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Winterharte Kräuter richtig pflanzen und pflegen

Ein Blick in die Gärten verrät, der Anbau von Gemüse, Kräuter und Nutzpflanzen wird immer populärer. Kräuter sind ganz vorn dabei, denn sie sind vielseitig verwendbar und gleichzeitig dekorativ. In Gärten findet man verschiedene Anbauformen für Kräuterpflanzen. Beliebt sind Kräuterspiralen, die auf geringer Fläche verschiedene Lebensbereiche abbilden und optimale Standortbedingungen bieten. Ebenso lassen sich Kräuter im Hochbeet, im klassischen Nutzbeet oder auch in Kübel und Töpfen kultivieren. Mit ausreichender Frosthärte sind die aromatischen Nutzpflanzen winterhart und treue Begleiter über Jahre. Die Auswahl an winterharten Kräutern ist groß und etwas Passendes für jeden Geschmack dabei.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Beliebte winterharte Kräuter auf einen Blick

Es ist keine 20 Jahre her, da schlummerten Kräuter noch im Schattendasein. Heute bieten spezialisierte Gärtnereien vielfältige Sortimente von über 500 Arten und Sorten. Ein großer Teil ist mehrjährig und frosthart, somit bestens für den Kräutergarten geeignet. Beliebt sind die bewährten Gewürz- und Heilkräuter, wie z.B. Berg-Bohnenkraut (Satureja montana), Oregano (Origanum vulgare), Schnittlauch (Allium schoenoprasum), Salbei (Salvia officinalis) oder Thymian (Thymus vulgaris). Ein regelrechter Hype entstand um den Bärlauch (Allium ursinum). Das winterharte und heimische Kraut erscheint nur für kurze Dauer im Frühjahr und wird in der Küche äußerst vielfältig eingesetzt. Ebenso ein „Must-Have“ ist das Liebstöckel (Levisticum officinale), auch als Maggikraut bekannt. Ohne ihm fehlt jeder Suppe die richtige Würze.

Für Getränke und Kräutertee gehören winterharte Minzen (Mentha), Melisse (Melissa officinalis), Indianernesseln (Monarda didyma) oder Bergminzen (Calamintha nepeta) ebenfalls zur Grundausstattung im Kräuterbeet. Zu den winterharten Kräutern gehören zahlreiche Heilpflanzen, wie sie schon vor fast 1000 Jahren von Mönchen und Kräuterkundlern genutzt wurden. Engelwurz (Angelica archangelica), Echte Goldrute (Solidago virgaurea), Herzgespann (Leonurus cardiaca), Beinwell (Symphytum officinale) sind heimische Wildpflanzen mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Bei der Verwendung von winterharten Heilpflanzen gilt es zu beachten, dass man sich vorher genau über Verarbeitung und Dosierung informiert. Zum Teil gibt es giftige Vertreter, mit denen man keineswegs herumexperimentieren darf.

Die Liste an winterharten Kräutern ist lang und der Platz im Kräutergarten beschränkt. Taktisch klug ist es, sich auf die winterharten Kräuterpflanzen zu beschränken, die man tatsächlich im Alltag und Hausgebrauch verwendet.

Winterharte Kräuter pflanzen

Winterharte Gewürz- und Heilkräuter werden in Töpfen angeboten. Sie sind damit an keine speziellen Pflanzzeiten gebunden, auch wenn sich das Frühjahr und der Herbst zum Einpflanzen am besten eignet. Bei Herbstpflanzungen empfiehlt es sich, einen Frostschutz vorzuhalten.

Bis auf Ausnahmen lieben fast alle Kräuter sonnige Standorte, notfalls auch den leichten Halbschatten. Beim Boden wird eher eine magere durchlässige Erde bevorzugt. Fette Böden drainiert man mit Sand. Für die Kübelkultur bietet sich hochwertige Kräutererde aus dem Fachhandel an. Sie deckt die Ansprüche der winterharten Kräuter optimal und kann für Kästen, Kübel und Töpfe verwendet werden.

Beim Einpflanzen der winterharten Kräuter beachtet man einen ausreichenden Pflanzabstand, damit alle Kräuter ausreichend Licht erhalten. Eingesetzt werden die Nutzpflanzen nur so tief, wie sie zuvor im Topf standen. Kleinwüchsige und kompakte Kräuterpflanzen pflanzt man an den Rand, höhere nach hinten oder in die Mitte des Beetes. Für Balkonkästen wählt man maximal mittelhohe Kräuter aus oder schneidet sie regelmäßig zurück. Höhere Kräuter sind in standfesten Töpfen besser und windsicher platziert. 

 

Winterharte Kräuter pflegen

Frostharte Kräuter sind pflegeleicht. Trotzdem gehört regelmäßiges Wässern in Trockenzeiten, sparsames Düngen im Frühjahr und Schnittmaßnahmen zur ganzjährigen Pflanzenpflege, sowohl im Kräuterbeet als auch auf dem Balkon und der Terrasse. Durch ihre Ursprünglichkeit sind sie weniger fordernd als Blüten- und Zierpflanzen. Im Winter empfiehlt sich ein leichter Frostschutz bei immergrünen Kräutern, z.B. Thymian, Lavendel, Olivenkraut oder Salbei. Sie können bei Kahlfrösten Trockenschäden erleiden. Bei Topf- und Kübelkräutern tauscht man die Erde einmal pro Jahr im Frühjahr aus. Das regt die Pflanzenentwicklung an und verbessert die Lebensbedingungen für die winterharten Kräuter im Gefäß.

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