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Zucchini richtig einfrieren, pflanzen und schälen

Aus der südlichen Sonne hat die Zucchini (Cucurbita pepo var. giromontiina / Cucurbita pepo var. pepo) deutsche Küchen erobert. Das südländische Gemüse gehört zu den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae) und ist eine Variation des bekannten Gartenkürbisses. Zwar sieht die Zucchini nur wenig ähnlich, doch heißt SIE übersetzt „Kleiner Kürbis“. Die Bezeichnung ist schlicht untertrieben, denn ohne regelmäßige Verwertung wachsen einem die Früchte über den Kopf. Sie fruchten in einer Tour ohne Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Obwohl sie in deutschen Küchen mittlerweile fest platziert sind, ist ihre Beliebtheit in Südeuropa noch ausgeprägter. Frankreich und Italien sind ganz vorn dabei und bieten dem geneigten Gemüsegärtner weitaus mehr Sortenvielfalt.

Zucchinis sind botanisch gesehen Kürbisse bzw. eine besondere Form. Als einjährige Pflanze bildet das Fruchtgemüse einen buschigen Wuchs. Er entspringt einem Haupttrieb mit mehreren hohlen Blattstielen. An deren Ende sitzen große, oftmals herzförmige bis gelappte Blätter. Gleichwohl dekorativ als auch verwendbar sind die sternförmigen Trichterblüten in gelber Farbe. Sie werden auf der Suche nach Pollen von Hummeln und Bienen besucht. Dabei erfolgt die Befruchtung der weiblichen Blüten. Sie lassen sich erkennen, dass sie auf kurzen dicken Stielen sitzen, im Gegensatz zu den dünnen langstieligen Blüten männlichen Geschlechtes. Beide Geschlechter kommen an einer Pflanze vor. Fremdbefruchter sind nicht notwendig, jedoch immer und jederzeit förderlich.

Von den einst einfachen grünen Früchten gibt es heute zahlreiche Sorten. Gelb oder grün, einfarbig oder gestreift, lang und schlank, dick und kugelig – das Spektrum der schmackhaften Früchte ist sehr vielfältig. Gewöhnliche Zucchinis ähneln kleineren Gurken. Sie erreichen eine Länge von etwa 20 cm. Lässt man sie ungebremst wachsen, entstehen Riesenfrüchte in Unterarmlänge. Große Früchte büßen Aroma ein, werden bitter und das Fleisch wird zäh. Wem es auf die Zartheit des Fruchtfleisches ankommt, dem seien gelbe Zucchinis zu empfehlen.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Wie wird Zucchini richtig gepflanzt?

Zucchinis unterscheiden sich in ihren Ansprüchen kaum von Kürbissen, gehören sie doch unmittelbar dazu. Das Fruchtgemüse kommt mit Sonne und Halbschatten gut klar. In vollsonnigen Lagen braucht es einen feuchteren Boden. Die großen Blätter verdunsten reichlich Wasser, an dem es im Untergrund keinesfalls mangeln darf. Fruchtbar und nährstoffreich sollte der Boden beschaffen sein. Schweren Böden mischt man Sand bei. Die grobe Struktur verbessert die Durchlüftung an der Wurzel und sorgt für eine bessere Erwärmung. Armen Sandböden wird reichlich Kompost oder Humus gegeben. Lohnenswert an diesen Standorten sind Hochbeete, die mit reinem Kompost gefüllt werden. Die erhöhte Bauweise sorgt für eine gute Bodenerwärmung und bietet nahrhaften Wurzelraum. Zu vermeiden ist die aufeinander folgende Nachkultur von Kürbisgewächsen. Wie bei Rosengewächsen entsteht Bodenmüdigkeit bei gleicher Nachkultur. Verhindern lässt sich diese Beeinträchtigung durch eine wechselnde Fruchtfolge und einen zeitlichen Anbauabstand von 4 Jahren an derselben Stelle.

 

Wie zieht man Zucchini vor?

Gepflanzt wird das wärmeliebende Gemüse nach der letzten Frostgefahr ab Mitte Mai. Zuvor bleiben Jungpflanzen geschützt im Gewächshaus oder Frühbeet. Ab April lassen sie sich im Haus vorziehen. Bei 20°C werden die Samen in kleine Töpfe gesät. Die Keimung erfolgt zügig binnen einer Woche. Ähnlich flott verläuft das weitere Wachstum zur Jungpflanze. Überlange Triebe sind zu entspitzen.

Nach den Eisheiligen setzt man die Jungpflanzen ins Beet. Viele Pflanzen werden im Anbau nicht benötigt, denn Zucchinis fruchten ununterbrochen. Pro Quadratmeter plant man eine Pflanze. Anfangs wirkt das Pflänzchen einsam und verloren, doch nach zwei Monaten füllt die Zucchini diesen Platz fast vollständig aus. Für eine spätere Ernte bis in den Herbst werden Samen im Juni direkt ins Beet gesät.

