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Himbeeren pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Ein fester Bestandteil des Beerenobstes sind Himbeeren. Die leckeren Früchte lassen sich in fast jedem Garten und neuerdings auch auf Balkonen und Terrassen finden. Neue Himbeer-Züchtungen sind optimiert für urbane Standorte und können wie ihre Geschwister, die Brombeeren, als Dauerkultur für Stadtgärtner dienen. Im Gegensatz zu den Brombeeren sind sie ein wenig anspruchsvoller gegenüber ihrem Standort. Ursprünglich waren Himbeeren Waldpflanzen, die sich heute dank der modernen Pflanzenzüchtung als äußerst gartenwürdig bezeichnen lassen. Himbeeren selbst anzubauen ist kein Hexenwerk, wenn ihnen ein passender Standort und eine gute Pflege angeboten wird.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Himbeeren zu pflanzen?
    • Himbeeren sind strauchige Obstgehölze, die klassischerweise im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden.
  2. Welcher Standort eignet sich?
    • Himbeeren sind von Natur aus Waldbewohner, die jedoch sowohl mit Sonne als auch Halbschatten umgehen können.
  3. Welcher Pflanzabstand und welche Pflanztiefe sollten beim Pflanzen beachtet werden?
    • Im Garten kultiviert man Himbeeren in Reihe und gibt ihnen einen Pflanzabstand von etwa einem halben Meter.

 

Schritt 1: Welcher Zeitpunkt eignet sich, um Himbeeren zu pflanzen?

Die klassischen Pflanzzeiten im Frühjahr und Herbst sind nach wie vor die optimalen Zeitpunkte, um Himbeeren und andere Obstgehölze zu pflanzen. Natürlich können die Himbeersträucher außerhalb dieser Zeiten gesetzt werden, denn für gewöhnlich werden Himbeeren getopft im Container angeboten. Als Topfpflanze sind sie nicht mehr an vorgegebene Pflanzzeiten gebunden. Spezielle Bodentemperaturen braucht es nicht, jedoch sollte nach der Himbeerpflanzung weder strenger Frost, noch große Hitze oder Trockenheit folgen. Eine Herbstpflanzung ergibt sich häufig im Zuge der Himbeervermehrung. Hierbei werden Ausläufer abgenommen bzw. ausgegraben und an einen neuen Standort verpflanzt.

 

Schritt 2: Den richtigen Standort ermitteln

Die Ausgangsform vieler Himbeersorten und reine Art (Rubus idaeus) ist eine Waldpflanze, die von Europa, Russland bis nach Westasien verbreitet ist. Von ihrem natürlichen Standort lässt sich ableiten, dass ein halbschattiger Platz gefordert wird. Neue Sorten sind sonnenverträglicher und fruchten an helleren Lagen deutlich besser. Daher ist ein sonniger bis halbschattiger Platz empfehlenswert. Beim Boden eignet sich jede lockere Gartenerde, die gleichermaßen fruchtbar wie durchlässig ist. Der Humusgehalt lässt sich durch das Einarbeiten von Kompost auf leichten Sandböden erhöhen. Schwere Lehmböden sind mit Sand zu drainieren. Eine bessere Variante ist die Kultur auf einen Damm- oder Hügelbeet. Hierbei wird eine Erdmischung aus Kompost, Gartenerde und Sand hergestellt, die zu einem länglichen Damm mit einer Höhe von ca. 30 cm und einer Breite von ca. 50 cm aufgeschüttet wird. Dieses Hügelbeet verhindert Staunässe, denn überschüssige Feuchtigkeit kann zur Seite entweichen. Zudem erwärmt sich der Boden schneller und führt zu früheren Ernte.

Für die Kübelkultur empfehlen sich neue Topfsorten von Himbeeren. Sie haben einen kompakten Wuchs, fruchten ausgezeichnet und sind an die Gegebenheiten auf Balkon und Terrasse bestens angepasst. Als Substrat verwendet man durchlässige Pflanzerde, Spezialsubstrat für Beerensträucher oder Kübelpflanzenerde. An sich sollte die Erde grobe Bestandteile enthalten, damit die Substratstruktur wenigstens drei Jahre erhalten bleibt.

 

Schritt 3: Den richtigen Pflanzabstand und die passende Pflanztiefe ermitteln

Im Gartenbeet gibt man Himbeersträuchern etwa 50 cm Pflanzabstand. Dieser ist ausreichend, damit alle Bereiche der Himbeerpflanze genügend Licht erhalten. Die Pflanztiefe fällt so aus, wie die Pflanze zuvor im Topf gestanden hat. Sie wird weder zu tief noch zu hoch eingesetzt. Ob im Topf oder im Gartenbeet, der Wurzelballen der Himbeeren schließt bündig mit der Bodenoberfläche ab.

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