Zurück

Hibiskus richtig schneiden, pflegen und überwintern

Der Eibisch, besser bekannt als Hibiskus, erfreut mit seinen Arten sowohl den Zimmergärtner als auch den Gartenliebhaber. Die Gattung umfasst etwa 200 Arten, die in den wärmeren gemäßigten Regionen bis ins Tropische beheimatet sind. Bei den Hibisken handelt es sich um laufabwerfende oder immergrüne Sträucher oder Bäume, Stauden oder Einjährige. Viele bevorzugen die Nähe zu Feuchtgebieten, andere gedeihen an trockenen Felsstandorten.

In der Gartenkultur schätzt man die dekorativen Trichterblüten des Hibiskus, die von Frühjahr bis Herbst über einen langen Zeitraum erscheinen. Als Zimmerpflanze ist der immergrüne Chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) bekannt. Die Heimat ist nicht zweifelsfrei geklärt, vermutlich das tropische Asien. Seine großen Blüten variieren je nach Zuchtform von weiß, gelb, orange bis zu dunkel-karminrot. Sie bilden sich von Sommer bis Herbst in den Blattachseln. Markant sind die roten Staubblätter mit den gelben Staubgefäßen. Kultiviert wird der Roseneibisch als Zimmerpflanze, die den Sommer auch auf der hellen Terrasse im indirekten Licht verbringen kann. In der Naturmedizin wird der Chinesische Roseneibisch als entzündungshemmendes Mittel empfohlen, dessen Blüten sich auch für den Verzehr eignen.

Gartenbesitzern ist der Rosen- oder Straucheibisch (Hibiscus syriacus) ein Begriff, der ebenfalls als Scharonrose oder Festblume bezeichnet wird. Die sommergrünen Laubsträucher gibt es in zahlreichen Sorten, die ab dem Spätsommer in unterschiedlichsten Farben erblühen. Sie sind bis zu 6 cm im Durchmesser und oftmals durch eine dunkelfarbige Mitte gekennzeichnet. In Gärten eignen sie sich sowohl als Solitärstrauch in Einzelpflanzung oder als Gruppe mit anderen kleineren Blütengehölzen. Der Straucheibisch eignet sich zudem für größere Topf- und Gefäßbepflanzungen.

In den letzten Jahren sind besonders großblumige Züchtungen des Hibiskus populär geworden, die zum überwiegenden Teil aus dem Sumpfeibisch (Hibiscus moscheutos) hervorgegangen sind. Sie werden als Staudenhibiskus bezeichnet, werden über 1,5 m hoch und begeistern mit riesigen Blüten von bis zu 30 cm im Durchmesser. Im Hintergrund von Staudenrabatten sind sie tolle Blickfänger oder behaupten sich als dekorative Nachbarn zu größeren Gräsern, beispielsweise Chinaschilf (Miscanthus).

Blumenfreunden ist der Stundeneibisch (Hibiscus trionum) bekannt. Die einjährige Sommerblume wird einen knappen Meter hoch, blüht vom Sommer bis in den Frühherbst in cremegelben Blüten mit einer dunklen Mitte. Sie ist eine wundervolle und prächtige Ergänzung in bunten Rabatten, Wechselpflanzungen und Sommerbeeten.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Wie wird Hibiskus richtig gepflanzt?

Als Zimmerpflanze wird der immergrüne Hibiskus an einen hellen schattierten Platz gestellt. Volle Sonne schädigt sein dunkelgrünes Laub und führt zu Verbrennungen. Als Boden eignet sich hochwertige Blumen- oder Zimmerpflanzenerde mit mäßigem Nährstoffgehalt. Der Chinesische Roseneibisch ist in der Wachstumsphase reichlich zu Wässern, im Winter ist Zurückhaltung geboten. Die Wassergaben sind dem Bedarf und nicht einer festen Regelmäßigkeit anzupassen.  Mittels Fingerprobe lässt sich herausfinden, ob das Substrat ausreichend Feuchtigkeit besitzt. Häufiges Gießen kann zur Übernässung des Topfballens und damit zur Wurzelfäulnis führen.

Die Nährstoffversorgung übernimmt von Frühjahr bis Sommer monatlich ein Volldünger. Weiche Pflanzentriebe können insbesondere bei der Zimmerkultur von verschiedenen Lausarten oder der Weißen Fliege befallen werden. Wenn die Möglichkeit besteht, hilft oftmals schon ein schattiger durchlüfteter Platz im Freien. Abduschen kann grob einige Schädlinge entfernen, jedoch ist damit ein bekämpfendes Pflanzenschutzmittel nicht zu ersetzen. Die Freude am blühenden Zimmerhibiskus bleibt lange erhalten, wenn alle 2 bis 3 Jahre die Pflanze umgetopft und das Substrat aufgefrischt wird.

