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Ananaspflanze richtig pflanzen, pflegen, düngen und vermehren

Inhaltsverzeichnis:

 

Wie wird die Ananaspflanze richtig gepflanzt? 

Als tropisches Bromeliengewächs benötigt die Ananas einen hellen bis sonnigen Platz, windgeschützt und ohne jegliche Zugluft bei gleichmäßigen um 25°C. Eine mäßige Luftfeuchtigkeit bekommt dem exotischen Obst in seiner Entwicklung sehr gut. Beim Boden ist ein stark durchlässiges Substrat notwendig. Ein solcher Boden lässt sich einfach zusammenmischen, indem ohnehin durchlässige Kräutererde mit Sand oder Blähton angereichert wird. Im gut sortierten Fachhandel findet man unter Umständen auch Spezialerde für terrestrische Bromelien.
Am besten hält man Ananaspflanzen im größeren Keramiktopf, denn diese neigen kaum zu Staunässe. Essentiell bei der Kübelkultur sind Abzugslöcher im Boden, die zusätzlich mit Tonscherben und Blähton überdeckt werden. Jegliche Staunässe nehmen Ananaspflanzen übel.

Ananaspflanzen gibt es zunehmend als besondere Topfpflanzen für Wohnräume. Meist erhält man sie im kleinen Topf, sodass sich ein Umpflanzen in einen größeren Topf anbietet.

 

Wie wird die Ananaspflanze richtig gepflegt? 

Die Ananaspflanze ist robuster, als man vermuten mag. Sie wird während der Wachstumszeit vom Frühling bis zur Blütezeit reichlich gegossen. Mit einsetzender Fruchtbildung reduziert man die Wassergaben. Gelbe oder zunächst fahle Blätter können auf eine Übernässung im Wurzelbereich hindeuten. In dem Falle darf nicht lange gezögert und die Ananaspflanze durch Umtopfen vor dem Wurzeltod gerettet werden. 

 

Wann wird die Ananaspflanze geschnitten?

Bromeliengewächse werden durch ihren rosettenartigen Wuchs normalerweise nicht geschnitten. Schnittmaßnahmen kommen nur in Frage, wenn Blätter oder Blattpartien absterben, die Blüten oder Früchte geerntet werden. 

 

Wie überwintert die Ananaspflanze am besten? 

Ihre tropische Herkunft macht eine Überwinterung der Ananas im warmen hellen Winterquartier notwendig. Winterharte bzw. frostresistente Ananaspflanzen gibt es nicht. Ideal sind große Fenster in Wohnräumen ohne trockene Heizungsluft. Luftfeuchtigkeit lässt sich durch regelmäßiges Besprühen mit kalkfreiem Wasser erzeugen oder die Nähe zu einem Luftbefeuchter ist ratsam. Ein Standort im Bad ist eine gute Option, aber die Gefahr lauert beim Lüften durch kalte Zugluft. Dort holen sich Ananaspflanzen nicht nur einen Schnupfen, sondern nehmen ernsthaften Schaden. Im Winter stellt man jegliche Düngungen komplett ein und reduziert das Gießen auf ein Minimum.  

 

Wie wird die Ananaspflanze richtig gedüngt?

Nährstoffe sind in einem sandig-durchlässigem Substrat kaum vorhanden. Während der Wachstumsphase werden Ananaspflanzen wöchentlich mit einem Volldünger gedüngt. 

 

Wie wird die Ananaspflanze richtig vermehrt? 

Ananaspflanzen lassen sich überraschend einfach vermehren. Von einer Frucht wird der frische Blattschopf mit einem Viertel der Frucht abgetrennt. Der Rest der Frucht dient dem Verzehr. Mit einem scharfen Messer wird das verbliebene Fruchtfleisch vom Strunk gelöst. Der Blattschopf lässt sich herauslösen und die untersten Blätter werden durch Abstreifen nach unten entfernt. Anschließend trocknet die Schnittstelle vor der Weiterbehandlung bis zu drei Tagen ab. Danach kommt der Blattschopf in ein Wasserglas und bewurzelt binnen einiger Tage. Alternativ wird der Blattschopf der Ananas in einen Topf mit Vermehrungserde zum Bewurzeln gesteckt. Zuvor ist die Schnittstelle mit Holzkohlepulver zu desinfizieren.

Im Wasserglas bewurzelte Ananas-Jungpflanzen werden bei einer Wurzellänge von einem halben bis einen Zentimeter in nährstoffarme durchlässige Anzuchterde eingepflanzt. Das Gefäß darf schon zu Kulturbeginn etwas größer gewählt werden und über ausreichend Abzugslöcher verfügen.

Ananaspflanzen bilden bis zur Blüte und Ernte Kindel. Nach der Ernte können diese abgenommen und vereinzelt werden.

 

Besonderheiten bei der Ananaspflanze? 

Die Ananas ist weder für uns Menschen noch für Haustiere, wie Hunde oder Katzen giftig. Nur am Laub kann man sich im ungünstigen Fall verletzen. 

 

Weiter Informationen:

Ein wahrer Exot unter den Nutzpflanzen ist die Ananaspflanze (Ananas comosus). Sie ist fast ausschließlich als Frucht aus den Gemüsetheken der Supermärkte bekannt. Und so exotisch sie erscheint, es ist nicht unmöglich, das tropische Bromeliengewächs (Bromeliaceae) selbst anzubauen. Die Ananaspflanze stammt wie eine weitere Schwester aus dem tropischen Südamerika. Entsprechend hoch sind ihr Anspruch an Licht, Wärme und Luftfeuchtigkeit.

Die Früchte gelten seit der Verbreitung durch Kolumbus als gesunde und verdauungsfördernde Delikatesse. Erwähnenswert ist das eiweißspaltende Enzym Bromelain, das sowohl stark antibakteriell und generell positiv auf den gesamten Verdauungstrakt wirkt. In der Küche werden die Ananasfrüchte roh, gekocht, kandiert oder als Saft auf vielfältige Weise verarbeitet. In den Herkunftsländern werden zusätzlich Blüten und Sprosse als Gemüse verzehrt.

In unseren Breiten lassen sich Ananaspflanzen als tropische Kübelpflanzen im gut gelüfteten Wintergarten oder beheizbaren Gewächshaus anbauen. Bereits im viktorianischen England wurden Ananaspflanzen in eigens gebauten Gewächshäusern kultiviert. Soviel Aufwand muss man heute nicht mehr betreiben. Es reicht auch eine helle warme Fensterbank für die Ananaspflanze aus. Bis man Ananasfrüchte ernten kann, vergeht mindestens ein, meistens aber drei bis vier Jahre. 

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