Zurück

Engelstrompeten überwintern – 3 Schritte zum Erfolg

Während des Sommers begegnet man in vielen Gärten oder auf Terrassen großen Trompetenblüten. Sie gehören zu den Engelstrompeten, botanisch Brugmansia und eng verwandt mit den Stechäpfeln (Datura). Die prächtigen Zierpflanzen stammen aus dem subtropischen und tropischen Amerika. Bei uns sind Engelstrompeten nicht frosthart. Sie werden als Kübelpflanzen gezogen und frostfrei überwintert. Ihre Kultur ist weniger schwierig, wie man zunächst vermuten mag.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Überwinterung?
    • Nähern sich die Temperaturen im Herbst dem Gefrierpunkt, wird es Zeit, Engelstrompeten ins Winterquartier zu bringen.
  2. Wie weit müssen Engelstrompeten zurückgeschnitten werden?
    • Ausgepflanzte Engelstrompeten werden ausgegraben, zurückgeschnitten und in Töpfe umgepflanzt.
  3. Wo und wie sollte man Engelstrompeten überwintern?
    • Die strauchigen Kübelpflanzen können sowohl dunkel als auch hell überwintert werden.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Überwinterung ermitteln

Zur Überwinterung von Engelstrompeten gibt es kein festgelegtes Datum. Bestimmt wird der Umzug ins Winterquartier von den jeweiligen Nachttemperaturen. Spätestens mit der ersten Frostgefahr beginnen die Vorbereitungen zur Überwinterung. Geschützte Standorte am Haus sind meist weniger stark von ersten Frösten gefährdet als exponierte Lagen im Garten. Deshalb kümmert man sich zunächst um freistehende und ausgepflanzte Exemplare. Einfacher sind Engelstrompeten im Kübel umzuziehen, der sich rasch ins Haus tragen lässt.

 

Schritt 2: Engelstrompeten vorbereiten und zurückschneiden

Viele Gärtner pflanzen ihre Engelstrompeten jährlich im Frühling in den Garten aus. Im gewachsenen Boden entwickeln sich die Sträucher zu riesigen Blütenbüschen. Nachteilig am Auspflanzen ist die Tatsache, dass sie im Herbst wieder ausgegraben und in Töpfe umgepflanzt werden müssen. Sind die ersten Fröste angekündigt, sticht man mit dem Spaten um die Pflanzen und erzeugt einen Wurzelballen. Er sollte nicht viel größer als das Überwinterungsgefäß sein. Vorsichtig hebt man die Pflanzen aus der Erde in den Topf um. Stattliche Exemplare werden um ein Drittel, zuweilen bis zur Hälfte zurückgeschnitten. Bei allen Arbeiten sind Handschuhe zu tragen, denn Engelstrompeten sind stark giftige Pflanzen. Andernfalls kann über die Haut Pflanzensaft aufgenommen werden, wodurch Vergiftungserscheinungen drohen. Entfernt werden zudem alle Blüten. Sie verströmen einen betörenden Duft, der in geschlossenen Räumen erdrückend wirkt. Bei diesen Vorbereitungsarbeiten schaut man zugleich nach Krankheiten oder Schädlingen. Wird ein Befall festgestellt, muss vor der Überwinterung behandelt werden. Ohne Pflanzenschutz ziehen die Schädlinge mit ins Winterquartier.

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Überwinterung

Die Überwinterung erfolgt entweder im hellen oder dunklen Winterquartier. Verbringen die Engelstrompeten die kalte Jahreszeit im hellen Treppenhaus oder Wintergarten, sind Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad Celsius empfehlenswert. Fehlt eine helle Überwinterungsmöglichkeit, stellt man die Sträucher in einen kühlen dunklen Raum. Die Pflanze wird daraufhin alle Blätter abwerfen. Temperaturen jenseits der 5-Grad-Marke sind für eine dunkle Überwinterung nicht empfehlenswert. Frisches Triebwachstum ohne Licht führt zu Pflanzenschäden.

Gewässert werden die ruhenden Pflanzen kaum. Insofern sie ihre Blätter behalten, verdunsten sie auch Wasser. Regelmäßig schaut man nach, ob das Substrat noch leicht feucht ist. Vermeiden sollte man beim Wässern auf starke Wassergaben. Es ist sinnvoller einmal mehr in schwächerer Dosierung zu wässern als selten und viel. Engelstrompeten gelten als hungrig und nährstoffliebend. Im Winter verzichtet man jedoch auf Düngergaben und beginnt erst ab März mit der ersten Nährstoffversorgung.

Das Auswintern kann je nach Region und Witterungslage ab April erfolgen. Bei Spätfrösten kommen sie nochmal kurz ins Winterquartier oder erhalten einen Schutz.

Passend dazu...

nach oben