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Aloe Vera richtig vermehren – 3 Schritte zum Erfolg

Aloe Vera – ein botanischer Name und gleichzeitig fast ein Inbegriff der Gesundheits- und Kosmetikindustrie. Aloe ist eine Pflanzengattung, der etwa 300 immergrüne Stauden- und Straucharten angehören. Das natürliche Verbreitungsgebiet ist überwiegend das tropische bis südliche Afrika. Sie wachsen rosettenbildend, klettern in Ausnahmen und werden hierzulande als frostempfindliche Kübelpflanzen gehalten. Den größten Bekanntheitsgrad genießt die Aloe Vera, auch als Echte Aloe oder Wüstenlilie bekannt. Ihre fleischigen Blätter mit den gezähnten Rändern enthalten einen gelartigen Pflanzensaft. Dieser wird seit Jahrhunderten in der Hautpflege genutzt. Sein hoher Feuchtigkeitsgehalt lindert Hautprobleme und verspricht Linderung bei Sonnenbrand. Man ist gut beraten, die pflegeleichte Sukkulente für die Hausapotheke anzubauen. Der Wuchs entwickelt sich über die Jahre durch ungünstige Haltungsbedingungen selten optimal. Regelmäßiges Vermehren und Ersetzen verhilft dem ambitionierten Aloe-Gärtner zu nachhaltigen Erfolgen.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Aloe Vera zu vermehren?
    • Im Frühling oder im Herbst sind die besten Zeiträume zur Vermehrung der Aloe Vera.
  2. Wie wird die Aloe Vera richtig vermehrt?
    • Bei der Aloe werden Kindel bzw. Seitenrosetten durch Teilung abgenommen und verpflanzt.
  3. Was sollte bei der Pflege während der Vermehrung beachtet werden?
    • Bei der Vermehrung geht man vorsichtig vor, um unnötige Verletzungen an der Mutterpflanze und ihren Nachkommen zu vermeiden.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Vermehrung ermitteln

Obwohl Aloe Vera bei uns als Kübel- oder Zimmerpflanze gehalten wird, liegen die optimalen Vermehrungszeiten wie bei den meisten Pflanzen im Frühjahr und Herbst. Beide Zeitpunkte eignen sich für die Vermehrung, denn man wechselt gleichzeitig verbrauchtes Substrat aus. Somit lassen sich die Vermehrungsarbeiten der Aloe mit dem Umtopfen verbinden.

 

Schritt 2: Die richtige Methode zur Vermehrung wählen

Aloe Vera lässt sich in Mitteleuropa nicht durch Samen vermehren. Sie findet bei uns keine Bedingungen, um Samen auszubilden. Ältere Exemplare zeigen zwar Blüten, aber Samen setzen sie so gut wie nie an. Der einzig lohnenswerte Weg, eine Aloe Vera zu vermehren, geht vegetativ über die Teilung bzw. das Abnehmen von Seitenrosetten. Gemeinsam mit dem Umtopfen wird die Vermehrung vorgenommen. Die Notwendigkeit des Umtopfens ergibt sich mindestens aller drei Jahre. Das Substrat erschöpft sich mit der Zeit und bietet keine optimalen Kulturbedingungen mehr für die Aloe-Wurzeln. Beim Umtopfen wird die Aloe Vera aus dem Topf genommen, der Wurzelballen aufgelockert und das alte Substrat abgeschüttelt. Hierbei lösen sich bereits angesetzte kleinere Nebenrosetten von der Mutter-Aloe. Man nimmt sie vorsichtig ab, ohne dass Wurzeln beschädigt oder abgerissen werden. Anschließend setzt man die Mutterpflanze wieder ein. Bei großen Wurzelballen kann es sinnvoll sein, einen größeren Topf zu verwenden. Zuvor wird auf den Topfboden eine Drainageschicht aus Tonscherben oder Tongranulat gefüllt. Es sorgt für den notwendigen Wasserabzug. Aufgefüllt wird der Topf mit stark durchlässiger Kakteen- oder Sukkulentenerde. Die gleiche Erde, nur kleinere Töpfe werden für die Aloe-Jungpflanzen verwendet. Man topft die kleinen Rosetten der Aloe einzeln in Anzuchtstöpfe.

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Vermehrung

Nach dem Teilen der Aloe, gießt man die Jungpflanzen an und stellt sie an einen hellen oder sonnigen Standort. Die kleineren Töpfe trocknen durch das geringere Volumen schneller aus. Obwohl Aloe Vera mit Trockenheit gut umgehen kann, sollte während der Anwachsphase auf gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit geachtet werden. Nach drei bis vier Wochen entdeckt man beim Umstülpen des Topfes neue Wurzeln. Schwache Düngungen mit Spezialdünger für Kakteen und Sukkulenten helfen den jungen Rosettenpflanzen beim weiteren Wachstum im Frühjahr. Herbstvermehrte Aloe Vera werden nicht mehr gedüngt, sondern man wartet mit den Nährstoffgaben bis zum folgenden Frühjahr und lässt diese Pflanzen gleich im frostfreien Winterquartier stehen. 

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