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Holunder pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Holunder ist den meisten Gärtnern wohl bekannt. Der Strauch oder teils auch Baum ist ein beliebtes Gehölz für naturbelassene Gärten mit einem ökologischen Schwerpunkt. Sowohl seine Blüten als auch seine Früchte sind bei Insekten und Vögeln gern gesehen. Ebenso für uns Menschen, denn Blüten lassen sich hervorragend als Sirup und Früchte für vitaminreiche Suppen und Getränke verarbeiten. Die Pflanze Holunder besitzt eine hohe Attraktivität im Garten und eignet sich als einzelnstehender Solitär oder als Gruppenpflanze in gemischten Wildobsthecken.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Holunder zu pflanzen?
    • Beim Holunder handelt es sich um einen großwachsenden Strauch oder Baum, der bevorzugt in den klassischen Pflanzzeiten im Frühling oder Herbst eingepflanzt wird.
  2. Welcher Standort eignet sich, um Holunder zu pflanzen?
    • Holunder ist seinen Standort gegenüber recht tolerant und verträgt sonnige und halbschattige Lagen.
  3. Welchen Pflanzabstand und welche Pflanztiefe sollten beim Pflanzen beachtet werden?
    • Mit den Jahren erreichen Holundersträucher Wuchshöhen von mehr als 10 Metern und sollten wenigstens 3 bis 5 Meter Abstand zum nächsten Strauch erhalten.

 

Schritt 1: Welcher Zeitpunkt eignet sich, um Holunder zu pflanzen?

Einen allgemein gültigen Zeitpunkt für das Pflanzen des Holunders gibt es nicht. Natürlich bieten sich die Pflanzzeiten im Frühling und Herbst an. Während dieser Jahreszeit sind die Temperaturen gemäßigt und die Bodenfeuchtigkeit erhöht. Trotzdem können getopfte Holunderpflanzen im Sommer gesetzt werden, insofern ausreichend gewässert und nicht während einer Hitzeperiode gepflanzt wird. Folgt nach einer frischen Pflanzung unerwarteter Weise starke Hitze, lohnt es sich, den gepflanzten Holunder mit Schattiergewebe vor Verbrennungen zu schützen. Im Herbst sollten die Pflanzarbeiten bis Ende November abgeschlossen werden.

 

Schritt 2: Welcher Standort eignet sich, um Holunder zu pflanzen?

Beim Standort zeigt sich der Holunder durchaus tolerant und verträglich. Bezüglich der Lichtverhältnisse freundet er sich sowohl mit sonnigen als auch halbschattigen Plätzen an. Tiefer Schatten ist ungünstig, denn dort wächst er sparrig und blüht schwächer. Ebenso anspruchslos zeigt sich der Holunder beim Boden. Jede einigermaßen normale Gartenerde eignet sich für die Kultur des Holunders. Bei leichten Sand- und Kiesböden, die weder Wasser noch Nährstoffe speichern können, bedürfen einer Bodenverbesserung in Form von Humus oder Kompost. Hierbei wird abgelagerter Kompost, alternativ fruchtbare Pflanzerde mit dem Aushub des Pflanzloches vermischt. Die organischen Bestandteile verbessern die die Wasser- und Nährstoffverhältnisse des Bodens. Sehr schwere Böden, beispielsweise Lehm- oder Tonböden, können vergleichsweise gut Wasser und Nährstoffe binden. Dafür sind sie in ihrer Struktur so feinkörnig, dass kaum Luft an die Wurzeln gelangt und die Gefahr von Staunässe besteht. Daher wird der Erdaushub großzügig mit Sand oder anderen Drainagematerialien vermischt, um das Porenverhältnis im Wurzelbereich zu optimieren.

Für eine Topfkultur verwendet man entweder durchlässige Pflanzerde oder besser, Kübelpflanzenerde mit groben Bestandteilen. Im Topf muss am Grund ein Abzugsloch vorhanden sein, das mit Tonscherben abgedeckt und den ungehinderten Wasserabfluss ermöglicht.

 

Schritt 3: Pflanzabstand und Pflanztiefe ermitteln

Beim Einpflanzen wird ein Abstand zum Nachbarn berücksichtigt. Bereits im Vorfeld sollte man sich bewusst machen, dass ein Holunder nach etlichen Jahren mehr als 5, sogar bis 10 Meter hoch werden kann. Mit zunehmendem Alter entwickelt sich Holunder zu einem ausladenden Strauch. In einer Gehölzgruppe oder -hecke gibt man ihm wenigstens drei, besser fünf Meter Platz. Im Solitärstand als Einzelpflanzung steht der Holunder ohnehin frei. Kleinere Stauden und Blütenpflanzen eignen sich zum Dekorieren und als Schutz für die Baumscheibe.

Die Topfgröße gibt die Pflanztiefe vor. Der Holunder darf weder zu tief noch zu hoch eingesetzt werden. Der Wurzelballen schließt mit der Bodenoberfläche ab. Ein zu tiefes Einpflanzen erhöht das Risiko einer Fäulnis an der Stammbasis. Ein zu hohes Einsetzen kann zu Trockenheitsschäden an den Wurzeln führen. 

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