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Johannisbeeren pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Eine Obstpflanze, die man in nahezu jedem Garten antrifft, ist die Johannisbeere. Sie sind unverzichtbar in jedem Nutzgarten, denn ihre Früchte sind gleichermaßen lecker wie gesund. Man kennt sie mit schwarzen, roten oder weißlichen Früchten. Johannisbeeren sind recht anspruchslose und pflegeleichte Obststräucher. Ein geeigneter Platz ist rasch gefunden. Am besten sind sie im Gartenbeet aufgehoben. Sie lassen sich alternativ auch im Kübel kultivieren und damit halten sie Einzug auf Balkon oder der Terrasse.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Johannisbeeren zu pflanzen?
    • Johannisbeeren pflanzt man zur besten Pflanzzeit im Frühjahr oder im Herbst.
  2. Wo sollten Johannisbeeren gepflanzt werden?
    • Johannisbeeren sind standorttolerant und gedeihen sowohl an sonnigen als auch halbschattigen Plätzen.
  3. Gibt es einen Pflanzabstand und eine Pflanztiefe?
    • In Reihenkultur rechnet man für einen Johannisbeerstrauch mit ca. einem Meter Pflanzabstand.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Johannisbeeren pflanzen ermitteln

Wie die meisten Obstgehölze, werden auch die Johannisbeeren im Frühjahr oder im Herbst zu den bewährten Pflanzzeiten gepflanzt. Im Frühjahr dauert die Pflanzzeit von März bis in den Mai. Im Herbst sind Oktober und November die geeigneten Pflanzmonate. Diese Zeiträume sind jedoch nicht mehr so fix wie früher. Dank der Containerkultur (Johannisbeeren im Topf) kann auch im Sommer oder in milden Wintern gepflanzt werden.

 

Schritt 2: Den richtigen Standort für Johannisbeeren ermitteln

Schwarze Johannisbeeren (Ribes nigrum) und Rote / Weiße Johannisbeeren (Ribes rubrum) haben ihre ursprüngliche Heimat in Waldformationen von Europa, über Sibirien bis nach Nordamerika. Sie vertragen sonnige bis halbschattige Plätze. Günstig sind geschützte Lagen, die zur Blütezeit vor kalten Winden Schutz bieten. Späte Fröste können die frühe Johannisbeerblüte schädigen und zum Verlust der Ernte führen.

Der Boden sollte fruchtbar und humos, durchlässig und einen leichten Tongehalt besitzen. Diese Konstellation bieten die meisten mittleren Böden. Ein humoser Oberboden sorgt für gute Erträge, denn Johannisbeeren sind Flachwurzler und schätzen Fruchtbarkeit an der Oberfläche. Leichte und sandige Böden werden verbessert, indem Kompost eingearbeitet wird. Eine andere Möglichkeit, den Oberboden zu verbessern, ist das Mulchen mit Kompost nach der Pflanzung. Um die frisch gesetzte Johannisbeere wird abgelagerter Kompost aufgetragen und als Auflageschicht verteilt.

Schweren Lehmböden wird Sand beigefügt, damit der Wurzelbereich besser durchlüftet und sich der Boden schneller erwärmt. Ist der Boden sehr fest und tonig, sollte ein Hügelbeet zur Kultur aufgeschüttet werden. Hierzu wird ein der Gartenboden mit Kompost und Sand vermischt. Aus dem Gemisch wird ein Damm mit einer Höhe von ca. 30 cm und einer Breite von 50 cm aufgeschüttet. Diese Erhöhung sorgt für eine optimale Drainierung und bessere Bodenerwärmung. Diese Vorgehensweise kennt man von der Himbeerkultur.

Im Nutzgarten lassen sich Johannisbeeren gut mit anderen Beerensträuchern kombinieren. So passen die verwandten Stachelbeeren, Jockelbeeren, Maibeeren oder Himbeeren in die direkte Nachbarschaft.

Eine weitere Anbaumöglichkeit ist die Kübelkultur. Sie kommt insbesondere auf Balkon und Terrasse zum Einsatz. Als Kulturgefäß wird ein größerer Topf mit einer Größe von mindestens 30 Litern und Abzugslöcher am Grund zum Einsatz. Als Substrat wird Spezialerde für Beerenobst oder Kübelpflanzenerde verwendet.

Nach dem Einpflanzen im Frühjahr erfolgt mit dem Pflanzschnitt eine erste Schnittmaßnahme. Später werden alle hinkommenden Jahrestriebe um ein Drittel eingekürzt.

 

Schritt 3: Pflanzabstand und Pflanztiefe ermitteln

Johannisbeeren werden für gewöhnlich als Reihenpflanzung angepflanzt. Zwischen den einzelnen Sträuchern wird ca. 1 Meter als Pflanzabstand einkalkuliert. Grob ist mit 1,5 bis 2 Quadratmeter pro Strauch zu rechnen. Als Pflanztiefe ist die Höhe des Topf- bzw. Wurzelballens ausschlaggebend.

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