Zurück

Olivenbaum richtig umtopfen – 3 Schritte zum Erfolg

Man kennt die Oliven als mediterrane Delikatessen auf dem Teller oder als frostempfindliche Kübelpflanzen. Lediglich in milden Weinbauregionen hat man die Chance, den Olivenbaum im Freiland anzuziehen. Die Kübelkultur bietet Vor- und Nachteile. Einerseits ist die Olive flexibel und man kann jederzeit ihren Standort wechseln. Andererseits ist sie getrennt vom gewachsenen Boden und beansprucht mehr Pflege. Gießen und Düngen sind selbstverständlich und mit leichter Hand zu verrichten. Aufwändiger wird es, der Pflanze neues Substrat zu geben. Erden verändern sich durch Zersetzungsprozesse im Laufe der Zeit und verändern ihre Eigenschaften. Aus diesem Grunde sind Oliven im Kübel nach 3 bis 5 Jahren umzutopfen.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Olivenbäume umzutopfen?
    • Nach dem Auswintern und mit beginnendem Wachstum ist ein günstiger Zeitpunkt zum Umtopfen der Olive.
  2. Die Auswahl des richtigen Topfes und die Wahl des richtigen Standorts
    • Oliven wirken durch ihr mediterranes Flair am besten im Terrakottakübel an sonnigen Standorten.
  3. Wie werden Olivenbäume richtig umgetopft?
    • Das Umtopfen verbindet man idealerweise mit den jährlichen Pflegemaßnahmen im Frühjahr.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Umtopfen ermitteln

Pflanzarbeiten, dazu gehört auch das Umtopfen von Oliven, bieten sich im Frühjahr zur Auswinterung an. Wenn ab Ende März oder im April die Temperaturen sehr mild sind, können Olivenbäume aus dem Winterquartier ins Freie umziehen. Zuvor erhalten unförmige Kronen einen Formschnitt. Steht die Olive bereits seit mehreren Jahren im gleichen Substrat, wird es ausgetauscht. Das Umtopfen verbessert das Porenverhältnis im Boden, sodass die Kübelpflanze besser mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird.

Alternativ lassen sich Oliven noch im Herbst vor dem Einwintern umtopfen. Dann ist darauf zu achten, dass im Substrat keinerlei Nährstoffe sind. Ansonsten treibt die Olive in der Winterruhe an und wird Probleme mit Krankheiten und Schädlingen bekommen.

 

Schritt 2: Die Auswahl des richtigen Kübels und des richtigen Standorts

Oliven sind Klassiker und Standard der mediterranen Flora. Allein ihr Anblick macht bereits Lust auf den Süden. Es ist naheliegend, dass Oliven im hochwertigen Ton- oder Terrakottagefäß am besten wirken. Der Vorteil der Keramik ist eine Art Atmungsfähigkeit, wodurch seltener Staunässe auftritt. Nachteilig sind das beachtliche Gewicht und die Bruchanfälligkeit. Kunststoffgefäße sind leichter und oftmals langlebiger. Die Topfgröße bestimmt der Wurzelballen. Das neue Gefäß sollte ein wenig größer als der alte Topf sein. Die wenigen Zentimeter mehr an Volumen reichen bereits, damit die Olive neue frische Wurzeln bilden kann.

Nach den Umpflanzarbeiten stellt man die aufbereitete Olive für zwei bis drei Wochen an einen halbschattigen oder absonnigen Platz. An dieser Stelle generiert sich die Pflanze besser und kann nach dieser Zeit an ihren vollsonnigen Lieblingsplatz umziehen.

 

Schritt 3: Wie wird der Olivenbaum richtig umgetopft?

Zum Umtopfen der Olive lässt man einige Tage das Substrat abtrocknen. Einerseits löst sich trockene Erde besser von den Wurzeln und das Gewicht beim Herausnehmen ist geringer. Vorsichtig hebt man die Olive an der Stammbasis an und klopft den Topf vom Ballen. Anschließend schüttelt man die alte Erde ab, ohne die Wurzeln grob zu beschädigen. Als neues Substrat verwendet man Kübelpflanzenerde mit Mineralbestandteilen. Oliven mögen mineralische Böden mit gutem Wasserabzug. Notfalls empfiehlt es sich, dem neuen Substrat Sand oder Tongranulat beizufügen. Am Grund des Topfes werden über die Abzugslöcher Tonscherben oder Tongranulat als Drainageschicht eingefüllt. Es folgt etwas Erde und danach setzt man die Olive ins neue Gefäß ein. Gebrauchte Gefäße sind vor der Verwendung mit heißem Wasser und Essigreiniger zu desinfizieren. Nach dem Einsetzen füllt man alle Zwischenräume mit Erde auf, drückt sie fest und gießt an. Findet das Umtopfen der Olive im Frühjahr statt, können einige Hornspäne in die Erde eingemischt werden. Sie regen das Wachstum und die Regeneration der mediterranen Pflanze an. Zum Schluss wässert man die umgetopfte Olive und stellt sie für kurze Zeit an einen leicht beschatteten Standort. Neue Blätter zeigen, dass die Olive Fuß fasst und an ihren vollsonnigen Platz umziehen möchte.

nach oben