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Rhododendron richtig umpflanzen – 3 Schritte zum Erfolg

Zum Blickpunkt im Garten entwickeln sich jedes Jahr Rhododendren, botanisch Rhododendron. Sie wachsen recht langsam und brauchen viele Jahre, um ihre endgültige Größe zu erreichen. In dieser Zeit verändern sich Gärten und Standorte. Manchmal stellt sich erst nach Jahren heraus, dass ein Rhododendron falsch oder unpassend gesetzt wurde und umgepflanzt werden muss. Der richtige Zeitpunkt und die notwendigen Vorbereitungen entscheiden, ob das Umpflanzen eines Rhododendrons gelingt. Insbesondere ältere Exemplare reagieren empfindlich und wachsen bei unbedachten Umpflanzaktionen nicht mehr an.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Rhododendron umzupflanzen?
    • Mit den klassischen Pflanzzeiten Frühling und Herbst bieten sich optimale Zeitpunkte zum Umpflanzen des Rhododendrons an.
  2. Die Auswahl des richtigen Standorts
    • Rhododendren sind Waldpflanzen und bedürfen eines hellen bis halbschattigen Standortes.
  3. Wie wird Rhododendron richtig umgepflanzt?
    • Zum Umpflanzen werden Rhododendren so umgepflanzt, dass möglichst viele Wurzeln am immergrünen Busch erhalten bleiben.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Umpflanzen ermitteln

Das Frühjahr und der Herbst sind nach wie vor die besten Pflanzzeiten im Jahr. Die Temperaturen sind gemäßigt und Feuchtigkeit gibt es durch natürliche Niederschläge. Diese Bedingungen sind gute Voraussetzungen, um den immergrünen Rhododendron an einen neuen Standort zu versetzen bzw. umzupflanzen. Von einem Umpflanzen im Sommer ist abzuraten, denn Hitzeperioden machen dem immergrünen Strauch ohnehin zu schaffen.

 

Schritt 2: Die Auswahl des richtigen Standorts

Rhododendren sind immergrüne Sträucher, die ihre Heimat überwiegend in den Wäldern Asiens haben. Sie bevorzugen helle bis halbschattige Lagen, an denen sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind. Ein solcher Standort lässt sich in vielen Gärten finden. Nord- und Ostlagen von Gebäuden oder im Schattenwurf von größeren Bäumen und Sträuchern sind geeignete Plätze. Ist der Boden ausreichend feucht, toleriert der Zierstrauch auch einen leicht sonnigen Platz.

Beim Umpflanzen von Rhododendren gilt, dass der neue Standort ähnliche Bedingungen bietet, wie der alte Platz. Pflanzt man Rhododendren sonniger, kann es in der ersten Zeit zu Blattverbrennungen führen. Vorbeugend ist eine Schattierung mit Schattiergewebe anzubringen.

 

Schritt 3: Wie wird der Rhododendron richtig umgepflanzt?

Rhododendren wachsen recht langsam und zurückhaltend. Erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten erreichen sie ihre finale Größe. In dieser Zeit kann es zu Veränderungen im Umfeld kommen, die ein Umpflanzen des Rhododendrons erfordern. Stehen jüngere Rhododendronpflanzen maximal 5 Jahre am Standort, können sie problemlos umgesetzt werden. Schwieriger ist es bei älteren und großen Sträuchern. Ihr Umzug wird bereits frühzeitig geplant und angegangen. Im Frühjahr wird der Busch mit dem Spaten umstochen und die Hauptwurzeln zertrennt. Je nach Kronengröße wird der Spaten etwa in der Hälfte bis zwei Drittel von der Basis unterhalb der Krone ausgeführt. In der Folgezeit wird der Rhododendron feucht gehalten. Er bildet am alten Standort neue Feinwurzeln an den durchtrennten Hauptwurzel. Das eigentliche Umpflanzen erfolgt im Herbst oder besser im nächsten Frühjahr.

Wenn es mit dem Umpflanzen losgeht, wird zunächst am neuen Standort ein Pflanzloch ausgehoben. Es sollte doppelt so groß und tief wie der Wurzelballen des zu verpflanzenden Rhododendrons sein. Mit einer Gabel lockert man die Sohle tiefgründig und füllt etwas Rhododendron- oder Moorbeeterde hinein. Mit einer Gießkanne schüttet man großzügig Wasser ins Pflanzloch. Anschließend wird der Rhododendron mit einem Spaten ausgehoben bzw. herausgehebelt. Hilfe durch einen zweiten Mann ist keine schlechte Idee, denn die Sträucher haben bereits einiges an Gewicht. Beim Herausziehen fasst man mit Handschuhen direkt an der Basis an. Die Handschuhe sind wichtig, denn Rhododendren zählen zu den Giftpflanzen. Der Griff an der Basis verhindert, dass Äste und Zweige zu Bruch gehen. Den herausgeholten Ballen setzt man auf eine Plane oder einen stabilen Sack und transportiert ihn vorsichtig zum neuen Pflanzplatz. Dort setzt man den Rhododendron ins vorbereitete Pflanzloch ein. Tiefer als zuvor, darf der Strauch nicht sitzen. Notfalls wird zusätzliche Erde unter den Ballen gefüllt. Zum Auffüllen verwendet man entweder nochmals das kalkfreie Spezialsubstrat oder mischt Nadelerde mit dem Erdaushub. Zum Abschluss kann man noch einen Gießrand anlegen, denn der Rhododendron wird die nächste Zeit einen größeren Wasserbedarf haben. Holzbruch lässt sich selten beim Umpflanzen vermeiden. Gebrochene Äste und Zweige werden sauber über der nächsten gesunden Blattachsel abgeschnitten.

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