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Weinreben pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

In Zeiten des Klimawandels wird das Leben für viele Pflanzen schwieriger. Es gibt aber auch die Ausnahmen, denen mehr Sonnetage und steigende Temperaturen zusagen. Dazu gehören Weinreben, deren Anbau immer ertragreicher zu werden scheint. Am geeigneten Standort ist die Kultur von Wein unproblematisch. Weinreben können durch ihren kletternden Wuchs geschickt in die Gartengestaltung eingebunden werden, denn mit dem köstlichen Tafelobst lassen sich Sitzecken, Trennwände oder Spaliere wirkungsvoll begrünen.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Weinreben zu pflanzen?
    • Die Frühlingsmonate bis zum Sommer haben sich als optimalen Zeitraum bewiesen, Weinreben im Garten anzupflanzen.
  2. Welcher Standort eignet sich, um Weinreben zu pflanzen?
    • Wein ist jeher ein Sonnenliebhaber und gedeiht an sonnig warmen Plätzen im Garten.
  3. Welchen Pflanzabstand und welche Pflanztiefe sollten beim Pflanzen beachtet werden?
    • Weinreben wachsen sehr üppig und begrünen Spaliere über mehrere Meter, sodass ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen bestehen sollte.

 

Schritt 1: Welcher Zeitpunkt eignet sich, um Weinreben zu pflanzen?

Weinreben gehören zu jenen Pflanzen, die Sonne und Wärme lieben. In Weinanbaugebieten wachsen sie an warmen Südhängen und nur an solchen Lagen, ist mit ausreichend Ertrag zu rechnen. Der vergleichsweise hohe Wärmeanspruch setzt eine Pflanzung in den Frühjahrsmonaten voraus. Die restliche Zeit des Jahres benötigt der Wein, um sich am Standort zu etablieren. In milden Regionen sind auch Pflanzungen im Herbst möglich, wenn vorsorglich für einen leichten Winterschutz gesorgt wird. 

 

Schritt 2: Welcher Standort eignet sich, um Weinreben zu pflanzen?

Ein geeigneter Standort ist der erste Schritt zum Kulturerfolg von Weinreben. Die Kletterpflanzen sind in milden warmen Klimaten anzutreffen. Bei uns findet man sie in Weinbauregionen, die von überdurchschnittlich warmen Sonnentagen und milden Wintern gezeichnet sind. Ein solcher Standort lässt sich auch im eigenen Garten finden. Meistens handelt es sich um Südlagen, beispielsweise an Mauern, Hauswänden oder sonstigen Spalieren. Weinreben lassen sich hervorragend als Schattenspender einsetzen, indem man sie zum Überwachsen von Sitzecken, Carports, Pergolen oder Pavillons nutzt. Bei der Standortwahl sollte darauf geachtet werden, dass man dem Wein eine Möglichkeit zum Klettern einräumt und die Stelle vor kalten Winterwinden geschützt liegt.

Beim Boden sind zwei Faktoren von besonderer Wichtigkeit: Durchlässigkeit und Tiefgründigkeit. Nasse schwere Böden sind für Weinreben ungeeignet. Sie sind oftmals die Ursache für kümmerlichen Wuchs und vermehrt auftretenden Pilzerkrankungen. Ebenso ist vom Wein eine Tiefgründigkeit gewünscht. Seine Wurzeln dringen viele Meter tief in den Boden ein und dürfen durch keine Gesteinsschicht oder Barriere behindert werden.

Ist ein solcher Standort im Garten gefunden, erfolgt das Einpflanzen der Weinreben. Man gräbt mit etwas Abstand zum Klettergerüst ein größeres Pflanzloch und lockert mit einer Gabel die Sohle. Den Erdaushub mischt man mit Kompost oder bei tonigen Böden mit Sand. Man entfernt den Kunststofftopf und lockert vorsichtig den Wurzelballen. Anschließend wird die Weinpflanze leicht schräg, hin zum Rankgitter, eingesetzt. Man erleichtert es den Ranken, schneller zur Kletterhilfe zu finden. Augenmerk wird auf die Veredlungsstelle gelegt, dass sie sich nach dem Einsetzen oberhalb der Bodenoberfläche befindet. Man füllt das Loch auf, drückt den Boden fest und wässert ausgiebig.

Weinreben lassen sich auch auf Balkon und Terrasse im Topf ziehen. Dabei wird ein großes Gefäß verwendet, das der Dauerkultur über Jahre ein sicheres Zuhause gibt. Der Topfgrund wird mit einer Drainageschicht befüllt. Als Substrat verwendet man sehr durchlässige und grobporige Erde, die über Jahre strukturstabil bleibt. Hierfür kann man entweder Kübelpflanzen- oder Spezialerde für Obstgehölze verwenden. Mindestens alle drei tauscht man den Oberboden aus und frischt die Schicht durch neue Erde auf.

 

Schritt 3: Pflanzabstand und Pflanztiefe ermitteln

Wein wächst recht zügig und begrünt meterweise Spalier. Um mehrere Sorten anzubauen, benötigt man den entsprechenden Platz. Zwischen den Pflanzen liegen mehrere Meter Abstand, um Konkurrenzsituation zwischen den Weinreben zu vermeiden. Bezüglich der Pflanztiefe gibt die Veredlungsstelle an der Basis vor, wie tief Wein eingepflanzt wird. Es wird darauf geachtet, dass sich die Veredlung über dem Boden befindet und nicht eingegraben wird.

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