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Passionsblume überwintern – 3 Schritte zum Erfolg

Wohl kaum eine andere Pflanze begeistert mit exotischen Blüten wie die Passionsblume. In Mitteleuropa werden die exotischen Kletterpflanzen überwiegend im Kübel gezogen. Bis auf einzelne Arten, stammen die meisten Passionsblumen aus tropischen Regionen Südamerikas und sind bei uns nicht ausreichend frosthart. Möchte man sich längere Zeit an den exotischen Blüten erfreuen, ist eine frostfreie Überwinterung der wärmeliebenden Passionsblumen im Winterquartier unerlässlich.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Überwinterung?
    • Die mehrjährigen Arten der tropischen Passionsblumen werden spätestens vor dem ersten Frost ins Haus geholt.
  2. Wie weit müssen Passionsblumen vor der Überwinterung zurückgeschnitten werden?
    • Verholzende Passionsblumen entfernt man vor dem Einwintern lediglich abgestorbene oder kranke Pflanzenteile.
  3. Wo und wie sollte man Passionsblumen überwintern?
    • Immergrüne Passionsblumen wünschen einen hellen, mäßig warmen Standort, sommergrüne Arten vertragen auch dunkle Standorte während der Winterruhe.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Überwinterung ermitteln

Durch ihre tropische Herkunft, dürfen wärmeliebende Passionsblumen Kälte und Frost nicht ausgesetzt werden. Einzelne Arten (z.B. Passiflora caerulea, Passiflora incarnata und Passiflora lutea) arrangieren sich mit gemäßigtem Klima. Sie können mit entsprechendem Schutz den Winter im Freiland überdauern. Für die meisten Passionsblumen gilt jedoch, dass mit Fallen der Temperaturen in den einstelligen Bereich der Umzug ins Haus ansteht. Auf eine Überwinterung einjähriger Arten verzichtet man. Für ihr Fortkommen sammelt man die Samen der Passionsblumen. Diese werden bis zum Frühjahr kühl und trocken gelagert und ausgesät.

 

Schritt 2: Passionsblume vorbereiten und zurückschneiden

Bedingt frostharte Passionsblumen werden im Herbst mit einem Frostschutz bestückt. Mindestens das untere Drittel der verholzenden Arten wird mit Reisig abgehangen oder mehrfach mit Vlies umwickelt. In strengen Wintern empfiehlt sich das zusätzliche Einpacken mit einer Schilfmatte. Sie schützt vor kalten und austrocknenden Winden. Jegliche Schnittmaßnahmen werden ins Frühjahr verschoben, denn durch frische Wunden riskiert man mögliche Frostschäden am Holz.

Wärmeliebende und frostempfindliche Passionsblumen hält man üblicherweise im Kübel. Hat man sie jedoch ins Beet gepflanzt, muss der Spaten ran, die Passionsblume ausgegraben und in einen Kübel umgepflanzt werden. Bei verholzenden Arten werden lange Triebe bis maximal zum alten Holz eingekürzt und der Spross leicht in Form geschnitten. Weitere Schnittmaßnahmen hebt man sich für den kommenden Frühling auf. Bei staudigen Passionsblumen sterben in der Regel die Sprosse oberirdisch ab. Sobald sie gelb werden und umfallen, können sie bodennah zurückgeschnitten werden.

Für einjährige Passionsblumen endet der Lebenszyklus im Herbst. Ihre Sprosse schneidet man nach dem Vergilben komplett ab. Zuvor sollte man nach Samen schauen und diese ernten. Das Saatgut der Passionsblumen wird im Frühjahr ausgesät und neue Jungpflanzen angezogen.

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Überwinterung

Nach dem Anbringen des Winterschutzes beanspruchen mäßig bis bedingt frostharte Passionsblumen keine weitere Pflege. Ratsam ist das Kontrollieren des Winterschutzes nach Stürmen und stärkeren Winden. Durch Verrutschen oder Wegwehen ist der Frostschutz nicht mehr gewährleistet.

Frostempfindliche Arten werden aus dem Beet gegraben und in Gefäße eingepflanzt. Am Grund sind Abzugslöcher notwendig, um stehende Nässe im Winter auszuschließen. Eine durchlässige Erde reduziert zusätzlich die Gefahr von Staunässe. Immergrüne und verholzende Passionsblumen gibt man einen hellen Platz. Die optimalen Überwinterungstemperaturen sind von der jeweiligen Art abhängig. Robuste Passionsblumen (beispielsweise Passiflora edulis, Passiflora incarnata oder Passiflora caerulea) sind im Bereich zwischen 5 und 15° C gut aufgehoben. Tropische Arten mögen es wärmer und sind etwa bei 18° C zu überwintern. Gegossen werden sie nur mäßig oder schwach, je nachdem was die Feuchtigkeitsprobe mit dem Finger sagt. Auf Düngungen wird bis zum Frühlingsbeginn verzichtet. Das Auswintern der Passionsblumen findet ab April nach dem letzten Frost statt. Wie die meisten Kübelpflanzen, erhalten Passionsblumen zunächst auch einen sonnengeschützten Platz. Nach dem Winter ist das Laub empfindlich und kann in der Frühlingssonne verbrennen. 

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