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Hibiskus schneiden - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Hibiskus ist den meisten Gärtnern ein Begriff. Ob als Roseneibisch im Zimmer oder die Sträucher und Stauden im Garten, reizend sind seine großen und auffälligen Blüten. Damit die Pflanzen mit ihrer Erscheinung glänzen, werden sowohl die verholzenden als auch die staudigen Arten regelmäßig geschnitten. Die Schnittmaßnahmen unterscheiden sich teils zwischen den jeweiligen Arten.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Hibiskus zu schneiden?
    • Im Gegensatz zum Roseneibisch, der als Zimmerpflanze ganzjährig in Form geschnitten werden kann, werden die Sträucher im Garten im zeitigen Frühjahr in Form gebracht. 
  2. Ist der Schnitt vom Standort abhängig?
    • Der Standort hat im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Schnittmaßnahmen, es sei denn, die Pflanze steht zu dunkel und entwickelt hierdurch einen ungünstigen Wuchs.
  3. Welche Teile vom Hibiskus sollten geschnitten werden?
    • Einen Rückschnitt erhalten die Hibiskuspflanzen, die aus der Form wachsen und deren störende Triebe gekürzt werden.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Hibiskus schneiden ermitteln

Die Zimmerpflanze Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) ist ein wärmeliebendes Gehölz, dass man durch die Zimmerkultur ganzjährig schneiden kann. Der Hibiskus kann durch Lichtmangel an zu dunklen Standorten ein verlängertes Triebwachstum entwickeln. Mit der Zeit sieht die Pflanze lang und sparrig aus statt gedrungen und kompakt zu wirken. Man schneidet ihn bei Bedarf mit einer Gartenschwere so in Form, dass sein Spross gleichmäßig wirkt.

Im Garten wird der sommergrüne Strauch-Hibiskus (Hibiscus syriacus) im zeitigen Frühjahr, vor dem Laubaustrieb in Form geschnitten. Bei den Stauden-Eibischen, zu denen die imposanten Sumpfeibische (Hibiscus moscheutos) gehören, erfolgt der Rückschnitt erst im Herbst. Mit dem ersten Frost stirbt der oberirdische Spross ab und kann danach bodennah weggeschnitten werden.

 

Schritt 2: Ist der Schnitt vom Standort abhängig?

Schnittmaßnahmen sind nicht vom Standort abhängig. Sie ergeben sich möglicherweise jedoch durch ungünstige Standorte, da ihre Triebe vergeilen und die Pflanze außer Form wächst. Das betrifft insbesondere den Roseneibisch, der als immergrüne Zimmerpflanze mit warmer Raumluft und Lichtmangel zu kämpfen hat. Gedrungener wächst der Hibiskus an hellen oder sonnigen Standorten, wodurch diese Pflanzen seltener einen Rückschnitt benötigen.

 

Schritt 3: Welche Teile sollen vom Hibiskus geschnitten werden?

Beim Schnitt unterscheidet man zwischen immergrünen und laubabwerfenden Hibiskus-Arten. Immergrüne Hibiskus, zu denen der Roseneibisch zählt, werden nur bei Bedarf geschnitten. Man kürzt zu lang gewordene Triebe ein und sorgt so für einen buschig kompakten Wuchs. Ähnlich verhält es sich mit dem Strauch-Hibiskus im Garten. Im unbelaubten Zustand nimmt man störende oder querwachsende Äste heraus.  Zu vermeiden sind dichte verwachsene Strauchkronen, die durch Lichtmangel das Kroneninnere verkahlen lassen.

Beim großblumigen Stauden-Hibiskus werden nach dem Absterben des Sprosses nach zum ersten Frost im Herbst die oberirdischen Pflanzenteile weggeschnitten. Der Sumpf-Eibisch, wie Stauden-Hibiskus (Hibiscus moscheutos) mit seinen zahlreichen Kultivaren auch genannt wird, treibt aus dem Wurzelbereich folgenden Frühjahr aus. Einjährige Hibiskus-Arten (z.B. der Stunden-Hibiskus) benötigen keine Rückschnitte, denn sie sterben nach ihrer Samenbildung ohnehin ab.

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