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Luftreinigende Pflanzen

Inhaltsverzeichnis

 

1: Besseres Raumklima durch luftreinigende Pflanzen  

Dass Gärtnern und Pflanzen gut für Gesundheit und Seele sind, ist allgemein bekannt. Das Blattgrün beruhigt, Sonne und frische Luft regen das menschliche Immunsystem an. Was draußen funktioniert, lässt sich ebenso nach drinnen übertragen. Grün- und Zimmerpflanzen bereichern auf lebendige Weise Büro- und Wohnräume. Pflanzen schaffen durch ihre natürlichen Bioprozesse ein heimeliges Wohlfühlklima. Trotz widerlegender Veröffentlichungen, wird in mehreren internationalen Studien (z.B. von der NASA) belegt, dass Pflanzen die Raumluft durch ihre Verdunstung befeuchten, Sauerstoff produzieren, Staub, Tabakrauch und andere Schadstoffe herausfiltern. Das Blattgrün, in seinen unterschiedlichsten Variationen, beruhigt die Augen und die Seele. Unumstritten bleibt die wohltuende Wirkung der Zimmerflora auf Geist und Körper.

Unser modernes Leben findet zum großen Teil in geschlossenen Räumen statt. Obwohl Baumaterialien immer besser und schadstofffreier werden, gibt es Ausdünstungen aus Farben und Möbeln, Strahlung von elektronischen Geräten und Feinstaub durch Bodenbeläge. Zudem sind durch Klimaauflagen Fenster heute so dicht, dass es ohne Lüften kaum zu einem Luftaustausch mit der Außenluft kommt. Regelmäßiges Lüften ist die einfachste Methode für eine gesunde Raumluft. Daneben sorgen einige Pflanzen zusätzlich für eine saubere Atmosphäre.

Atemwegserkrankungen, müde Augen oder spröde Haut sind Symptome trockner Heizungsluft. Grünpflanzen, z.B. Zierbananen, Zimmerlinden oder Zyperngras, verdunsten Gießwasser im Zuge der Photosynthese und geben Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Die höhere Luftfeuchtigkeit wirkt sich positiv auf den menschlichen Organismus aus und bindet Staubpartikel. Die ideale Luftfeuchtigkeit in Innenräumen beträgt zwischen 45 und 65%. 

 

2: Luftreinigende Pflanzen: Diese Pflanzen reinigen die Luft  

Grundsätzlich eignet sich jede Pflanze für ein besseres Raumklima, die einen mehr, die anderen weniger. Die Basis jeden pflanzlichen Lebens ist die Photosynthese, bei der durch die Aufnahme von CO² und Wasser unter Einwirkung von Licht Sauerstoff produziert und abgegeben wird. Je größer die Blattfläche einer Pflanze, desto mehr Verdunstungsfläche und Effizienz ist vorhanden. Manche Pflanzen eignen sich nach Untersuchungen besonders gut für bestimmte Einsatzzwecke. 

 

Pflanzen zur Luftbefeuchtung

Zur Luftbefeuchtung sind besonders blattreiche und großblättrige Pflanzen geeignet. Neben der Blattfläche wird auch über die Bodenoberfläche des Substrates Feuchtigkeit an die Raumluft abgegeben. Ein regelrechter Feuchtigkeitsspender ist ein Untersetzer mit Blähton oder Kieselsteinen, auf dem die Pflanze steht. Er fängt überschüssiges Gießwasser auf, wo es anschließend verdunstet.

Die Areca-oder Goldfrucht-Palme (Chrysalidocarpus lutescens) ist in Zimmerkultur pflegeleicht und in vielen Wohnräumen zu finden. Sie kann einigermaßen mit Heizungsluft umgehen und gedeiht bei Zimmertemperatur in hellen bis mäßig schattierten Räumen. Sie wird groß und erreicht Wuchshöhen von über einem Meter. Ausreichend Platz sollte vorhanden sein. Der Gummibaum (Ficus elastica) ist eine beliebte Zimmerpflanze. Seine großen Blätter verdunsten reichlich Wasser und pflegeleicht zeigt er sich sogar für ungeübte Zimmergärtner. Grünlilien (Chlorophytum comosum) mit ihrem überhängenden Wuchs begeistern in Blumenampeln oder auf Emporen. Sie sind genügsam, was Licht und Wasser angeht. Die Klassiker der Luftbefeuchter sind Fingeraralie, besser als Schefflera bekannt und das Fensterblatt (Monstera). Sie sind pflegeleicht, befeuchten sehr gut die Luft und sind ausgezeichnete Sauerstoffproduzenten. 

 

Pflanzen zur Luftreinigung

Die Liste der schadstoffbindenden Pflanzen ist lang. Efeu (Hedera helix), Einblatt (Spathiphyllum), Bogenhanf (Sanseviera) und Drachenbaum (Dracaena) sind wahre Künstler beim Herausfiltern von Schadstoffen in der Luft. Die kletternde und pflegeleichte Efeutute (Epipremnum pinnatum) kann üppig werden. Mit zunehmender Größe wird ihre Filterfunktion stärker. Alle genannten Pflanzenarten können Benzol, Formaldehyd und weitere Schadstoffe binden. Kleinblättrige Zimmerpflanzen, wie z.B. Zierspargel (Asparagus) oder die Birkenfeige (Ficus benjamina), zeigen sich in der Staubreduzierung sehr wirkungsvoll. Deshalb findet man die Pflanzen vermehrt in Büros.

Als Pflegetipp lässt sich sagen, dass die Pflanzen in regelmäßigen Abständen entstaubt oder abgeduscht werden sollten. Nur so können sie effizient die Raumluft filtern.

Dem sukkulenten Dickblatt (Crassula) wird nachgesagt, sich positiv gegen elektromagnetische Wellen auszuwirken. Im heutigen Technologiezeitalter eine häufig unterschätzte Fähigkeit.

Alle aufgezählten Pflanzen eignen sich für Arbeits-, Schlaf- oder Wohnzimmer. Die Pflanzenwahl für die jeweiligen Räume richtet sich nach den Licht- und Platzverhältnissen. Natürlich sind schadstoffbindende und sauerstoffspendende Pflanzen im Schlafzimmer ideal. Nicht weniger sinnvoll sind sie auch in den anderen Räumen. Bäder unterscheiden sich durch die höhere Luftfeuchtigkeit von anderen Zimmerstandorten. Der Schwertfarn (Nephrolepis) liebt luftfeuchte Plätze und gilt nach Untersuchungen als einer der besten Luftreiniger in Bezug auf Schadstoffe. Für Kinderzimmer sollten nur Zimmerpflanzen ausgewählt werden, die ungiftig sind.

Einen technischen Luftbefeuchter oder Reiniger können luftreinigende Pflanzen nicht ersetzen. Dafür sind sie eine sehr gute Unterstützung und beruhigen durch ihr natürliches Grün den Geist und müde Augen. 

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