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Begonien überwintern – 3 Schritte zum Erfolg

Für üppige Blühfreude sind Begonien (botanisch Begonia) bekannt. Die artenreiche Gattung der Schiefblätter, so die korrekte deutsche Bezeichnung, umfasst mehr als 900 Arten und eine kaum überschaubare Anzahl an Hybriden und Kreuzungen. Die meisten Arten sind in tropischen Wäldern rund um den gesamten Globus verbreitet. Bis auf einzelne Ausnahmen sind Begonien bei uns nicht frosthart und müssen den Winter im frostfreien Quartier verbringen. Bei ihrer Kultur verhalten sich Begonien mitunter anspruchsvoll und nachtragend. Ein grüner Gärtnerdaumen bietet dabei die beste Voraussetzung, die aparten Blütenpflanzen durch das Jahr zu begleiten. 

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Überwinterung?
    • Frostempfindliche Begonien werden im Herbst vor den ersten Nachfrösten ins Haus geholt.
  2. Wie weit müssen Begonien zurückgeschnitten werden?
    • Begonien überwintern im Wurzelstock oder in ihren Knollen, sodass der absterbende Spross im Herbst komplett abgeschnitten wird.
  3. Wo und wie sollte man Begonien überwintern?
    • Die ruhenden Knollen werden entweder trocken im Substrat oder ausgegraben in Beuteln kühl gelagert.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Überwinterung ermitteln

Sobald der Wetterbericht die ersten Fröste ankündigt, ist der Zeitpunkt für die Überwinterung der Knollenbegonien (Begonia x tuberosa inklusive Hybriden) gekommen. Kurz vor der Ruhephase erreicht die Begonie ihr maximales Wachstum. Mit fallenden Temperaturen zieht sich die wärmeliebende Pflanze in die Wurzelorgane zurück und die oberirdischen Pflanzenteile sterben ab. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden Begonien eingewintert.

 

Schritt 2: Begonien vorbereiten und zurückschneiden

Begonien gehören zum Standardrepertoire der Beet- und Balkonbepflanzung. Ihre prachtvollen Blüten schmücken fast ganzjährig Blumenkästen, Kübelbepflanzungen oder Beete abseits der vollen Sonne. Befinden sich die Begonien in gemischten Kästen oder Beetpflanzungen, müssen sie vor der Überwinterung ausgegraben werden. Man wartet solange, bis der Spross durch die erste Frosteinwirkung abstirbt. Vor dem Ausgraben schneidet man die Pflanzenteile direkt über dem Boden weg. Mit dem Spaten oder der Pflanzschaufel gräbt man die Knollen aus der Erde. Man lässt sie abtrocknen und säubert sie von Erdpartikeln. Die Knollen sind trocken während des Winters zu lagern. Damit sie jedoch nicht vollständig austrocknen, werden sie in Folienbeutel gefüllt oder ähnlich wie Dahlien in Sandkisten eingeschlagen.

Weniger Arbeit hat man mit einzelnen Begonientöpfen. Auch ihre Sprosse schneidet man nach dem Absterben direkt über dem Boden weg. Die Töpfe lässt man abtrocknen, entfernt alle organischen Pflanzenreste und schafft sie ins Winterquartier.

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Überwinterung

Ausgegrabene Begonienknollen werden zwischen 5 und 10 Grad Celsius gelagert. Zuvor reinigt man sie nach dem Ausgraben und säubert sie von allen alten Pflanzenresten. Licht benötigen die Wurzelorgane während ihrer Ruhephase nicht. Als Winterquartier eignen sich kühle Keller, Garagen, die Werkstatt oder vergleichbare Räumlichkeiten. Damit es nicht zum Schimmelbefall kommt, sollte keine zu große Luftfeuchtigkeit vorhanden sein. Schutz vor dem Austrocknen bietet entweder der Einschlag in eine Sandkiste oder ein Folienbeutel. Aus Pflanzenschutzsicht empfiehlt es sich, die Knollen regelmäßig auf möglichen Schimmelbefall zu kontrollieren.  

Gleiches gilt für Begonien, sie im Topf überwintert werden. Das Substrat wird während der Überwinterung weder gegossen noch gedüngt. Erst mit dem Auswintern im März oder April frischt man die Erde auf bzw. ersetzt den Oberboden. Zu diesem Zeitpunkt werden ebenfalls lagernde Knollen in die Töpfe und Kästen gepflanzt. Ins Freie dürfen Begonien erst dann, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Solange belässt man sie noch im geschützten Wintergarten oder auf der hellen Fensterbank. 

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