Wenn man über keinen Garten verfügt, kann das Gemüse alternativ im großen Topf auf dem Balkon oder der Terrasse angezogen werden. Verwendet wird Gemüseerde, der man zusätzlich Hornspäne oder während der Kultur Bio-Gemüsedünger zusetzt. Obwohl Zucchinis männliche und weibliche Blüten entwickeln, sollte bei der Topfkultur mindestens eine zweite Pflanze anwesend sein. Bei Fehlen lässt sich eine schwache Fruchtbildung nicht ausschließen.

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Wie pflegt man Zucchini richtig?

Im Wachstum benötigen Zucchinis viel Feuchtigkeit und Nährstoffe. Regelmäßiges Gießen versteht sich von selbst. Vermieden wird das Überbrausen der Blätter. Zucchinis sind für Mehltau anfällig, der sich durch Feuchtigkeit am Blatt zügellos ausbreitet. Wassermangel wirkt sich zudem negativ auf die Fruchtqualität aus. Trockenheit führt neben Fruchtverformungen zu einem höheren Gehalt an Bitterstoffen.

 

Wie düngt man Zucchini richtig?

Nährstoffe erhalten die Gemüsepflanzen vor der Pflanzung in Form von Kompost. Reichen sie nicht aus und zeigen ältere Blätter Gelbfärbungen, kann flüssiger Gemüsedünger, ebenso Beinwell- oder Brennnesseljauche Abhilfe schaffen. Sobald man bemerkt, dass die Fruchtbildung nur zögerlich vorankommt, wird mit einem Wattestäbchen nachgeholfen. Mit diesem wird Pollen der männlichen Blüten (an langen dünnen Stielen sitzend) an sonnig trockenen Tagen abgenommen und auf die Narbe der weiblichen Blüten (an kurzen dicken Stielen sitzend) abgestrichen. Man übernimmt sozusagen die Arbeit der Bienen und Hummeln per Hand.

Mehltau ist ein offensichtliches Problem an Zucchinipflanzen. An sonnigen trockenen Standorten tritt spätestens im Sommer an älteren Blättern großflächig der weiße Pilzrasen auf. Vorbeugend kann das Gemüse mit Pflanzenstärkungsmitteln (z.B. Acker-Schachtelhalmbrühe) oder Netzschwefel behandelt werden. Schnecken verstecken sich unter dem schattierenden Laub und fressen junge Triebe und Früchte an.

Feuchtigkeit im Boden wird zum Wachstum benötigt. So wichtig sie für das Pflanzenwachstum auch ist, fördert sie Fäulnis an den Früchten. Strohmulch sorgt für ein lockeres isolierendes Polster und verhindert die Auflage der Zucchinis auf der feuchten Erde. 

Als einjährige Pflanze lassen sich Zucchinis durch Samen vermehren. Die Gewinnung von eigenem Saatgut ist aus den reifen Früchten möglich. Jedoch besteht ein Risiko, dass sich Zucchinis mit anderen Kürbissen gekreuzt haben. Bei vielen anderen Pflanzen wäre das kein Problem. Die unkontrollierte Kreuzung kann Nachkommen entstehen lassen, deren Früchte im Folgejahr einen hochgiftigen Bitterstoff (Cucurbitacin) entwickeln. Dieser hat in der Vergangenheit nicht nur Vergiftungen, sogar Todesfälle verursacht. In Kultursorten muss man ihn jedoch nicht fürchten, denn moderne Pflanzenzüchtung konnte diesen gesundheitsschädlichen Inhaltsstoff herauszüchten. Zur Risikominderung lohnt auch für erfahrene Gärtner der Kauf von Samentütchen.

 

Welche Verwendung hat Zucchini?

Zucchinis sind ein beliebtes südländisches Gemüse, dass immer häufiger in Gemüsegerichten zu finden ist. Geschnittene Scheiben verfeinern Salate, können in Öl gedünstet oder als Grillgemüse verwendet werden. Gebraten schmecken sie zu vegetarischen Pastagerichten. Mit Paprika, Knoblauch und Auberginen zaubern Köche ein hervorragendes Ratatouille. Aus Zucchinis werden Suppen gekocht, Gemüse-Chips oder Puffer hergestellt. Die Möglichkeiten sind ausgesprochen vielfältig. Der Verzehr der Früchte sollte innerhalb weniger Tage erfolgen, denn im Kühlschrank sind die Früchte etwa eine Woche lagerfähig.

 

Wie friert man Zucchini richtig ein?

Eine längere Konservierung ist durch Einfrieren möglich. Gewaschene Früchte werden in Scheiben geschnitten, kurz schockgefrostet, anschließend in Gefrierbeutel umgefüllt und eingefroren. 

 

Ist Zucchini giftig?

Zucchinis sind keineswegs giftig, denn die Früchte und Blüten sind schmackhafte Delikatessen. Eine Giftigkeit kann jedoch entstehen, wenn sich Kultursorten mit anderen Kürbisgewächsen kreuzen. Die Früchte dieser Nachkommen können unter Umständen den Bitterstoff Cucurbitacin enthalten, der zu Vergiftungen und vereinzelt zu Todesfällen geführt hat.

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