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Feigenbaum pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Exotisch, lecker und alles andere als alltäglich sind Feigen. Bis heute trifft man die Sträucher noch selten in Gärten an, obwohl sie durch die zunehmend milden Winter durchaus in unseren Breiten kultivierbar sind. Die Pflanzenzüchtung hat in den letzten Jahren zahlreiche Feigensorten hervorgebracht, die sich widerstandsfest und robust in der Gartenkultur zeigen. Feigenbäume (Ficus carica) entwickeln sich an sonnigen warmen Lagen zu sommergrünen Sträuchern. Für ihren Anbau sind klimatisch begünstigte Weinbauregionen besonders gut geeignet. Das Mehr an Sonnenstunden fördert die Fruchtbildung und Süße des exotischen Obstes. Es schließt aber nicht aus, auch andernorts geeignete Standorte zur Pflanzung von Feigenbäumen zu finden.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um einen Feigenbaum zu pflanzen?
    • Feigenbäume setzt man bevorzugt im Frühling, um ihnen eine möglichst lange Eingewöhnungszeit am Standort zu gewähren.
  2. Welcher Standort eignet sich, um Feigenbäume zu pflanzen?
    • Sonnig warme Lagen sind als Standort für den Feigenbaum ideal.
  3. Welchen Pflanzabstand und welche Pflanztiefe sollten beim Pflanzen beachtet werden?
    • Feigenbäume werden mit genügend Abstand zum Nachbarn so tief eingepflanzt, wie sie zuvor im Topf standen.

 

Schritt 1: Welcher Zeitpunkt eignet sich, um Feigenbäume zu pflanzen?

Feigen sind sonne- und wärmeliebende Pflanzen, die lange Zeit als frostempfindlich eingestuft wurden. Ihr Anbau war fast ausschließlich als Kübelpflanze oder unter Glas empfohlen. Geändert hat es sich in den letzten zwei Jahrzehnten durch Züchtungsarbeit und zunehmend mildere Winter. Trotz robuster Feigensorten ist die Pflanzung im Frühling nach wie vor zu empfehlen. Der Strauch erhält bis zum kommenden Winter genügend Zeit, sich mit dem Standort anzufreunden und einzuwurzeln. Herbstpflanzungen können im Winter bei starken Frösten Erfrierungen erleiden. Die Pflanzung dieser Feigen verschiebt man besser ins kommende Frühjahr und überwintert die blattlosen Sträucher im geschützten Winterquartier.

 

Schritt 2: Welcher Standort eignet sich, um Feigenbäume zu pflanzen?

Als Standort für Feigenbäume kommen sonnenreiche Plätze, idealerweise in Süd- oder Südwestlage vor Mauern und Hauswänden, in Frage. Einerseits bieten diese Standorte Schutz im Winter. Andererseits erwärmen sich diese Stellen im Sommer stärker, denn das Gestein speichert die Wärme und gibt sie an die Umgebung ab.

Ein fruchtbarer, gut wasserdurchlässiger Boden ist Feigenbäumen genehm. Schwere tonige Böden sind zu drainieren. Das Pflanzloch wird etwa doppelt bis dreimal so groß wie der Wurzelballen des zu pflanzenden Feigenbaumes ausgehoben. Der Aushub wird mit Sand oder Kies gemischt, wodurch ein lockeres Erdgemisch entsteht. Bei Sandböden kann auf Drainagematerialien verzichtet werden, denn die notwendige Durchlässigkeit ist bei Sandböden ohnehin gegeben. Ihnen fehlt jedoch die Fruchtbarkeit. Aus diesem Grunde wird der Aushub großzügig mit Kompost vermischt. Der wasserspeichernde und nährstoffliefernde Humus erleichtert dem Feigenbaum das Anwachsen.

Vor Jahren war die Kübelkultur von Feigenbäumen alternativlos und ist heute noch gängig bzw. empfehlenswert. Die Kübel sind mobil und man kann ihre Standorte flexibel wechseln. Besonders in rauen Wintern ist die Kübelkultur von Vorteil, denn diese Pflanzen ziehen ins geschützte Winterquartier um. Als Substrat für die Kübelkultur wählt man hochwertige Kübelpflanzenerde mit grober Struktur. Notfalls wird zusätzlicher Sand oder Tongranulat zur Erhöhung der Durchlässigkeit beigemischt.

 

Schritt 3: Pflanzabstand und Pflanztiefe ermitteln

Gepflanzt werden Feigenbäume nur so tief, wie sie zuvor im Anzuchtstopf standen. Weder zu tief noch zu hoch werden die exotischen Obstgehölze ins Pflanzloch eingesetzt. Der Wurzelballen schließt bündig mit der Bodenoberfläche ab, unabhängig ob die Feigen im Kübel oder im Garten kultiviert werden.

Ein Pflanzabstand ist in der Kübelkultur zu vernachlässigen, denn man pflanzt den Feigenbaum allein ins Gefäß. Später kann der ganze Kübel so gerückt werden, dass die Feige von allen Seiten ausreichend Licht erhält und gute Erträge bringt. Im Garten empfiehlt sich eine Solitärpflanzung in Einzelstellung. An Hauswänden mit Süd- oder Südwest-Ausrichtung gibt man den Sträuchern mindestens zwei bis drei Meter Platz zur Seite. Zu enge Pflanzabstände führen durch den Lichtmangel zu mäßiger bis schwacher Blüte und Fruchtbildung.

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