In der Gartenkultur ist der Rosen- und Straucheibisch populär. Als blühendes Ziergehölz wächst der Strauch in der Regel unkompliziert. An einem sonnigen bis halbschattigen Platz in normaler bis humos-fruchtbarer Erde fühlt sich der frostharte Straucheibisch wohl. Einen ähnlichen Standort wünscht der Staudenhibiskus, wobei der Boden auch etwas feuchter sein darf.

Die klassischen Pflanzzeiten im Frühjahr oder Herbst bieten sich an. Hibiskus im Topf kann auch noch im Sommer gepflanzt werden. Zum Anwachsen benötigen die Gartenpflanzen reichlich Wasser. Der Abstand hängt von der jeweiligen Wuchshöhe und den Nachbarpflanzen ab. Wird Staudenhibiskus als Gruppe gepflanzt, sind 1,5 bis 2 Meter Abstand ratsam, damit sie einzeln zu Geltung kommen. Niedrige Nachbarpflanzen oder Stauden können etwas näher herangepflanzt werden.

Wie wird Hibiskus gepflegt?

Hibiskus nimmt sowohl sonnige als auch halbschattige Standorte an, insofern der Boden nicht zu trocken und karg ist. Selbst die Nordseite des Hauses oder schattierte Lagen schränken seine Blühwilligkeit kaum ein. Die Pflege des Hibiskus im Garten beschränkt sich auf regelmäßiges Gießen und mäßige Nährstoffgaben im Frühjahr. Guter Gartenkompost verbessert den Humusgehalt der Erde, insofern er im Frühling in die Bodenoberfläche eingearbeitet wird. Hornspäne oder andere organische Dünger stellen einen gleichwertigen Ersatz zur Nährstoffversorgung dar.

 

Wie schneidet man Hibiskus richtig?

Am Hibiskus sind keine umfangreichen Schnittmaßnahmen notwendig. Bei immergrünen Arten, wie z.B. der Chinesische Roseneibisch werden nur Triebe gestutzt, die außer Form wachsen und die Symmetrie beeinträchtigen. Beim laubabwerfenden Strauchhibiskus werden lediglich schiefe oder querwachsende Triebe vor dem Austrieb zurückgeschnitten.

Bei einjährigen oder staudigen Hibiskus Arten ist kein Rückschnitt notwendig. Der Spross stirbt nach dem ersten Frost ab. Die Reste können im Herbst oder Frühjahr beim Gartenputz entfernt werden.

 

Wie wird Hibiskus richtig überwintert?

Die gartenwürdigen Arten des Hibiskus überwintern im Freien. Die großblumigen Staudenhibiskus sind gut frosthart, sollten jedoch im ersten Jahr einen dicken Winterschutz erhalten. Sie stammen in der Regel aus geschützter Kultur und müssen sich im Garten zunächst etablieren.

Nicht frosthart sind tropische Arten, wie der Chinesische Roseneibisch. Er behält sein Laub und benötigt einen hellen schattierten Platz im Winterquartier. Direkte Sonnenstrahlung ist zu vermeiden, denn sein Laub verbrennt rasch. Die Überwinterungstemperatur beträgt im Idealfall zwischen 10 und 13°C. Während des Winters ist die Wassermenge beim Gießen deutlich zu reduzieren und auf Düngergaben gänzlich zu verzichten. Regelmäßige Schädlingskontrolle verhindert eine Ausbreitung von Schädlingen.

 

Wie vermehrt man Hibiskus?

Reine Arten, beispielsweise der einjährige Stundeneibisch, werden durch Samen vermehrt. In seinem Fall bleiben die Samenstände stehen und die annuelle Pflanze vermehrt sich durch Selbstaussaat. Bei anderen Hibisken handelt es sich zumeist um Sorten bzw. Züchtungen, die nur vegetativ vermehrt werden können. Staudenhibiskus lässt sich im Frühjahr und Herbst teilen oder per Steckling im späten Frühjahr vermehren. Durch verholzte Grünstecklinge können im Frühsommer Hibiskussträucher vermehrt werden.

 

Hibiskus FAQ

Ist Hibiskus giftig?

Hibiskus zählt zu den Malvengewächsen, die in der Regel keine giftigen Inhaltsstoffe enthalten. Für den Menschen besteht somit keine Gefahr.

Wie bekämpft man Läuse am Hibiskus?

Läuse befallen Pflanzen im feucht warmen Klima, oftmals unter Glas. Sorgt man für eine bessere Belüftung, reduziert sich die Gefahr eines Läusebefalls. Als Bekämpfung kann das Abduschen der Topfpflanzen versucht werden. Hilft es nicht ausreichend, ist der Einsatz eines entsprechenden Pflanzenschutzmittels ratsam.

Wann blüht Hibiskus?

Die meisten Hibisken blühen im Garten von Sommer bis teils in den Herbst hinein. Zimmerpflanzen hingegen können früher blühen, da sie geschützt hinter Glas in Wärme gezogen werden.

Passend dazu...

Hibiskus-Hecke
Hibiskus-Hecke10 Pflanzen
24,90 €
nach oben