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Bambus richtig düngen – 3 Schritte zum Erfolg

In Gärten wird Bambus immer populärer. Die zu den Süßgräsern zählenden Gewächse vermehren sich schnell, sind robust und sehen zudem dekorativ aus. Früher machten Bambusse in strengen Wintern Probleme. Sie froren häufig aus und erholten sich nur mit Schwierigkeiten. Das hat sich in den letzten Jahren verändert. Man kann Bambus universell im Garten als Sichtschutz oder als Dauerbepflanzung in Kübeln verwenden. Im Garten breitet sich die wuchsfreudige Pflanze stark aus, wodurch der Einsatz einer Wurzelsperre sinnvoll ist. Im Kübel besteht keine Ausbruchsgefahr der ausläuferbildenden Pflanzen. Dafür sind sie auf Wasser- und Nährstoffe von außen angewiesen.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Bambus zu düngen?
    • Nährstoffe werden Bambus in der Hauptwachstumszeit im Frühling gegeben.
  2. Welcher Dünger eignet sich für Bambus?
    • Sowohl organische als auch mineralische Dünger eignen sich als Nährstoffquelle. Noch besser ist fruchtbarer Kompost, der ohnehin regelmäßig anfällt.
  3. Wie wird Bambus richtig gedüngt?
    • Man verteilt eine lockere Schicht Kompost im Frühjahr zwischen den Halmen im Bambus-Horst.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Düngen ermitteln

Der optimale Zeitpunkt für Düngungen ist das Frühjahr. Das trifft ebenfalls auf winterharte Bambusarten zu, die entweder direkt im Freiland oder im Kübel als Dauerbepflanzung kultiviert werden. In der Regel braucht ein Bambus keine Düngungen, mit Ausnahme eines Standortes auf armen Sandböden oder in der Kübelkultur.

Im Frühling ist die Hauptwachstumszeit. Nährstoffe werden durch die Pflanzen optimal verarbeitet und fördern das Wachstum. Sinnvoll sind Düngungen bei Bambussen, die durch Kahlfröste im Winter gelitten oder teils ausgefroren sind. Stickstoffbetonte Dünger regen das Wachstum und die Regeneration der Bambuspflanzen an.

 

Schritt 2: Die Auswahl des richtigen Düngers

Bambus ist eine so wuchsfreudige Pflanze, die im Freiland nicht gedüngt werden muss. Es sei denn, ihr Standort ist durch arme karge Sandböden geprägt. Wasser- und Nährstoffmangel sind zwei Faktoren, die Bambus in seiner Wuchsfreudigkeit enorm ausbremsen können. Für diese Standorte empfiehlt sich das jährliche Einarbeiten von humosem Kompost. Der große Vorteil der zersetzten Gartenabfälle ist, dass durch sie nicht nur Nährstoffe an die Pflanzen kommen, sondern auch Humus. Humus ist ein nährstoffreicher Wasserspeicher, der kurzzeitig den Boden verbessert. Über das Jahr zersetzt er sich in grobporigen Sandböden und muss im Folgejahr erneuert werden. Nährstoffe allein, wie man sie durch herkömmliche Dünger verabreicht, haben auf armen Böden nur eine beschränkte Wirkung. Ihnen fehlt die Bodenfeuchtigkeit, damit der Bambus die Nährstoffe überhaupt aufnehmen kann. Wenn Dünger verwendet werden sollen, sind organische Dünger die erste Wahl. Hornspäne liefern über mehrere Monate zuverlässig Stickstoff und fördern das Sprosswachstum. Ebenso kann selbst hergestellte Brennnesseljauche als Düngung für den Bambus verwendet werden, sowie Kaffeesatz und andere nährstoffliefernde Hausmittelchen. Bambus ist nicht sonderlich wählerisch.

Die gleichen Dünger verhelfen Bambussen im Kübel zur besseren Entwicklung. Ihre Wurzeln sind getrennt vom Erdreich und auf Wässern und Düngen angewiesen. Für Düngungen reichen ihnen 3 bis 4 Gramm Hornspäne pro Liter Erde. Bei einem 10 Liter Gefäß werden dem Bambus 30 bis 40 Gramm Hornspäne verabreicht.

 

Schritt 3: Wie wird Bambus richtig gedüngt?

Gedüngt wird Bambus im Frühjahr nur ein- oder zweimal, je nachdem welcher Dünger verwendet wird. Kompost wird locker zwischen den Sprossen verteilt. Hornspäne werden um die Pflanze ausgebracht und in den Oberboden mit einer Kralle eingearbeitet. Flüssige Dünger, z.B. Brennnesseljauche werden mit Wasser verdünnt und der Boden über der Basis überbraust. Und wenn man das Düngen vergisst, nimmt es der Bambus auch nicht krumm.

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