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Johannisbeeren schneiden - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Jede Obstpflanze vergreist mit der Zeit, die Wuchskraft schwindet und die Erträge nehmen ab. Verschiedene Maßnahmen helfen, zur Verjüngung und Pflanzenvitalität beizutragen. Dazu gehört bei Gehölzen, insbesondere Obstgehölzen ein regelmäßiger Schnitt. Johannisbeeren vergreisen rascher als andere Obstgehölze. Nach spätestens 10 Jahre erschöpfen sich die Erträge ohnehin. Bis zu einer Ersatzpflanzung sind regelmäßige Schnittmaßnahmen ratsam, indem altes Fruchtholz jungen neuen Trieben weicht.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Johannisbeeren zu schneiden?
    • Spätestens alle drei bis vier Jahre, besser alljährlich werden die abgetragenen Alttriebe herausgeschnitten.
  2. Welche Teile müssen bei Johannisbeeren geschnitten werden?
    • Altes Holz mit dunkler Färbung wird aus den Sträuchern herausgeschnitten.
  3. Was muss beim Schnitt der verschiedenen Johannisbeersorten beachtet werden?
    • Die Schnittmaßnahmen zwischen einzelnen Johannisbeersorten unterscheiden sich nicht.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Schneiden von Johannisbeeren ermitteln

Johannisbeeren schneidet man mindestens alle drei bis vier Jahre zurück. Das mehrjährige alte Holz verliert seine Ertragsfähigkeit. Gleichmäßige Ernten erreicht man durch jährliches Zurückschneiden und Auslichten der Strauchkrone. Mit dem Rückschnitt kann nach dem Laubfall im November begonnen werden.  Johannisbeeren treiben früh aus, sodass das Auslichten in milden Winterperioden bis spätestens Ende Januar abgeschlossen sein sollte.

 

Schritt 2: Die Johannisbeere richtig schneiden

Beim Rückschnitt müssen alte Fruchttriebe jungem frischem Holz weichen. Das alte Holz bringt weniger Erträge in Form kleinerer Früchte, schattiert Jungtriebe und kostet die Pflanze unnötig Kraft. Man schneidet sie am Ende der Saison am Ansatz aus dem Spross heraus. Zum Schneiden lässt sich eine gute Gartenschere verwenden. Man erkennt die abgetragenen Fruchttriebe an der dunklen Holzfärbung und den kümmerlichen Jahrestrieben. Von den jungen Bodentrieben bleiben nur so viele stehen, wie man an älteren Trieben entnimmt. Übrig bleiben etwa 10 der kräftigsten Zweige. Diese verbliebenen Triebe sollten eine Strauchform ergeben. Notfalls lassen sich die Zweige in Form binden.

Das Auslichten bewirkt einen besseren Lichteinfall in die Strauchkrone und sorgt gleichzeitig für ein schnelleres Abtrocken feuchter Blätter. Anhaftende Feuchtigkeit kann zu Pilzinfektionen, z.B. Mehltau oder Rotpustelkrankheit, führen. Deshalb gilt Schneiden als präventive Maßnahme im Pflanzenschutz.

 

Schritt 3: Verschiedene Sorten von Johannisbeeren schneiden

Zwischen einzelnen Kultursorten oder zwischen Schwarzen, Roten oder Weißen Johannisbeeren gibt es keine besonderen Unterschiede im Schnitt. Ausnahme sind Hochstämmchen, die meist durch ihre Wuchsform ein besonderer Blickfang im Obstgarten sind.

Johannisbeer-Hochstämmchen sind häufiger zu schneiden. Ohne diese Schnittmaßnahmen geht ihre dekorative Wuchsform verloren. Zirka 5 bis 8 kräftige Leittriebe werden Jahr für Jahr auf ca. 5 Augen zurückgeschnitten. Alle übrigen Zweige werden entfernt. Die Seitentriebe der gekürzten Leittriebe schneidet man auf 2 bis 3 Augen zurück.

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