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Bambus richtig vermehren – 3 Schritte zum Erfolg

Mit einem Bambus holt man sich einen Hauch von fernöstlicher Exotik in den Garten. Obwohl ein Großteil dieser Süßgrasgewächse (Poaceae) in tropischen Regionen vorkommt, haben sich einige Arten mit dem gemäßigten Klima angefreundet. Diese Bambusarten sind gut frosthart. Verwendet werden sie als Gartenpflanze im Einzelstand, als Sichtschutz oder als wüchsige Dauerbepflanzung in Kübeln an Hauseingängen oder Terrassen. Trotz der ausgesprochenen Wuchsfreudigkeit besteht manchmal das Interesse oder gar die Notwendigkeit, Bambus selbst zu vermehren. Sei es, weil man weitere Gefäße begrünen möchte oder einen neuen Sichtschutz benötigt. Nichts leichter als das, denn die Vermehrung von Bambus ist ein Kinderspiel.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Bambus zu vermehren?
    • Die beste Zeit um Bambus zu vermehren, ist das Frühjahr mit Einsetzen des Hauptwachstums.
  2. Wie wird Bambus richtig vermehrt?
    • Bambus gehört zu den Süßgräsern und lässt sich sehr einfach durch Teilung vermehren.
  3. Was sollte bei der Pflege während der Vermehrung beachtet werden?
    • Bambus ist robust und fast unverwüstlich. Nach seiner Teilung sollte nur auf eine gleichmäßige Bodenfeuchte geachtet werden.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Vermehrung ermitteln

Dank seiner unverwüstlichen Natur, kann man Bambus eigentlich ganzjährig vermehren. Selbst wenn seine Sprosse oberirdisch abtrocknen, treibt die Pflanze aus den Rhizomen im Boden daraufhin neu aus. Wenn man jedoch die Wahl hat, verlegt man die Bambus-Vermehrung in den Frühling. Die nachfolgende Hauptwachstumsphase nutzt immergrüne Pflanze für die Erholung. Ebenso bietet sich der Spätsommer an. Einige Wochen braucht Bambus, um Fuß zu fassen und den Winter gut zu überstehen.

 

Schritt 2: Die richtige Methode zur Vermehrung wählen

Die Vermehrung von kultivierbaren Bambusarten (z.B. Fargesia, Phyllostachys oder Pleioblastus) beschränkt sich im Großen und Ganzen auf die Teilung. Eine Vermehrung durch Aussaat oder Stecklinge ist für Bambus nicht üblich. Bei der Pflanzenteilung werden Horste vom Bambus ausgegraben, vorsichtig mit einem Spaten geteilt und an einen neuen Standort eingesetzt. Sind die Horste sehr stark verwurzelt, reicht es aus, lediglich Stücken abzustechen und zu verpflanzen. Wichtig dabei ist, dass ausreichend Rhizomknospen am Wurzelstock erhalten und unverletzt bleiben. Man setzt die Pflanze, idealerweise mit Wurzelsperre, so tief ein, wie sie zuvor im Beet gestanden hat. Bei der Wurzelsperre kann es sich um ein spezielles Kunststoffmaterial oder einfacherweise um einen bodenlosen Kübel handeln. Er sollte mindestens einen halben Meter hoch sein, damit die Wurzeln nicht unter der Sperre hindurchwandern.

Dieser Nachbarschaftsschutz hat für die Kübelkultur des Bambus keine Relevanz. Die Gefäßwand beschränkt das Breitenwachstum. Sinnvoll ist es, je nach Bambusart die Pflanzen alle 5 bis 7 Jahre aus dem Gefäß zu nehmen und durch Teilung zu verjüngen. Bambus bildet mit der Zeit ein so dichtes Wurzelgeflecht, dass kaum noch Erde im Gefäß zu finden ist. Um seine Vitalität zu erhalten, wird der Bambus aus dem Gefäß herausgenommen und mit einem Spaten zerteilt. Die Arbeit kann unter Umständen sehr mühsam sein, da die Wurzelballen undurchdringlich erscheinen. Nach der Teilung werden einzelne Teilungsstücke wieder mit frischer Erde eingesetzt. Beim Teilen braucht man keine großen Bedenken zu haben, dass der Bambus kaputt gehen könnte. Sobald einige Rhizomknospen mit ausreichend Wurzelmaterial an den Teilungsstücken erhalten bleiben, treiben zuverlässig neue Halme aus. Im Notfall werden alle oberirdischen Sprosse zurückgeschnitten und man wartet den Neutrieb der Wurzeln ab.

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Vermehrung

So einfach sich Bambus vermehren lässt, so einfach gestaltet sich der Pflegeaufwand im Nachgang. Braune oder absterbende Pflanzensprosse werden bodennah zurückgeschnitten. Findet die Teilung des Bambus im Frühjahr statt, braucht man nicht lange zu warten, bis sich neue Triebe zeigen. Eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und ein leicht beschatteter Standort sind für die ersten Wochen die besten Voraussetzungen, dass sich der vermehrte Bambus erholt und wieder Fahrt aufnimmt. 

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