angebaut wurde. Ähnlich wie bei Rosengewächsen, ermüdet der Boden bei wiederholter Kultur. Ein fruchtbarer durchlässiger Boden, weder zu feucht, noch zu trocken, bringt alles für ein gesundes Wachstum mit. Sehr mageren Böden wird im Zuge der Bodenvorbereitung Kompost oder abgelagerter Mist eingearbeitet. Bei schweren Böden empfiehlt sich der Anbau auf einem leicht aufgeschütteten Hügelbeet. Ein Gemisch aus Sand und Gartenerde sorgen als Damm für ausreichenden Wasserabzug und bessere Bodenerwärmung. Empfehlenswert sind auch Hochbeete, die mit reinem Kompost gefüllt werden. Die erhöhte Bauweise sorgt für eine gute Bodenerwärmung und bietet nahrhaften Wurzelraum.

Nach den Eisheiligen setzt man die kräftigen Zucchini-Jungpflanzen aus der Vorkultur ins vorbereitete Beet. Obwohl die Gemüsepflanzen noch klein wirken, darf ihre Wuchskraft nicht unterschätzt werden. Ausgewachsen benötigen sie etwa einen knappen Quadratmeter Fläche. Zu dichte Abstände sind nicht zu empfehlen, da Konkurrenz die Fruchtbildung mindert und Pilzinfektionen fördert.

Nach dem Einpflanzen wird der Boden rund um die Zucchinipflanzen gewässert, ohne das Laub zu benetzen. Das betrifft ebenfalls das spätere Gießen, denn Mehltau überzieht die Blätter zügig.

Auf dem Balkon oder der Terrasse können Zucchinis in großen Kisten oder Betonmischkübeln mit Löchern am Boden angebaut werden. Sie werden mit Gemüseerde gefüllt. Je Gefäß wird lediglich eine Zucchinipflanze eingepflanzt. Sie benötigt diesen Platz für sich und gewinnt wahrscheinlich jeden Konkurrenzkampf.

Zucchinis werden nicht tiefer eingepflanzt als sie zuvor im Topf standen. Ein vertieftes Einsetzen führt zum Verfaulen der Sprossbasis. Beim Abstand rechnet man etwa mit einem Flächenbedarf von mindestens 80 x 80 Zentimeter, besser ein Quadratmeter pro Pflanze. Stehen Zucchinis zu eng, fällt ihre Ernte schwächer aus und die Gefahr eines Mehltaubefalls steigt. Mehr zum Thema Zucchini pflanzen.

 

Wie pflegt man Zucchini richtig?

Im Wachstum benötigen Zucchinis viel Feuchtigkeit und Nährstoffe. Regelmäßiges Gießen versteht sich von selbst. Vermieden wird das Überbrausen der Blätter. Zucchinis sind für Mehltau anfällig, der sich durch Feuchtigkeit am Blatt zügellos ausbreitet. Wassermangel wirkt sich zudem negativ auf die Fruchtqualität aus. Trockenheit führt neben Fruchtverformungen zu einem höheren Gehalt an Bitterstoffen.

 

Wie düngt man Zucchini richtig?

Nährstoffe erhalten die Gemüsepflanzen vor der Pflanzung in Form von Kompost. Reichen sie nicht aus und zeigen ältere Blätter Gelbfärbungen, kann flüssiger Gemüsedünger, ebenso Beinwell- oder Brennnesseljauche Abhilfe schaffen. Sobald man bemerkt, dass die Fruchtbildung nur zögerlich vorankommt, wird mit einem Wattestäbchen nachgeholfen. Mit diesem wird Pollen der männlichen Blüten (an langen dünnen Stielen sitzend) an sonnig trockenen Tagen abgenommen und auf die Narbe der weiblichen Blüten (an kurzen dicken Stielen sitzend) abgestrichen. Man übernimmt sozusagen die Arbeit der Bienen und Hummeln per Hand.

Mehltau ist ein offensichtliches Problem an Zucchinipflanzen. An sonnigen, trockenen Standorten tritt spätestens im Sommer an älteren Blättern großflächig der weiße Pilzrasen auf. Vorbeugend kann das Gemüse mit Pflanzenstärkungsmitteln (z.B. Ackerschachtelhalm-Brühe) oder Netzschwefel behandelt werden. Schnecken verstecken sich unter dem schattierenden Laub und fressen junge Triebe und Früchte an.

Feuchtigkeit im Boden wird zum Wachstum benötigt. So wichtig sie für das Pflanzenwachstum auch ist, fördert sie Fäulnis an den Früchten. Strohmulch sorgt für ein lockeres, isolierendes Polster und verhindert die Auflage der Zucchinis auf der feuchten Erde. 

