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Hibiskus überwintern – 3 Schritte zum Erfolg

Der Name Hibiskus ist den meisten Gärtnern wohlbekannt. Dennoch steht er für verschiedene Arten, die unterschiedlich im Umgang mit der Frosthärte sind. Der gewöhnliche Garten-Hibiskus (Hibiscus syriacus) ist ein frostharter Strauch, der keinerlei Schutz im Winter benötigt. Einen leichten Winterschutz haben großblumigen Sumpfeibische (Hibiscus moscheutos und Hybriden) nötig, denn Kahlfröste setzen den Rhizomen stark zu. Diese Art wird auch als Riesen- oder Staudenhibiskus bezeichnet. Frostfrei zu überwintern, ist der bekannte, wie auch beliebte Chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis). Als Kübel- und Zimmerpflanze besitzt diese Hibiskus-Art einen hohen Wärmeanspruch, der sich während der kalten Jahreszeit in der Wohnung erfüllt.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Überwinterung?
    • Der Roseneibisch wird spätestens im Herbst, wenn die Temperaturen in den einstelligen Bereich fallen, ins Winterquartier geholt.
  2. Wie weit muss Hibiskus zurückgeschnitten werden?
    • Vor der Überwinterung schneidet man zu üppig gewachsene Hibiskuspflanzen zurück.
  3. Wo und wie sollte man Hibiskus überwintern?
    • Der Chinesische Roseneibisch wird an einem hellen, mäßig warmen Platz im Haus überwintert.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Überwinterung ermitteln

Mit fallenden Temperaturen im Herbst wird der Roseneibisch für die Überwinterung vorbereitet. Temperaturen unter 10° C sind kritisch. Spätestens dann sollte die wärmeliebende Pflanze aus dem tropischen Asien ins Winterquartier umziehen. Wenn man diesen Zeitpunkt verpasst und Nachtfröste die Pflanze treffen, verliert sie für gewöhnlich die Blätter. Zwar stirbt der Hibiskus nicht unmittelbar, aber er ist vorerst geschädigt. Stellt man diese Pflanze an einen wohltemperierten Standort um, treiben neue Blätter aus den schlafenden Augen im Holz. Erste Nachfröste können bereits im September auftreten. Der Wetterbericht kündigt sie an und spätestens dann zieht der Chinesische Roseneibisch an seinen Winterplatz um.

 

Schritt 2: Hibiskus vorbereiten und zurückschneiden

Wenn man den Hibiskus während des Sommers im Freiland hält, wächst er normalerweise im Kübel. Vor dem Einwintern wird der Hibiskus begutachtet und auf Schädlinge kontrolliert. Lange blattreiche Triebe werden eingekürzt, sodass eine rundliche gleichmäßige Wuchsform entsteht. Zusätzlich wird ein Blick auf den Topf und Boden geworfen. Erfahrene Gärtner topfen den Hibiskus aus, lockern den unteren Topfboden auf und ersetzen ihn durch stark durchlässiges Substrat oder Tongranulat. Während der Überwinterung sind Roseneibische nässeempfindlich und ein guter Wasserabzug ist zwingend notwendig. Fühlt sich der Oberboden schmierig an, wird auch dieser etwas weggekratzt und durch nährstoffarme Erde ersetzt.

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Überwinterung

Für die Überwinterung empfiehlt sich ein heller, mäßig warmer Platz im Treppenhaus, am Fenster oder im Wintergarten. Der Chinesische Roseneibisch ist ein immergrüner Strauch, der seine Blätter behält und auf Licht angewiesen ist.

Mehr als 15° C sind für eine Überwinterung nicht erforderlich. Ein zu warmer Standort ist eher schädlich, denn Lichtmangel und hohe Temperaturen regen ein Vergeilen der Triebe (übermäßiges Längenwachstum) an und machen die Pflanze anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Eine besondere Erde ist nicht notwendig.

Wichtiger im Zuge der Überwinterung ist, dass die Pflanze nur mäßig bis schwach gegossen wird. Starkes Gießen führt zu Fäulnis im Wurzelbereich. Bevor man wässert, wird mit dem Finger kontrolliert, ob der Boden noch feucht ist. Man hält den ganzen Winter das Substrat lediglich fingerfeucht, ohne größere Schwankungen zu verursachen. Ein starkes Hin und Her zwischen Trockenheit und Feuchtigkeit ist fast immer die Ursache für Wurzelfäule (Pythium). Auf Düngungen ist im Winter gänzlich zu verzichten. Dafür sind regelmäßige Pflanzenkontrollen ratsam. Weichhaut- und Spinnmilben nisten sich bei ungünstigen Überwinterungsbedingungen gern ein.

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