Zurück

Sommerflieder richtig vermehren – 3 Schritte zum Erfolg

Zu den beliebtesten sommerblühenden Sträuchern zählt zweifellos der Sommerflieder. Botanisch nennt man die Art Buddleja davidii, zu der viele farbenreiche Züchtungen zählen. Beliebt ist der schnellwachsende und sommergrüne Strauch besonders bei Schmetterlingen. Wie ein Magnet ziehen die prächtigen Blütenstände die Insekten an, was dem Blütengehölz den Beinamen Schmetterlingsflieder oder Schmetterlingsstrauch einbringt. Sommerflieder sind anspruchslose und pflegeleichte Ziergehölze. Durch ihre Kompaktheit gliedern sie sich hervorragend in Beetbepflanzungen oder Gehölzgruppen ein und übernehmen eine Leitstellung. Ebenso wirkungsvoll zeigen sie sich im Einzelstand einer Solitärpflanzung oder im Kübel auf der Terrasse. Durch ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten besteht bei Gärtnern häufig der Wunsch, Sommerflieder selbst zu vermehren.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Sommerflieder zu vermehren?
    • Die gängigste Art der Vermehrung des Sommerflieders sind Stecklinge im Frühsommer.
  2. Wie wird Sommerflieder richtig vermehrt?
    • Sortenrein lässt sich Sommerflieder vegetativ durch Stecklinge vermehren.
  3. Was sollte bei der Pflege während der Vermehrung beachtet werden?
    • Während der Wurzelbildung ist auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ohne Übernässung zu achten.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Vermehrung ermitteln

Sommerflieder sind laubabwerfende Ziersträucher. Im Handel werden überwiegend Sorten bzw. Züchtungen angeboten, die sich auf vegetativem Wege durch Stecklinge vergleichsweise einfach vermehren lassen. Geeignet sind gefestigte Triebspitzen, die man im Frühsommer oder noch im Hochsommer schneiden kann. Der Hochsommer birgt jedoch die Gefahr, dass die Jungpflanzen durch Hitzeeinwirkung schlechter bewurzeln. Im professionellen Bereich werden Sommerflieder zudem im Herbst durch Steckreiser vermehrt.

 

Schritt 2: Die richtige Methode zur Vermehrung wählen

Schmetterlingsflieder sind für ihr schnelles Wachstum bekannt. Ebenso zügig bewurzeln Stecklinge bei der Vermehrung. Möchte man die Sträucher sortenrein vervielfältigen, bleibt kein anderer Weg als die vegetative Vermehrung. Ab dem Frühsommer schneidet man Triebspitzen mit drei bis fünf Blattpaaren ab. Die unteren zwei Blattpaare werden entfernt und ca. 1 Zentimeter unter der letzten Blattachsel wird ein schräger Anschnitt gesetzt. Man steckt die Triebspitzen des Buddlejas in Töpfe mit feuchtem Vermehrungssubstrat. Anschließend übersprüht man die Stecklinge mit Wasser und überzieht sie mit einer Folienhaube. Darunter bildet sich ein luftfeuchtes Mikroklima, in dem die Sommerflieder-Stecklinge gut bewurzeln.

Die Vermehrung durch Steckreiser im Herbst findet überwiegend im professionellen Anbau statt. Verbreiteter und einfacher ist im Hausgebrauch das Ausgraben von wilden Sämlingen des Schmetterlingsstrauches. Sommerflieder versamt sich an trockenen Standorten. Diese Eigenschaft wird von Naturschützern ungern gesehen, sodass seine Verwendung in Gärten bereits als kritisch betrachtet wird. Wem es bei der Vermehrung nicht um Sorteneigenschaften geht, kann sich wilde Sämlinge im Frühjahr ausgraben und an einen neuen Standort im Beet oder im Kübel umpflanzen. 

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Vermehrung

Während der Bewurzelungsphase stellt man die Sommerflieder-Stecklinge an einen hellen, jedoch nicht vollsonnigen Standort. Wird es zu warm, können die heranwachsenden Jungpflanzen verbrühen. Regelmäßig besprüht man die Stecklinge mit Wasser. Bereits nach kurzer Zeit setzt neues Blattwachstum ein. Ab diesem Zeitpunkt kann die Folienabdeckung entfernt werden. Man kultiviert die vermehrten Sommerflieder noch einige Zeit im Topf und setzt sie später einzeln in Töpfe. Bei der Vermehrung ist darauf zu achten, dass das Vermehrungssubstrat immer feucht, jedoch nicht nass sein darf. Sommerflieder bevorzugt eher mäßig feuchte statt nasser Erde. Ein Zuviel von Bodenfeuchtigkeit führt in der Regel zur Wurzelfäulnis junger Sommerfliederpflanzen.

nach oben