Zurück

Hortensien richtig düngen – 3 Schritte zum Erfolg

Wenn von Blütensträuchern mit unbändiger Blühlust gesprochen wird, fallen jedem Gärtner sofort Hortensien ein. Botanisch nennt sich die Gattung Hydrangea und ist mit ihren knapp 90 Arten in Asien und Nordamerika beheimatet. Aus Gärten sind die Ziergehölze nicht mehr wegzudenken. Dank vieler Hortensienzüchter sind in den letzten Jahrzehnten bemerkenswerte Hybriden mit wundervollen Ausfärbungen und Wuchseigenschaften entstanden. Immer häufiger zieren Hortensien Balkone und Terrassen als Dauerbepflanzung im Kübel. Nach einiger Zeit sind alle Nährstoffe aus dem Substrat aufgebraucht. Die Gehölze zeigen ihren Mangel durch schwaches Wachstum und Blattverfärbungen an. Nährstoffnachschub liefert eine Düngung der Hortensien.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Hortensien zu düngen?
    • Gedüngt werden Hortensien nach Bedarf von Frühjahr bis Sommer.
  2. Welcher Dünger eignet sich?
    • Nährstoffe liefern verschiedene Dünger, wobei spezieller Hortensiendünger die beste Variante ist.
  3. Wie werden Hortensien richtig gedüngt?
    • Ausgepflanzte Hortensien im Garten sind seltener von Nährstoffmangel betroffen als Topfhortensien.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Düngen ermitteln

Hortensien lassen sich vom Frühjahr bis in den Spätsommer hinein düngen, aber nicht mit dem gleichen Dünger. Im Frühjahr verwendet man stickstoffbetone Dünger, um das Pflanzenwachstum zu fördern. Vor der Blüte setzt man phosphorbetonte Dünger ein, insofern der Boden einen Mangel aufweist. Im Spätsommer kommen kaliumbetone Dünger zum Einsatz, um das Holz zu festigen und die Winterhärte zu verbessern.

 

Schritt 2: Die Auswahl des richtigen Düngers

Wie jede andere Pflanze auch, benötigen Hortensien bestimmte Nährstoffe für ihre Entwicklung. N-P-K (Stickstoff-Phospor-Kalium) sind die Hautnährelemente pflanzlichen Wachstums. Fast jeder Dünger weist ein entsprechendes Verhältnis zwischen Nährelementen auf. Deshalb können viele Dünger als Nährstofflieferanten für Hortensien verwendet werden. Wichtig ist nur, keine stickstoffbetonten Dünger ab dem Sommer an verholzenden Gartenpflanzen einzusetzen. Sie regen das vegetative Wachstum an. Durch den Neutrieb verlieren die Pflanzen an Frosthärte. Das betrifft beispielsweise die beliebten Hornspäne, die ausschließlich Stickstoff enthalten und nur im Frühling zum Einsatz kommen.

Mit Kompost lassen sich Garten-Hortensien im Frühjahr mulchen. Das erhöht den Humusgehalt im Oberboden und bringt reichlich Nährstoffe mit. Auf sandigen Böden können zusätzlich Hornspäne eingearbeitet werden. Zum Sommer hin wird die Düngung auf stickstoffarme Dünger für Blütengehölze umgestellt.

Für die Topfkultur empfiehlt es sich, Spezialdünger für Hortensien oder Blütensträucher zu verwenden. In ihrer Zusammensetzung sind sie für diese Pflanzen optimiert und bringen alle notwendigen Nährelemente mit.

Bei blau blühenden Hortensien gibt es noch eine Besonderheit, die mit der Bodenreaktion zusammenhängt. Für die Blaufärbung der Blüten ist u.a. ein saurer pH-Wert notwendig. Steigender pH-Wert durch kalkhaltiges Gießwasser führt zum Umschlagen der Blütenfarbe ins Rosa. Das lässt sich durch die Verwendung von den angesprochenen Spezialdüngern vermeiden.

 

Schritt 3: Wie werden Hortensien richtig gedüngt?

Der Nährstoffbedarf einer Hortensie lässt sich nicht verallgemeinern. Abhängig von Sorte, Standort und Bodenbeschaffenheit variieren die jeweiligen Ansprüche. Grundsätzlich benötigen Hortensien auf armen Sandböden mehr Nährstoffe bzw. regelmäßige Düngungen als auf normalen Gartenböden. Jährlich wird Kompost um die Blütensträucher aufgetragen. Die beste Düngung bringt wenig, wenn die Feuchtigkeit fehlt. Daher ist auf eine gleichmäßig feuchte Erde zu achten. Bei normalen Gartenböden braucht es nur selten zusätzliche Nährstoffe. Bei vorherrschenden Kalkböden empfiehlt sich das Absenken des pH-Wertes durch Einmischen von Rhododendron- oder Nadelerde.

In der Topfkultur verwendet man einfacherweise speziellen Hortensiendünger. Es handelt sich meistens um Flüssigdünger mit optimierter Nährstoffzusammensetzung. Für die richtige Dosierung folgt man den Angaben des Herstellers.

nach oben