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Geranien überwintern – 4 Schritte zum Erfolg

Sie gelten als die Klassiker unter den Balkonpflanzen: Geranien, oder besser Pelargonien. Die überwiegend aus dem südlichen Afrika stammenden Halbsträucher zieren hierzulande fast jeden Balkonkasten und begeistern mit unermüdlicher Blühfreude. Kein Wunder also, dass sie unter den Balkongärtnern sehr geschätzt werden und keine Mühe gescheut wird, sie auch über den Winter ins nächste Jahr mitzunehmen. Geranien sind wärmeliebende Pflanzen, die unsere Winter im Freiland nicht überstehen würden. Deshalb überwintert man sie frostfrei im Haus.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Überwinterung?
    • Sobald die Nachttemperaturen im Herbst in Richtung Gefrierpunkt absinken, ist höchste Eile für den Umzug ins Winterquartier geboten.
  2. Wie weit müssen die Geranien zurückgeschnitten werden?
    • Geranien schneidet man vor der Überwinterung zurück, damit sie weniger Blattmasse und keine möglichen Schadinsekten ins Winterquartier nehmen.
  3. Wo sollte man sie überwintern?
    • Als Überwinterungsquartier eignet sich jeder helle kühle Platz im Haus, beispielsweise Fenster im Keller oder Treppenhaus.
  4. Wann können sie wieder raus?
    • Zum Frühjahr ziehen die Pelargonien spätestens dann um, wenn kaum noch Fröste zu befürchten sind.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Überwinterung ermitteln

Den richtigen Zeitpunkt für eine Überwinterung zu finden, ist nicht sonderlich schwer. Spätestens wenn der Wetterbericht erste Nachfröste ankündigt, werden die Geranien hereingeholt. Übervorsichtig sollte man jedoch nicht sein, denn ein zu frühes Einwintern kann einige Probleme, z.B. späteren Schädlingsbefall oder vorzeitigen Austrieb, fördern. Selbst leichte Fröste überstehen Geranien unbeschadet, sodass man in geschützten Lagen blühende Kästen an Häusern noch in der Weihnachtszeit entdecken kann.

 

Schritt 2: Geranien vorbereiten und zurückschneiden

Vor dem Einwintern ist es ratsam, die Geranien für die kalte Jahreszeit und die Überwinterung vorzubereiten. Dazu gehört ein Rückschnitt. Geranien sind immergrüne Halbsträucher, die im Winter ihr Laub behalten. Die krautigen Sprosse werden bis zum alten Holz zurückgeschnitten. Gleichzeitig werden alle braunen oder abgestorbenen Pflanzenteile entfernt. Die geschnittene Krone sollte einigermaßen eine Form bilden, damit die Geranienpflanze Frühjahr gleichmäßig austreibt und attraktiv aussieht. Viel Grün muss nicht an der Pflanze verbleiben, denn Blätter benötigen auch mehr Licht. Zudem sind die weicheren Blätter immer eine Einladung für Krankheiten und Schädlinge.

Standen die Geranien die ganze Saison einzeln im Topf, zieht der Topf ins Winterquartier. Bei Kästen ist die Frage, welche weiteren Pflanzen vorhanden sind? Nicht jede saisonale Balkonpflanze übersteht eine Überwinterung. Kurzlebige Nachbarn werden entweder aus dem Kasten entfernt oder die Geranien werden in einzelne Töpfe mit nährstoffarmer Erde umgepflanzt.

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Überwinterung

Ob die Geranien im Topf oder Kasten überwintert werden, ist grundsätzlich unrelevant. Wichtiger ist ein passender Standort. Ratsam ist ein heller kühler Platz im Haus. Wärmer als 10° C sollte er nicht sein, denn ansonsten treiben die Pflanzen im Winter vorzeitig an. Erfahrungsgemäß eignen sich Garagen- und Kellerfenster, Wintergärten, Treppenhäuser, aber auch das Fensterbrett im Schlafzimmer. In wärmeren Weinbauregionen und milden Wintern ist es sogar möglich, dass Pelargonien mit einer Abdeckung aus Vlies, Jutesäcken oder Tüten im Freiland überwintern können. Das ist jedoch nur in Ausnahmefällen bislang möglich. Während lichtarmen Winterzeit wird nicht gedüngt und Wasser nur bei Bedarf verabreicht. Das Substrat wird lediglich fingerfeucht gehalten.

 

Schritt 4: Einpflanzen und Schnitt nach der Überwinterung

Mit der zunehmenden Frühlingssonne regen sich die Geranien im Winterquartier. Es erfolgt ein früher Austrieb, der von einem Schädlingsbefall betroffen sein kann. Die überwinterten Geranien sollten möglichst frühzeitig an die frische Luft gewöhnt werden. Jedoch immer den Wetterbericht im Blick, dass bei Spätfrösten die Pelargonien zurück ins Haus geholt werden. Zunächst werden die Geranienpflanzen an einen halbschattigen Platz gestellt, damit sie sich langsam an das Sonnenlicht gewöhnen können. Empfehlenswert ist das Umtopfen im Frühjahr, denn die meisten Pflanzerden haben nach einem Jahr ihre ursprüngliche Struktur verloren. Durch einen Lichtmangel werden stark geschossene Triebe mit einer Gartenschere eingekürzt. Ab März kann langsam mit regelmäßigen Düngungen begonnen werden. Balkonpflanzen- oder spezieller Geraniendünger bietet alles für eine Blütenpracht im Sommer.

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