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Magnolie pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Zu den wohl schönsten Ziergehölzen zählen zweifellos Magnolien (botanisch Magnolia), die als Baum oder Strauch mit herrlich großen Blüten begeistern. Als Pflanzen sind die Arten sehr vielfältig. Sie wachsen vergleichsweise zögerlich und sind unter Pflanzenkennern sehr beliebt. Wünscht man sich Magnolien im Garten, sollte der Standort die Anforderungen der Ziergehölze entsprechen, denn ein Umpflanzen wird von Magnolien nur schwer vertragen. Daher sollte der Standortsuche mehr Beachtung gewidmet werden, als man es von anderen Ziergehölzen gewohnt ist.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Magnolien zu pflanzen?
    • Magnolien pflanzt man bevorzugt im Frühjahr, denn frische Herbstpflanzungen können im Winter empfindlich reagieren.
  2. Welcher Standort eignet sich, um Magnolien zu pflanzen?
    • Magnolien freunden sich sowohl mit sonnigen als auch halbschattigen Plätzen an, insofern der Boden frisch und humos ist.
  3. Welchen Pflanzabstand und welche Pflanztiefe sollten beim Pflanzen beachtet werden?
    • Aufgrund ihrer im Alter stattlichen Größe sollte man Magnolien ausreichen Platz einräumen.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt ermitteln

Die optimale Pflanzzeit für Magnolien ist das Frühjahr. Man erhält sie im Fachhandel als getopfte Pflanze. Von März bis in den April sind die Voraussetzungen für die Pflanzung ideal, um sie im eigenen Garten einzubürgern. Herbstpflanzungen sind möglich, doch können ungünstige Witterungsverhältnisse im anschließenden Winter zu Schäden an den frisch gesetzten Pflanzen hervorrufen. Ist eine Pflanzung der Magnolien im Herbst unumgänglich, werden die jungen Gehölze mit Winterschutz bedacht.

 

Schritt 2: Welcher Standort eignet sich, um Magnolien zu pflanzen?

Zwei Punkte sind für die Magnolienkultur entscheidend: Geduld und ein geeigneter Standort. In Bezug auf die Lichtverhältnisse zeigen sich Magnolien wenig anspruchsvoll. Sowohl Sonne als auch Halbschatten ist ihnen genehm. Sie eignen sich mit ausreichend Abstand vor Hauswänden oder Mauern und fügen sich je nach Wuchshöhe in Gehölzgruppen ein. Anspruchsvoller zeigen sich die Bäume und Sträucher beim Boden. Eine mittlere Gartenerde bietet gute Voraussetzungen. Sie sollte durchlässig, dennoch gleichmäßig feucht, fruchtbar und humos, sowie kalkfrei sein. Wer leider über Extremböden verfügt, sei es leichter Sand- oder schwerer Lehmboden, kommt um Bodenverbesserungsmaßnahmen nicht herum. Bei leichten Sandböden ist eine Zumischung von Kompost oder Humus zwingend notwendig. Ohne diese Zuschläge erleiden Magnolien Wasser- und Nährstoffmangel. Ganz anders auf tonigen Lehmböden, die zur Staunässe neigen. Sie müssen mit grobem Mineral drainiert werden, ansonsten drohen Pilzkrankheiten.

Zum Einpflanzen wird ein Pflanzloch ausgehoben, das der doppelten bis dreifachen Größe des Topfballens entspricht. Je nach vorherrschender Bodenart wird der Erdaushub entweder mit abgelagertem Kompost oder Sand bzw. Kies vermischt. Vor dem Einsetzen wird der Wurzelballen vorsichtig aufgelockert, ohne dabei die Feinwurzeln zu verletzen. Sitzt die Magnolie gerade im Pflanzloch, wird es aufgefüllt und ein Gießrand um das Gehölz gezogen. Dank ihm wird das Gießwasser direkt an die oberflächennahen Wurzeln geleitet. Positiv wirkt sich das Mulchen der Baumscheibe aus. Sie reduziert die Bodenverdunstung und hält die Erde feucht. Gleichzeitig verhindert sie keimende und konkurrierende Wildkräuter. Alternativ können flachwurzelnde Bodendeckerstauden unter die Magnolie als Nachbarn gepflanzt werden. Waldsteinien (Waldsteinia), Elfenblumen (Epimedium) oder Günsel (Ajuga) schließen die Bodenoberfläche auf dekorative Art.

 

Schritt 3: Pflanzabstand und Pflanztiefe ermitteln

Beim Pflanzabstand sollte die spätere Wuchsform und -größe der Magnolie berücksichtigt werden. Sternmagnolien (Magnolia stellata) bleiben kleiner und ihnen reichen 1,5 bis 2 Meter zum Nachbarn aus. Anders bei den später üppigen Tulpen-Magnolien (Magnolia x soulangeana). Sie entwickeln sich zu meterhohen Bäumen, die am besten im Alleinstand (Solitär) wirken. Beim Einpflanzen werden sie so tief eingesetzt, dass der Topfballen mit der umgebenden Bodenoberfläche abschließt. Ein zu tiefes Einpflanzen kann zu Holzschäden an der Stammbasis führen, denen Pilzkrankheiten folgen.

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