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Weinreben schneiden - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Was gibt es Reizvolleres, als das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden? Weinreben gehören zu den Nutzpflanzen, die zudem eine hohe Attraktivität besitzen. Man begrünt mit dem kletternden Beerenobst Spaliere, Pergolen, Sichtschutzwände oder ganze Hauswände. Ab dem Spätsommer trägt der Wein seine schmackhaften und gesunden Reben. Neben einen guten Standort sind Schnittmaßnahmen eine weitere Voraussetzung für eine gute Ernte und hohe Erträge. Im professionellen Weinbau sind mehrere Schnittverfahren bekannt, die in Privatgärten kaum eine Rolle spielen. Zuhause werden Weinreben überwiegend am Spalier an der Hauswand kultiviert. Auch hier ist der Schnitt notwendig, damit die Weinernte üppig ausfällt.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Weinreben zu schneiden?
    • Im Winterschnitt werden entweder im Herbst oder Spätwinter abgetragene Ruten, im Sommer Fruchttriebe gekürzt.
  2. Wie sollten Weinreben geschnitten werden? Welche Teile sollten geschnitten werden?
    • Bei den Schnittmaßnahmen im Herbst oder Spätwinter werden abgetragene Ruten auf zwei Augen zurückgeschnitten.
  3. Was muss beim Schnitt der verschiedenen Sorten von Weinreben beachtet werden? Gibt es hier Unterschiede beim Schnitt?
    • Insbesondere im professionellen Weinbau gibt es mehrere Schnittverfahren, die durchaus von den jeweiligen Rebsorten abhängig sind.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Schneiden von Weinreben ermitteln

Beim Weinanbau gibt es im Groben zwei Schnittzeitpunkte, die sich auf die Ruhezeit im Winter und im Sommer konzentrieren. Zum Herbstende oder im Spätwinter werden an frostfreien Tagen die abgetragenen Ruten gekürzt. Während des Sommers entfernt man all die überschüssigen Triebe und Blätter, die Schatten auf die Trauben werfen.

 

Schritt 2: Wie werden Weinreben richtig geschnitten?

Im Gegensatz zu den meisten Beerensträuchern trägt Wein am diesjährigen Holz. Weinreben wachsen sehr schnell und bilden lange Ruten. Gebräuchlich ist im Hausgarten die Kultur am Spalier, beispielsweise an der Hausfassade. Hierzu werden ein bis drei kräftige Leittriebe nach links und rechts gezogen. Man fixiert sie möglichst waagerecht und kürzt alle Seitenzweige. Bis zum Sommer entstehen ausreichend neue Fruchttriebe. Bei dichtem Bewuchs werden störende Zweige im Sommer herausgeschnitten.

Im folgenden Herbst oder Spätwinter werden an frostfreien Tagen die abgetragenen Ruten auf ein oder zwei Knospen zurückgeschnitten. Diese Schnitttechnik wird als Rutenschnitt bezeichnet. Aus den verbliebenen Augen des Weinstockes entwickeln sich im nächsten Jahr neue Fruchttriebe. An den Knoten der Haupttriebe bilden sich ebenfalls zahlreiche neue Triebe. Bis auf wenige kräftige werden alle anderen nach der Ernte entfernt, solange sie noch unverholzt sind. Dieser Schnitt am Knoten wird als Zapfenschnitt bezeichnet.

Bei der Schnittführung gilt zu beachten, dass sich kein Wasser auf der Schnittfläche sammeln darf. Bei senkrechten Trieben wird im zirka 30 Grad Winkel, bei horizontal wachsenden Trieben senkrecht geschnitten. Der Schnitt wird nahe nach einer Knospe ausgeführt.

Der sommerliche Schnitt beschränkt sich auf das Pinzieren bzw. Entspitzen von weichen und schattierenden Triebspitzen. Man kann sie einfach mit den Fingern wegkneifen. Zusätzlich werden überschüssige Weinbeeren entfernt, wenn großfrüchtige Tafeltrauben das Ziel sind. Man dünnt mit einer scharfen Schere etwa ein Drittel bis ein Viertel der kleinen Früchte aus der Traube aus. Während der Reife im Herbst, sind alle schattierenden Blätter und Triebe zu entfernen. 

 

Schritt 3: Verschiedene Arten von Weinreben schneiden

Die Rebsorten unterscheiden sich vom Wachstum, ihrer Entwicklung und ihrem Ertragsverhalten. Davon abhängig gibt es verschiedene Schnittarten, die im Erwerbs-Weinbau bedeutender als im Hausgarten sind. Hierzu zählen beispielsweise Ruten-, Zapfen- und Bogenschnitt nach Anbausystemen, wie Guyot oder Trauben-Kordon. Die Anbausysteme sind auf bestimmte Ertragsziele ausgerichtet und optimiert. In Hausgärten sind sie selten anzutreffen.

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