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Hainbuchen schneiden - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Eines der beliebtesten Heckengehölze ist die Hainbuche (Carpinus betulus), die botanisch nicht zu den Buchen (Fagus), sondern zu den Birkengewächsen (Betulaceae) gehört. Bereits seit Jahrhunderten ist das sommergrüne Laubgehölz in der Gartenkultur fest verwurzelt. Die Hain- bzw. Weißbuche ist sehr pflegeleicht, recht trockenheits- und schnittverträglich. Als Heckenpflanze findet man sie in Parks und Schlossgärten, denn sie lässt sich sehr schmal oder ausgezeichnet in Form schneiden. Sogar für Gartenneulinge sind Hainbuchen empfehlenswert, denn schlichte Formschnitte sind mit einer Heckenschere problemlos möglich.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Hainbuchen zu schneiden?
    • Je nach Wachstum sind ein oder besser zwei Schnitte pro Jahr empfehlenswert, die Mitte bis Ende Juni und im Spätsommer, alternativ zum Frühlingsbeginn durchgeführt werden. 
  2. Wie sollten Hainbuchen geschnitten werden? Welche Teile sollten geschnitten werden?
    • Alle langen oder störenden Triebe werden in Form geschnitten.
  3. Was muss beim Schnitt der verschiedenen Sorten von Hainbuchen beachtet werden? Gibt es hier Unterschiede beim Schnitt?
    • Als Heckenpflanze kommt überwiegend die gewöhnliche Hainbuche (Carpinus betulus) zur Verwendung. Besondere Formen, wie z.B. Säulen-Hainbuchen werden kaum geschnitten.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Schneiden der Hainbuche ermitteln

Für eine gepflegte Hainbuchenhecke ist der Schnittzeitpunkt ein entscheidendes Detail. Man schneidet zweimal pro Jahr. Der Hauptschnitt findet Mitte bis Ende Juni statt. Als Anhaltspunkt dient der Johannistag am 24. Juni. Als zweiter Schnitttermin empfiehlt sich entweder der Spätsommer zu Mitte August oder der Frühlingsbeginn ab Ende Februar bis Mitte März. Starke Rückschnitte, beispielsweise zur Renovierung älterer oder ungeschnittener Hainbuchenhecken, werden zu Frühlingsbeginn durchgeführt.

 

Schritt 2: Wie wird die Hainbuche richtig geschnitten?

Hainbuchen sind in jeglicher Hinsicht schnittverträglich. Viel falsch machen lässt sich beim Schnitt nicht. Selbst Rückschnitte bis ins alte Holz erholen sich recht zügig. Geschnitten wird im Normalfall nur so viel, dass die Hecke wieder ihre Form erhält. Bei älteren Hainbuchenhecken achtet man darauf, dass die Hecke leicht konisch geschnitten wird. Durch den trapezförmigen Querschnitt erhalten alle Bereiche der Hecke ausreichend Licht. Würde man die Hecke streng rechteckig und die Flanken senkrecht schneiden, käme es durch Lichtmangel zum Verkahlen des unteren Heckenbereiches.

Geschnitten werden auch junge oder frisch gepflanzte Hecken. Man lässt sie nicht auf Endhöhe wachsen, sondern schneidet sie bereits im frühen Stadium. Durch diesen Gehölzschnitt wird die Verzweigung angeregt und der Spross verdichtet sich.

Ältere oder ungeschnittene Hainbuchenhecken erhalten einen Renovierungsschnitt zur Regeneration. Dieser Rückschnitt ist stärker und wird bis ins alte Holz durchgeführt. Idealerweise verteilt man die Schnittmaßnahmen auf zwei Jahre, um den Sichtschutz zu gewähren. Hierbei werden im ersten Frühjahr alle Zweige einer Seite auf 10 bis 15 cm bis zur Wuchshöhe vom Stamm eingekürzt. Der anschließende Austrieb wird im Juni nochmals in Form gebracht. Im Folgejahr wiederholt sich das Schneiden des Vorjahres auf der Gegenseite.

Wenn die Hecken von ihrem Ausmaß überschaubar sind, sollte auf eine Hand-Heckenschere für den Heckenschnitt zurückgreifen. Sie hinterlässt, insbesondere bei großblättrigen Heckenpflanzen, saubere Schnittkanten. Gegenläufige Messerbalken von motorisierten Heckenscheren zu zerfransten Schnitten, die später eintrocknen und braun werden.

 

Schritt 3: Verschiedene Arten von Hainbuchen schneiden

In Hecken wird überwiegend die gewöhnliche Art (Carpinus betulus) verwendet, sodass es keine abweichenden Schnittmaßnahmen gibt. Anders bei Formgehölzen, die z.B. als Gartenbonsai gezogen werden oder Sorten mit säulenförmigen bzw. pyramidalen Wuchs. Bonsaiformen sind nach den Grundsätzen des Bonsaischnittes zu behandeln. Säulenförmige Hainbuchen (z.B. die Sorten 'Columnaris' oder 'Fastigiata') gewährt man ihren natürlichen Wuchs und schneidet sie nur in Ausnahmefällen. 

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