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Hibiskus richtig vermehren – 3 Schritte zum Erfolg

Der Chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis), im Volksmund oft als Hibiskus bezeichnet, ist eine wundervolle Kübel- und Zimmerpflanze. Im Sommer genießt er die frische Luft im Freien und begeistert mit seinem dunkelgrünen Laub auf Balkonen und Terrassen. Die kalte Jahreszeit verbringt der immergrüne tropische Strauch an hellen Standorten in Wohnräumen. Mit seinen großen einzigartigen Blüten zieht er gekonnt jeden Betrachter in seinen Bann. Von seiner Schönheit kann man fast nicht genug bekommen. Kein Problem für viele Gärtner, denn Hibiskus lässt sich recht einfach durch Stecklinge vermehren.

Genauso einfach lässt sich der Garten-Hibiskus (Hibiscus syriacus) vermehren, der als sommerblühender Zierstrauch in Gärten Verwendung findet.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Hibiskus zu vermehren?
    • Als Gehölz und immergrüner Strauch lässt sich Hibiskus im Frühling und Frühsommer vermehren.
  2. Wie wird Hibiskus richtig vermehrt?
    • Die Stecklingsvermehrung bietet sich beim Hibiskus an, denn seine Triebspitzen sind ausgezeichnete Kopfstecklinge.
  3. Was sollte bei der Pflege während der Vermehrung beachtet werden?
    • Die Bewurzelung von Stecklingen erfordern hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad Celsius.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Vermehrung ermitteln

Immergrüne Laubgehölze, zu denen auch der Chinesische Roseneibisch gehört, lassen sich gut per Steckling vermehren. Man erntet die Triebspitzen nach ihrer wachstumsstärksten Phase im späten Frühjahr oder Frühsommer. Die Triebe benötigen eine gewisse Festigkeit, damit sie im Vermehrungssubstrat wurzeln und nicht von Fäulnis betroffen werden.

 

Schritt 2: Die richtige Methode zur Vermehrung wählen

Mit steigendem Sonnenstand und Temperaturen setzt beim Hibiskus das Hauptwachstum ein. In dieser Zeit wachsen die Triebe am stärksten. Man kann dieses Triebwachstum an den weichen Spitzen erkennen, die sich sehr leicht biegen lassen. Diese Wachstumsphase hält bis zum späten Frühjahr an. Mit nachlassendem Wachstum festigt sich das Gewebe.

Zur Vorbereitung der Vermehrung füllt man entweder einen sauberen Topf oder ein Minigewächshaus mit Vermehrungssubstrat. Vor dem Stecken der Hibiskus-Triebe wird es gut durchfeuchtet. Mit einer desinfizierten scharfen Schere oder einem Messer kappt man die Triebspitzen des Hibiskus nach drei bis fünf Blattpaaren. Die Länge des Stecklings hängt vom jeweiligen Verholzungsgrad ab. Die unteren zwei Blattpaare werden im Anschluss entfernt und ein schräger Anschnitt zirka einen Zentimeter unter der letzten Blattachsel gesetzt. Mit einem Pikierholz oder der Messerklinge wird ein Loch ins Vermehrungssubstrat gestochen und der Hibiskus-Steckling eingesetzt. Die Erde wird seitlich angedrückt. Nach dem Einsetzen der Stecklinge wird nochmals gegossen und eine Abdeckung angebracht. Beim Minigewächshaus ist es recht einfach, denn die Abdeckung gehört dazu. Beim Topf nimmt man einen Folienbeutel, der mit Hölzern und Gummi wie eine Haube angebracht wird. Unter ihr bildet sich ein luftfeuchtes Klima, das die Bewurzelung des Hibiskus fördert.

Diese Verfahrensweise gilt ebenso für den sommergrünen Garten-Hibiskus. Seine Stecklinge schneidet man ebenso im Frühsommer und bewurzelt sie auf gleiche Weise.

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Vermehrung

Für die Vermehrung wird ein heller, nicht vollsonniger Platz mit Temperaturen um 20 bis 22 Grad Celsius empfohlen. Während der Bewurzelung des Hibiskus sind die Stecklinge regelmäßig mit Wasser zu übersprühen. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit im geschützten Raum unter der Haube. Man achtet darauf, dass das Substrat feucht, jedoch nicht nass ist. Bodennässe erzeugt Fäulnis und schädigt die jungen Wurzeln des Stecklings. Ist neues Wachstum an den gesteckten Hibiskus-Trieben erkennbar, entfernt man die Haube. Mit dem Ausbilden neuer Blätter, können die Pflanzen in Töpfe umgepflanzt und weiterkultiviert werden. 

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