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Orchideen richtig gießen – 3 Schritte zum Erfolg

Wahre Exoten in Blüte und Anmut sind Orchideen. Sie ziehen Gärtner seit Jahrhunderten in ihren Bann und es ranken sich Mythen und Sagen um die außergewöhnlichen Gewächse. Orchideen findet man überall auf der Welt, denn diese Familie ist mit ca. 25.000 verschiedenen Arten mehr als vielfältig. Auch in unseren Breiten gibt es heimische Orchideen, die weitestgehend unter Naturschutz stehen.

Orchideen gelten in ihrer Kultur anspruchsvoller als andere Pflanzen. Dieser Anspruch und die daraus resultierende Pflege lässt sich in der Herkunft der exotischen Gewächse begründen. Freiland- und Gartenorchideen sind meist noch etwas sensibler als Zimmerorchideen, die seit Jahrzehnten durch ambitionierte Orchideenzüchter widerstandsfähig gemacht wurden. Bis heute ist das Gießen von Orchideen eine kleine Kunst und ein Grüner Daumen schadet bei der Orchideenpflege keineswegs.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Orchideen zu gießen?
    • Sobald sich der Topf beim Anheben leicht anfühlt und das Substrat trocken ist, wird gewässert.
  2. Wie werden die Orchideen richtig gegossen?
    • Staunässe vertragen Orchideen selten, sodass man Orchideentöpfe im Wasserbad taucht und abtropfen lässt.
  3. Wie häufig sollten die Orchideen gegossen werden?
    • Gegossen wird nach Bedarf, unter Zimmerbedingungen je nach Vegetationsphase ein- bis zweimal pro Woche.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Gießen ermitteln

Orchideen lieben Feuchtigkeit, insbesondere Luftfeuchtigkeit. Statt zu häufig zu wässern, werden Orchideen in Räumen regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprüht. Gewässert werden die exotischen Blütenpflanzen erst dann, wenn das Substrat trocken ist und sich der Topf beim Anheben leicht anfühlt. Zu vermeiden ist Staunässe, die zur Fäulnis an den Orchideenwurzeln führt. Einen höheren Wasserbedarf haben Orchideen zur Blütezeit. Zweimal wässern pro Woche deckt ihren Wasserhaushalt. Deutlich weniger Wasser benötigen tropische Orchideen im Winter. Während der lichtarmen Jahreszeit reicht 14-tägiges Gießen vollkommen aus. Orchideengärtner empfehlen das morgendliche Wässern. Über den Tag kann die Orchidee Wasser verarbeiten und das Substrat trocknet leicht ab.

 

Schritt 2: Wie wird die Orchideen richtig gegossen?

Zum Gießen verwendet man kalkfreies zimmerwarmes Wasser. Orchideentöpfe werden aus dem Übertopf herausgenommen und die Erde langsam mit Wasser durchfeuchtet. Man achtet darauf, dass nur der Boden gegossen wird und kein Wasser in den Herzblättern hängenbleibt.

Noch besser hat sich das Tauchen im Wasserbad bewährt. Der Orchideentopf wird solange ins Wasserbad getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Anschließend lässt man den Topf solange abtropfen, bis kein Wasser mehr aus den Abzugslöchern rinnt. Das Abtropfen empfiehlt sich ebenfalls nach dem normalen Gießen. Die gewässerte Orchidee kann danach zurück in den Übertopf gestellt werden. Überschüssiges Wasser darf sich nicht im Übertopf sammeln. Es sorgt für Staunässe im Substrat und Fäulnis an den Orchideenwurzeln. Nach einer knappen Stunde wird der Übertopf nochmals kontrolliert und nachgelaufenes Wasser abgeschüttet.

 

Schritt 3: Wie oft sollte die Orchideen gegossen werden?

Wie häufig Orchideen gegossen werden, hängt von den Haltungsbedingungen, dem Wasserbedarf und der Jahreszeit ab. Im Winter sind Zimmerorchideen nur alle zwei Wochen zu gießen. Mit beginnender Blüte haben Orchideen ihren größten Wasserbedarf und werden ein- bis zweimal pro Woche gegossen. Den Rest des Jahres reicht wöchentliches Gießen in der Regel aus.

Erfahrene Orchideenliebhaber bevorzugen das häufigere Besprühen ihrer Exoten. Der Mix aus Sprühen und zurückhaltendem Gießen bekommt den meisten Orchideen sehr gut.

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