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Rhabarber pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Manche Pflanzen vereinen Zier- und Nutzwert gleichermaßen. Dazu gehört auch der Rhabarber. Die mehrjährige Staude wird mit zunehmendem Alter stattlich. Man findet Rhabarber in Gemüse- und Nutzgärten, gleichzeitig aber auch als Blattschmuck im Ziergarten.  Mit einem passenden Standort und ausreichend Platz lässt sich die die großblättrige Staude problemlos im eigenen Garten anbauen.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Rhabarber zu pflanzen?
    • Als mehrjährige Staude kann Rhabarber im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden.
  2. Welcher Standort eignet sich für Rhabarber?
    • Helle bis halbschattige Plätze mit guter Bodenfeuchtigkeit werden vom Rhabarber bevorzugt.
  3. Muss ein Pflanzabstand und eine Pflanztiefe bei Rhabarber beachtet werden?
    • Wenn eine Staude viel Platz fordert, dann gehört Rhabarber dazu.

 

Schritt 1: Ermitteln Sie den richtigen Zeitpunkt, um Rhabarber zu pflanzen

Die Pflanzzeiten im Frühjahr und Herbst sind ausgezeichnete Zeitpunkte, um Rhabarber anzupflanzen. Das gilt insbesondere für Teilungsstücke, die sich aus der Pflanzenverjüngung und Vermehrung ergeben. Handelt es sich beim Pflanzmaterial hingegen um getopfte Rhabarberpflanzen, können sie auch später, beispielsweise im Sommer, gepflanzt werden. Für eine erste kleinere Ernte im gleichen Jahr, muss die Pflanzung in der ersten Märzhälfte abgeschlossen sein.

 

Schritt 2: Den richtigen Standort für Rhabarber ermitteln

Im Grunde ist Rhabarber recht anspruchslos. Er wünscht sich einen hellen Standort, abseits der vollen Mittagssonne, ebenso im Halbschatten. Ganz dunkle Stellen sind als Standort ungeeignet, denn die Stiele bleiben dünn und recken sich ungewöhnlich in die Höhe. Nennenswerte Erträge sind von diesen Pflanzen kaum zu erwarten. Vor der Pflanzung von Rhabarber muss bedacht werden, dass die Staude ca. 8 bis 10 Jahre an ihrem Platz bleibt. Die mehrjährige Nutzpflanze ist eine Dauerkultur und erst mit größer werdendem Wurzelstock bessere Erträge liefert.

Beim Boden nimmt Rhabarber sowohl sandige als auch lehmige Böden in Kauf. Leichte Böden haben den Vorteil, dass sie sich schneller erwärmen und einen knappen Monat früher Erträge liefern. Ihr Nachteil ist die mangelnde Nährstoff- und Wasserspeicherfähigkeit. Diese Böden werden durch Einarbeiten von Kompost verbessert. Rhabarber gedeiht gleichermaßen auf lehmiger Erde. Sie erwärmt sich nach dem Winter langsamer, wodurch die Ernte erst Ende Mai oder Juni zu erwarten ist. Abhilfe schafft ein Damm- oder Hügelbeet. Durch die Aufschüttung steigt die Bodentemperatur rascher an. Unabhängig von der Bodenart benötigt die Blattstaude reichlich Nährstoffe. Kompost, Hornspäne oder Kräuterdünger helfen dabei, den Nährstoffanspruch des Rhabarbers zu decken. Eine ähnliche Wirkung besitzt eine Mulchschicht aus Kompost, die nach der Pflanzung oder jährlich im Frühjahr um die Pflanze aufgetragen wird. Dieser nährstoffreiche Mulch ist speziell bei leichten Böden zu ratsam.

Rhabarber lässt sich ebenfalls auf schattierten Balkonen im Kübel anbauen. Ein großer Kübel oder eine große Kiste dienen als Pflanzgefäß. Man füllt sie mit guter Pflanzerde, mischt etwas Sand unter. Im Gegensatz zur Gartenkultur, sollte man Rhabarber im Kübel bereits nach 5 Jahren umpflanzen und neues Substrat geben.

 

Schritt 3: Pflanzabstand und Pflanztiefe ermitteln

Wer Rhabarber kennt, weiß auch, wie groß die Pflanze mit den Jahren wird. Auch wenn die Staude anfangs noch klein wirkt, sollte man ihr mindestens einen Quadratmeter Platz zu den nächst größeren Nachbarn einräumen. Größeren Teilungsstücken gibt man besser gleich von Anfang an eine Fläche von 1,5 x 1,5 Meter. Bescheidener geben sich manche Kultursorten des Rhabarbers, wie z.B. 'Holsteiner Blut'.

Bei der Pflanztiefe verhält es sich wie bei den meisten Pflanzungen: Man pflanzt so tief, wie die Pflanze zuvor gestanden hat. Das Pflanzloch wird der Höhe des Wurzelballens ausgehoben. 

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