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Topinambur richtig ernten

Der goldene Herbst taucht Gärten in ein buntes Farbspektakel. Blätter färben sich rot, orange und gelb. Gelb leuchten zu dieser Zeit noch die Stauden-Sonnenblumen, wovon eine das bekannte Wurzelgemüse Topinambur (Helianthus tuberosus) ist. Nach den ersten Frösten stirbt der Spross ab und die Pflanze zieht sich zurück in die Wurzel.

Die Wurzel ist es bei dieser dauerhaften Sonnenblume auch, die im Fokus des Gemüsegärtners geht. Sie ersetzt keine Kartoffel, aber sie gilt als Delikatesse und ist eine wertvolle Bereicherung auf dem Speiseplan. Die Ernte von Topinambur findet im Herbst an frostfreien Tagen statt, sobald der Spross braun wird.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Topinambur zu ernten?
    • Man erntet das Wurzelgemüse Topinambur im Herbst, wenn die oberirdischen Pflanzenteile absterben.
  2. Wie wird Topinambur richtig geerntet?
    • Topinambur wird mit Spaten oder Gabel ausgegraben
  3. Wie sollte Topinambur nach der Ernte gelagert werden und welche Verarbeitung bietet sich an?
    • Die Knollen von Topinambur werden zügig verarbeitet, denn sie lassen sich nur kurzzeitig im Gemüsefach des Kühlschrankes aufbewahren.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte ermitteln

Die Ernte von Topinambur beginnt im Herbst mit dem Absterben der oberirdischen Pflanzensprosse. Wenn sie durch erste Fröste braun werden, kann mit dem Ernten des Wurzelgemüses begonnen werden. Es ist sinnvoll, die Ernte über einen längeren Zeitraum zu strecken, denn die Wurzelknollen lassen sich nur begrenzt lagern. Man kann die Ernte noch den ganzen Winter an frostfreien Tagen fortsetzen und nach Bedarf Topinambur ausgraben. Es empfiehlt sich, trockenes Wetter zu nutzen, um die Ernte nicht in einer Schlammschlacht enden zu lassen.

 

Schritt 2: Wie wird Topinambur richtig geerntet?

Nach den ersten Frostnächten im Herbst stirbt der mächtige Spross der mehrjährigen Stauden-Sonnenblume ab. Vor der Ernte schneidet man die grundständigen Triebe knapp über den Boden mit einer Gartenschere ab. Den Rückschnitt kann man häckseln und als Mulch auf den Boden auftragen, vorausgesetzt, er ist nicht von Mehltau oder anderen Krankheiten befallen. Anschließend nimmt man einen Spaten oder besser eine Gabel und sticht vorsichtig unter die Topinambur-Knollen. Mit einer Hand zieht man vorsichtig an den Sprossrückständen und mit der anderen Hand hebelt man die Knollen aus dem Boden. Man lässt sie eine kurze Zeit abtrocknen und schneidet die Sprossrückstände an der Knolle ab.

Kleinere Knollen verwendet man weiter zur Nachzucht im Folgejahr. Man steckt sie zurück ins Beet und überschüttet sie mit Erde. Aus ihnen treiben im Frühjahr neue Sprosse und sie wachsen über das Jahr zu erntereifen Knollen heran.

 

Schritt 3: Die richtige Aufbewahrung und Verarbeitung

Topinambur hat einen leicht nussigen, an Artischocken erinnernden Geschmack. Das Wurzelgemüse wird für Suppen, Salate oder sogar Pommes in roher, gedünsteter oder gekochter Form verwendet. Vor seiner Verarbeitung werden die Knollen geputzt und abgewaschen. Stark verschmutzte Topinambur-Knollen lassen sich mit einem Gemüseschäler schälen. Schnittflächen kann man mit Zitronensaft bestreichen, um sie vor dem Braunwerden zu schützen.

Die geernteten Knollen können einige Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes gelagert werden. Danach sollten sie jedoch verarbeitet werden.

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