Zurück

Bodendecker richtig pflanzen, pflegen und schneiden

Jeder Garten bietet Stellen, die unbewachsen und brach liegen. Sei es zwischen höheren Pflanzen, am Rand von Beeten oder ganze Bereiche an schwer zugänglichen Stellen, beispielsweise unter Gehölzen. Diese Flecken sehen einerseits durch überhandnehmenden Wildwuchs unschön aus und verstärken andererseits die Bodenerosion. Eine wirkungsvolle als auch dekorative Methode ist die Begrünung dieser Stellen mit Bodendeckern.

Als Bodendecker werden überwiegend mehrjährige und frostharte Pflanzen bezeichnet, die sich durch einen flachen und kriechenden Wuchs auszeichnen. Dazu gehören zahlreiche Stauden und niedrige Gehölze. Dichte Polster werden durch kriechende Rhizome oder wurzelnde Ableger gebildet. Mit ihrem Wuchs verdrängen sie Wildkräuter und schützen den Boden vor dem Austrocknen.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Wie werden Bodendecker richtig gepflanzt?

Bodendecker werden wie gewöhnliche Gartengewächse gepflanzt. Zunächst wird der Standort nach Licht- und Bodenverhältnissen beurteilt. Da Bodendecker je nach Gattung und Art sehr vielfältig sind, richtet sich nach diesen Standortfaktoren die Wahl der entsprechenden Pflanzen.

 

Gibt es Bodendecker für die Sonne?

Wird er als sonnig und trocken eingeschätzt, empfehlen sich sonnenliebende Bodendecker. Zahlreiche Polster- und Teppichstauden mit alpiner oder Steppen-Herkunft erfüllen diese Standbedingungen. Ähnliche Ansprüche haben Bodendecker-Rosen oder Kriechgehölze (z.B. Zwergmispeln).

 

Gibt es Bodendecker für den Halbschatten oder Vollschatten?

Schattenliebende Pflanzen verwendet man zur Bodenbegrünung im Schatten. Ihr Laub ist sonnenempfindlich und verbrennt an stark sonnigen Plätzen. Schattenverträgliche Bodendecker gedeihen optimal zwischen Gehölzen als Unterpflanzung, schließen Lücken zwischen höheren Stauden oder begrünen sonstige Stellen abseits der vollen Sonne.

 

                            

 

Wie werden Bodendecker richtig gepflegt?

Die Pflege von Bodendeckern richtet sich nach den Ansprüchen der Pflanze und der Standortbeschaffenheit. Wässern gehört zu den regelmäßigen Pflegearbeiten, die insbesondere während längerer Trockenphasen notwendig sind. Beim Nährstoffbedarf zeigen sich die meisten Bodendecker bescheiden. Etwas Kompost oder Humus im Frühjahr reicht den meisten Pflanzen auf mittleren Böden vollkommen aus.

 

Wie schneidet man Bodendecker richtig?

Notwendige Schnittmaßnahmen sind abhängig von der Pflanzenart. Verholzende Bodendecker erhalten einen regelmäßigen Schnitt. Es wird die Verzweigung angeregt und ein dichter Wuchs erzeugt. Krautige Bodendecker benötigen keinerlei Rückschnitte. Abgestorbene oder braune Pflanzenteile werden im Zuge des Frühjahrsputzes entfernt.

Bodendecker neigen mitunter dazu, sich durch ihr einnehmendes Wesen breit zu machen. Rücken sie ihren Nachbarn auf die Pelle, werden sie durch Abstechen wieder in Zaum gehalten. Die Teilungsstücke lassen sich anschließend anderweitig an anderer Stelle wieder einpflanzen.

 

Welche Verwendung haben Bodendecker?

Als Bodendecker stechen wüchsige Stauden oder flache Gehölze durch einen breiten Wuchs hervor. Man verwendet sie zur Bodenbegrünung, um kahle Flecken attraktiv zu schließen, Wildwuchs zu unterdrücken und den Boden vor dem Austrocken bzw. Erosion zu schützen.

Zur Gestaltung lassen Bodendecker kaum Wünsche offen. Es gibt sie in allen Blütenfarben, von blau, gelb, rosa, rot, weiß bis zu violett. Reizvoll sind zudem die buntlaubigen Formen mit ihren weiß-, gelb- oder rotgemusterten Blättern.

Dank dieser ausgeprägten Farb- und Formenvielfalt sind Bodendecker ausgezeichnete Flächenfüller im Garten.

nach oben