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Palmen pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Palmen sind die Symbole für Südsee und Urlaubsflair. Hierzulande sind Palmen eher Exoten, die botanischen Gärten oder klimatisch begünstigten Regionen zurechnet. Es ist jedoch ein Irrtum, dass Palmen in unseren Regionen ungeeignet für das Freiland wären. Es kommt auf die jeweilige Art an, denn einige Palmenarten vertragen sogar 15 Grad unter null und halten mit Schutz hiesige Winter gut durch. Erwähnenswerte Vertreter sind Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei), Wagners Hanfpalme (Trachycarpus fortunei 'Wagnerianus') oder die Palmetto-Palme (Sabal palmetto). Voraussetzung für ein Gelingen ist die Pflanzung an einem geeigneten und geschützten Standort im Garten.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Palmen zu pflanzen?
    • Winterharte Palmen pflanzt man im Frühjahr, um ihnen die Eingewöhnung am Standort zu erleichtern.
  2. Welcher Standort eignet sich, um Palmen zu pflanzen?
    • Palmen lieben helle Standort, wollen aber nicht den gesamten Tag in der Sonne verbringen.
  3. Welchen Pflanzabstand und welche Pflanztiefe sollte beim Pflanzen beachtet werden?
    • Palmen pflanzt man selten in Gruppe, sondern bevorzugt als Solitär im Einzelstand.

 

Schritt 1: Welcher Zeitpunkt eignet sich, um Palmen zu pflanzen?

Die Pflanzung von winterharten Palmen wird im Frühjahr vorgenommen. Zu diesem Zeitpunkt sollten keine Fröste mehr drohen. Erfahrungsgemäß trifft das nach den Eisheiligen ab Mitte Mai zu. Früher, ab etwa Ende März, können Palmen im Topf gepflanzt oder umgepflanzt werden. Sie sind in Töpfen und Kübeln mobil und können jederzeit den Standort wechseln. Standortwechsel können sich bei drohen Spätfrosten oder zu starker Sonnenstrahlung ergeben. Durch den frühen Pflanztermin nutzen die Palmen die Zeit bis zum Winter, um Fuß zu fassen und eine gewisse Robustheit zu entwickeln.

 

Schritt 2: Welcher Standort eignet sich, um Palmen zu pflanzen?

Obwohl Palmen aus dem Süden und deutlich wärmeren Regionen stammen, ist ihnen die ganztägige Sonne zu viel. Ein geeigneter Palmenstandort ist hell, aber nicht vollsonnig. Starke Sonneneinwirkung führt dauerhaft zu Blattverbrennungen. Ideal sind Plätze mit Vor- und Nachmittagssonne. Ebenso sollte der Standort windgeschützt gelegen sein. Kalte Winde während des Winters begünstigen die Frosttrocknis, die zum Austrocknen der immergrünen Sprosse führt. Daher ist ein Winterschutz ohnehin ratsam.

Beim Boden gelten leichte oder sandige Böden als ideal. Winterharte Palmen vertragen keine humosen feuchten Böden, denn ihre langen Pfahlwurzeln können durch Nässe faulen. Eine hohe Durchlässigkeit, sowie ein pH-Wert im neutralen bis schwach sauren Bereich sind die Prämisse. Feuchte Lehmböden sind für die Palmenkultur ungünstig. Zwar kann man schwere Böden drainieren, sinnvoller ist es, zur Kübel- und Topfkultur zu umschwenken.  

Palmen sind hervorragende Kübelpflanzen. Man sieht sie oft in großen Parks und öffentlichen Gärten. Ein Gefäß kann sowohl aus Keramik, als auch Holz oder Kunststoff bestehen. Wichtig ist nur, dass es ausreichend Abzugslöcher gibt und die Topfhöhe aufgrund der Pfahlwurzelbildung nicht zu niedrig ist. Schalen oder flache Gefäße scheiden aus. Als Substrat wird stark durchlässige Pflanzerde verwendet. Sie kann zusätzlich mit Sand oder Tongranulat angereichert werden. Alternativ eignet sich spezielle Palmenerde oder Kakteensubstrat. Beide Erden besitzen eine hohe Durchlässigkeit und Mineralgehalte.

 

Schritt 3: Pflanzabstand und Pflanztiefe ermitteln

Durch ihre exotische Erscheinung werden Palmen selten in Gruppe gepflanzt. Damit sie optisch zur Geltung setzt man sie einzeln als Solitär. Im Garten können winterharte Palmen mit kleineren Bodendeckern unterpflanzt werden. Ähnlich verfährt man im Kübel mit Hängepflanzen als Unterpflanzung, die nach und nach blühend über den Topfrand hinwegwachsen.

Für die Pflanztiefe gilt zu beachten, dass fast alle Palmen eine Haupt- bzw. Pfahlwurzel ohne ausgeprägte Feinwurzeln bilden. Der Untergrund muss tiefgründig und gut durchwurzelbar sein. Hohe Töpfe oder tiefengelockerte Pflanzlöcher sind optimal. Beim Einpflanzen darf die Palme keineswegs zu tief gepflanzt werden. Die Folge wäre Fäulnis an der Sprossbasis und Absterben der gesamten Pflanze.

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