Als einjährige Pflanze lassen sich Zucchinis durch Samen vermehren. Die Gewinnung von eigenem Saatgut ist aus den reifen Früchten möglich. Jedoch besteht ein Risiko, dass sich Zucchinis mit anderen Kürbissen gekreuzt haben. Bei vielen anderen Pflanzen wäre das kein Problem. Die unkontrollierte Kreuzung kann bei Zucchinis aber Nachkommen entstehen lassen, deren Früchte im Folgejahr einen hochgiftigen Bitterstoff (Cucurbitacin) entwickeln. Dieser hat in der Vergangenheit nicht nur Vergiftungen, sondern sogar Todesfälle verursacht. In Kultursorten muss man ihn jedoch nicht fürchten, denn moderne Pflanzenzüchtung konnte diesen gesundheitsschädlichen Inhaltsstoff herauszüchten. Zur Risikominderung lohnt auch für erfahrene Gärtner der Kauf von Samentütchen.

Welche Verwendung hat Zucchini?

Zucchinis sind ein beliebtes südländisches Gemüse, dass immer häufiger in Gemüsegerichten zu finden ist. Geschnittene Scheiben verfeinern Salate, können in Öl gedünstet oder als Grillgemüse verwendet werden. Gebraten schmecken sie zu vegetarischen Pastagerichten. Mit Paprika, Knoblauch und Auberginen zaubern Köche ein hervorragendes Ratatouille. Aus Zucchinis werden Suppen gekocht, Gemüse-Chips oder Puffer hergestellt. Die Möglichkeiten sind ausgesprochen vielfältig. Der Verzehr der Früchte sollte innerhalb weniger Tage erfolgen, denn im Kühlschrank sind die Früchte etwa eine Woche lagerfähig.

 

Wie friert man Zucchini richtig ein?

Eine längere Konservierung ist durch Einfrieren möglich. Gewaschene Früchte werden in Scheiben geschnitten, kurz schockgefrostet, anschließend in Gefrierbeutel umgefüllt und eingefroren. 

 

Ist Zucchini giftig?

Zucchinis sind keineswegs giftig, denn die Früchte und Blüten sind schmackhafte Delikatessen. Eine Giftigkeit kann jedoch entstehen, wenn sich Kultursorten mit anderen Kürbisgewächsen kreuzen. Die Früchte dieser Nachkommen können unter Umständen den Bitterstoff Cucurbitacin enthalten, der zu Vergiftungen und vereinzelt zu Todesfällen geführt hat.

 

Weitere Informationen

Aus der südlichen Sonne hat die Zucchini (Cucurbita pepo var. giromontiina / Cucurbita pepo var. pepo) deutsche Küchen erobert. Das südländische Gemüse gehört zu den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae) und ist eine Variation des bekannten Gartenkürbisses. Zwar hat die Zucchini nur wenig Ähnlichkeit, doch heißt sie übersetzt „Kleiner Kürbis“. Die Bezeichnung ist schlicht untertrieben, denn ohne regelmäßige Verwertung wachsen einem die Früchte über den Kopf. Sie fruchten in einer Tour ohne Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Obwohl sie in deutschen Küchen mittlerweile fest platziert sind, ist ihre Beliebtheit in Südeuropa noch ausgeprägter. Frankreich und Italien sind ganz vorn dabei und bieten dem geneigten Gemüsegärtner weitaus mehr Sortenvielfalt.

Zucchinis sind botanisch gesehen Kürbisse bzw. eine besondere Form. Als einjährige Pflanze bildet das Fruchtgemüse einen buschigen Wuchs. Er entspringt einem Haupttrieb mit mehreren hohlen Blattstielen. An deren Ende sitzen große, oftmals herzförmige bis gelappte Blätter. Gleichwohl dekorativ als auch verwendbar sind die sternförmigen Trichterblüten in gelber Farbe. Sie werden auf der Suche nach Pollen von Hummeln und Bienen besucht. Dabei erfolgt die Befruchtung der weiblichen Blüten. Sie lassen sich erkennen, dass sie auf kurzen dicken Stielen sitzen, im Gegensatz zu den dünnen langstieligen Blüten männlichen Geschlechtes. Beide Geschlechter kommen an einer Pflanze vor. Fremdbefruchter sind nicht notwendig, jedoch immer und jederzeit förderlich.

Von den einst einfachen, grünen Früchten gibt es heute zahlreiche Sorten. Gelb oder grün, einfarbig oder gestreift, lang und schlank, dick und kugelig – das Spektrum der schmackhaften Früchte ist sehr vielfältig. Gewöhnliche Zucchinis ähneln kleineren Gurken. Sie erreichen eine Länge von etwa 20 cm. Lässt man sie ungebremst wachsen, entstehen Riesenfrüchte in Unterarmlänge. Große Früchte büßen Aroma ein, werden bitter und das Fleisch wird zäh. Wem es auf die Zartheit des Fruchtfleisches ankommt, dem seien gelbe Zucchinis zu empfehlen.

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