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Aloe Vera richtig umtopfen – 3 Schritte zum Erfolg

Die Aloe Vera stammt aus den Trockenregionen im Südosten der arabischen Halbinsel. Damit ist außerordentlich genügsam in Hinblick auf Wasser, Nährstoffe und Pflege. Man hält sie bei uns als Kübelpflanze auf Balkon, Terrasse oder auf dem Fensterbrett im Haus. Selbst Anfänger tun sich mit der sukkulenten Rosettenpflanzen nicht sonderlich schwer. Man pflanzt sie in einen Topf mit stark durchlässiger Erde und sie gedeiht fast von allein in der Folgezeit. Trotz ihrer bescheidenen Ansprüche, ist ein Umtopfen von Zeit zu Zeit notwendig. Entweder wird die Pflanze für ihren Topf zu groß oder das Substrat verändert sich zu seinen Ungunsten. In beiden Fällen erhält die Aloe frische Erde und möglicherweise einen größeren Topf.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Aloe Vera umzutopfen?
    • Als Kübel- und Zimmerpflanze ist Aloe Vera an keine direkten Pflanzzeiten gebunden, wobei sich das Frühjahr mit dem Hauptwachstum der Aloe dennoch anbietet.
  2. Die Auswahl des richtigen Topfes und die Wahl des richtigen Standorts
    • Die Topfgröße wächst mit der Pflanze und als Wüstenpflanze liebt die Aloe sonnige Standorte.
  3. Wie wird die Aloe Vera richtig umgetopft?
    • Beim Umtopfen wird vorsichtig vorgegangen, denn die sukkulenten Blätter sind druckempfindlich und können verletzt werden.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Umtopfen ermitteln

Kübel- und Zimmerpflanzen sind weniger abhängig von bestimmten Pflanzzeiten, wie man es von Gartenpflanzen im Freiland gewohnt ist. Bei Notwendigkeit lässt sich eine Aloe-Pflanze jederzeit umtopfen. Trotzdem ist und bleibt der Frühling die beste Pflanzzeit. Mit steigendem Sonnenstand steigt auch bei Zimmerpflanzen die Pflanzenaktivität nach der lichtarmen Jahreszeit. Umgetopfte Aloe wurzeln in diesem Zeitraum besser ein und können schneller durchstarten. Ältere Exemplare können bei uns durchaus in sonnigen Wintergärten Blüten ansetzen. Ein Umtopfen zu dieser Zeit vermeidet man, denn die Blüte kostet die Pflanze zusätzlich Kraft.

 

Schritt 2: Die Auswahl des richtigen Kübels und des richtigen Standorts

Wenn die Aloe in die Jahre kommt, empfiehlt sich ein Umtopfen der Pflanze. Das trifft insbesondere große Aloe mit stark durchwurzelten Topfballen zu. Für diese Pflanzen wird ein etwas größeres Gefäß gewählt, damit die neuen Wurzeln mehr Platz erhalten. Bei der Materialwahl sind unlasierte Keramik- und Tongefäße ratsam. Im Gegensatz zu Kunststoffkübeln lässt das natürliche Material Feuchtigkeit über die Topfwand entweichen und verhindert stauende Nässe. Wenn man auf gebrauchte Blumentöpfe zurückgreift, sind diese mit heißem Wasser und Essigreiniger vor dem Eintopfen zu desinfizieren. Wichtig ist das Vorhandensein eines Abzugsloches am Topfboden. Der Wasserabzug muss zu jeder Zeit gewährleistet sein.

Das Umtopfen bedeutet für die Aloe Stress. Obwohl sie Sonne und Trockenheit liebt, wird die immergrüne Zimmerpflanze für ein bis zwei Wochen an einen hellen, aber nicht vollsonnigen Standort gestellt. Diese Zeit reicht der umgetopften Aloe aus, um sich vom Umtopfen zu erholen und die Wurzelbildung anzuregen.

 

Schritt 3: Wie wird die Aloe Vera richtig umgetopft?

Für das Umtopfen der Aloe Vera wird frisches Substrat benötigt. Man verwendet nährstoffarme Kakteen- und Sukkulentenerde. Wenn diese nicht zur Hand ist, kann alternativ nährstoffarme Kräutererde verwendet und mit Sand bzw. Tongranulat versetzt werden. Die beiden Zuschläge drainieren die humose Erde zusätzlich und verbessern den Wasserabzug. Eine Schicht Tongranulat oder Tonscherben sorgen am Topfgrund für zusätzliche Drainage.

Vor dem Umtopfen lässt man die Aloe einige Tage trockenstehen. Wenn die Erde trocken ist, löst sie sich besser von den Wurzeln. Man umgreift die Pflanze vorsichtig am Ansatz, ohne die druckempfindlichen Blätter zu zerdrücken oder abzubrechen. Man schüttelt den Topfballen aus und setzt die Aloe mit den lockeren Wurzeln in den vorbereiteten Topf ein. Abgestorbene oder braune Blätter werden gleichzeitig entfernt. Seitenrosetten bzw. Ableger können für die Vermehrung abgenommen und einzeln in kleinere Töpfe verpflanzt werden. Das Umtopfen der Aloe lässt sich hervorragend mit den Vermehrungsarbeiten verknüpfen. Anschließend werden die Hohlräume verfüllt und man drückt das Substrat fest an. Zum Schluss wird die umgetopfte Aloe Vera angegossen. Hierbei wird nur die Erde, aber nicht die ganze Pflanze gewässert. Es darf sich beim Gießen über längere Zeit kein Wasser zwischen den Blättern und in der Rosette sammeln. Ansonsten riskiert man Fäulnis im Pflanzenherzen.

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