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Schattenpflanzen richtig pflegen und pflanzen

Dunkle Plätze gibt es in jedem Garten, gelegen zwischen Bäumen und Sträuchern oder nordseits von Gebäuden. Die Lichtarmut an diesen Flecken bekommt nicht jeder Pflanze. Insbesondere Sonnenanbetern fehlt das Licht, um ihren Blütenreichtum entfalten zu können. Für schattige Plätze eignen sich Schattenpflanzen. Es handelt sich dabei um Gewächse, die ihre Heimat überwiegend in Wäldern haben und als Unterwuchs von Bäumen und Sträuchern wachsen. In ihrer Gestalt sind sie sehr vielfältig und können ebenso vielseitig in Gärten verwendet werden.

Schattenpflanzen zieren selten durch opulenten Blütenflor. Zahlreichen schattenliebenden Pflanzen ist gemein, dass sie durch ein markantes Blattwerk auffallen. Die Blätter sind weicher und oftmals größer, teils buntlaubig gefärbt oder besonders geformt. Diese optischen Eigenschaften machen diese Pflanzen zu Blattschmuckpflanzen, die keinesfalls nur zur Blütezeit, sondern die gesamte Vegetationszeit begeistern. Besonders helllaubige Schattenpflanzen sorgen für Aufhellungen an dunklen Standorten und sind ein beliebtes Gestaltungselement in schattigen Anpflanzungen.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Schattenpflanzen für den Garten

Für den Schattengarten empfehlen sich mehrjährige Stauden und Gehölze, die über eine ausreichende Frosthärte verfügen und sich an lichtarmen Standorten wohl fühlen. Höherwachsende Formen machen sich im Einzelstand (Solitär) sehr gut. Größere Funkien (Hosta), Silberkerzen (Actaea) oder die beliebten Hortensien (Hydrangea) sind Beispiele für wirkungsvolle Solitärpflanzen im Schatten. Zu den kleineren Vertretern gehören Elfenblumen (Epimedium), Prachtspieren (Astilbe) oder die exotisch wirkenden Krötenlilien (Tricyrtis).

 

                             

 

Wie pflanzt man Schattenpflanzen für den Garten richtig ein?

Bei den meisten Schattenpflanzen handelt es sich um Stauden oder Gehölze. Sie werden für gewöhnlich als Topfpflanze angeboten und können von Frühjahr bis Herbst gepflanzt werden. Bei immergrünen Exemplaren empfiehlt sich die Pflanzung im Frühjahr, damit sie weniger empfindlich auf Kahlfröste und Frosttrocknis reagieren.

 

Wie pflegt man Schattenpflanzen für den Garten richtig?

Die Pflege von Schattenpflanzen stellt keinen Gärtner vor unlösbare Aufgaben. Durch das meistens größere Laub kann mehr Wasser verdunstet werden. Deshalb achtet man auf eine ausgeglichene Bodenfeuchtigkeit und wässert während längerer Trockenphasen regelmäßig. Fruchtbarer Humus regt die Pflanzenentwicklung an. Jährlich Einarbeiten von abgelagertem (Laub-) Kompost verbessert den Humusgehalt im Boden. Diese Maßnahme reicht aus, um genügend neue Nährstoffe an die Pflanzenwurzel zu bringen.

Rückschnitte sind pflanzenspezifisch. Bei krautigen Schattenpflanzen stirbt der Spross nach dem ersten Frost ab. Diese Pflanzenteile zersetzen sich über den Winter und ihre Reste werden erst im Frühjahr weggeschnitten und entfernt. Für Schattengehölze sind mitunter Schnittmaßnahmen notwendig, damit sie in Form bleiben und Blüten ausbilden. Die meisten Schnittmaßnahmen werden dabei zu Ende des Winters vorgenommen. Vor dem Winter gilt es, empfindliche Pflanzen vor strengen Frösten zu schützen. Glücklicherweise sind die meisten Schattenstauden frostverträglich und bedürfen kaum einer schützenden Abdeckung. Es reicht schon, dass Falllaub der Bäume liegen zu lassen. Es schützt die Wurzelstöcke vor dem Durchfrieren im Winter. Abdeckungen mit Reisig oder Vlies ist nur für besonders empfindliche Pflanzen ratsam, insbesondere dann, wenn nach milden Wintern strenge Spätfröste folgen und den jungen Austrieb bedrohen.

Schattenpflanzen sind die Bepflanzung für halbschattige und schattige Bereiche im Garten. Durch ihr attraktives Laub beschränkt sich ihr Zierwert nicht auf ausschließlich auf die jeweilige Blütezeit und bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten abseits der vollen Sonne.

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