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Geranien richtig vermehren – 3 Schritte zum Erfolg

Der Klassiker der Balkonbepflanzung – Jedes Jahr aufs Neue sind es die allseits bekannten Geranien. Richtigerweise nennt man die blühfreudigen Südafrikaner Pelargonien, abgeleitet vom wissenschaftlichen Namen Pelargonium. Die Pflanzengattung ist sehr vielfältig. Größtenteils schätzt man ihre enorme Blühfreude, die den ganzen Sommer bis fast zum ersten Frost anhält. Spektakuläre und intensive Farben zeichnen Geranien aus. Zunehmend in den Blickpunkt rücken Geranien mit besonderen Blattfärbungen (Blattschmuckgeranien) oder einem intensiven Duft (Duftgeranien). Für fast jeden Geschmack und Verwendung findet sich eine passende Geranie. Man kann über Jahre an ihr Freude haben, denn sie lässt sich ohne große Mühe überwintern. Zur Sicherheit sollte man sie vermehren, denn junge Pflanzen überstehen die Überwinterung meist besser.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Geranien zu vermehren?
    • Geranien sind Halbgehölze und lassen sich im späten Frühjahr oder Frühsommer vegetativ vermehren.
  2. Wie werden Geranien richtig vermehrt?
    • Bei Geranien handelt es sich überwiegend um Hybriden und Sorten, die durch Stecklinge vermehrt werden.
  3. Was sollte bei der Pflege während der Vermehrung beachtet werden?
    • Gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und gestaute Luft sorgen für eine rasche Wurzelbildung bei Geranien-Stecklingen.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Vermehrung ermitteln

Geranien sind typische Halbgehölze, deren Basis und Mitte verholzt und die Triebspitzen krautig bleiben. Wie die meisten Halbgehölze lassen sich Stecklinge schneiden, sobald sich die Triebe etwas gefestigt haben. Als optimale Zeitpunkte für die Geranien-Vermehrung haben sich der Früh- und der Spätsommer erwiesen. Davor sind die Triebe sehr weich und faulen während der Bewurzelung im feuchten Vermehrungssubstrat.

 

Schritt 2: Wie werden Geranien durch Stecklinge vermehrt?

Nahezu jede Geranie lässt sich durch Stecklinge vermehren. Das Schöne dabei ist, dass die vermehrten Geranien 1:1 den Merkmalen der Mutterpflanze entsprechen und vollkommen identisch sind. Nachdem die Triebe ausgereift und sich etwas fester anfühlen, können sie mit einer scharfen Schere oder einem Messer geschnitten werden. Das Werkzeug wird zuvor desinfiziert, um möglichst keimfrei zu sein. Jeder Steckling besteht aus bis zu 5 Blattachseln. Die unteren zwei bis drei Geranienblätter werden durch Herausbrechen oder Abschneiden entfernt. Unter der letzten Blattachsel wird ein schräger Anschnitt gesetzt. Danach steckt man die Geranien-Stecklinge ins feuchte Vermehrungssubstrat eines Topfes oder besser eines Mini-Gewächshauses.

Nach dem Stecken übersprüht man die Geranien-Stecklinge mit Wasser. Ein Minigewächshaus wird mit seinem Deckel abgedeckt und ein Topf mit einer Folienhaube überzogen. Die Vermehrungsgefäße erhalten einen hellen, ca. 20 bis 22 Grad Celsius warmen Platz. Es bildet sich ein luftfeuchtes Mikroklima, bei dem die Stecklinge optimal bewurzeln. Bereits nach einigen Tagen ist ein Neutrieb erkennbar, der auf den Erfolg der Bewurzelung hindeutet.

Wenn die Geranien-Triebe etwas stärker verholzt sind, können sie unter Umständen auch im Wasserglas wurzeln. Weiches Pflanzengewebe eignet sich nicht für die Vermehrung, denn es fault im Wasser.

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Vermehrung

Während der Bewurzelungszeit besprüht man regelmäßig die Stecklinge mit Wasser. Auf das Gießen kann verzichtet werden, wenn das Substrat vor dem Stecken gut durchfeuchtet wurde. Starke Nässe im Boden führt zur Fäulnis an den Geranien. Sprühen reicht normalerweise vollkommen aus.

Mit Einsetzen des Triebwachstums und dem Bilden von neuen Blättern hat die Bewurzelung funktioniert. Spürt man einen leichten Widerstand, wenn man vorsichtig am Steckling zieht, sind die neuen Wurzeln dafür verantwortlich. Man entfernt die Abdeckung und kann die Stecklinge nach zwei bis vier Wochen vereinzeln. Man entnimmt sie vorsichtig aus dem Substrat, ohne ihre Wurzeln zu verletzen. Die Jungpflanzen setzt man einzeln in Töpfe um und kultiviert sie weiter. 

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