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Salbei schneiden - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Zu den bekanntesten und gleichermaßen beliebten Gewürz- und Heilkräutern gehört der Salbei. Wissenschaftlich nennt sich der immergrüne Lippenblütler Salvia officinalis. Er wächst als Halbstrauch, denn seine Basis verholzt wie ein Strauch. Ähnliche Wuchseigenschaften entwickeln auch andere mediterrane Kräuter, z.B. Rosmarin, Thymian oder Lavendel. Die Gemeinsamkeit eines verholzenden Sprosses machen regelmäßige Schnittmaßnahmen an den Pflanzen notwendig. Wird darauf verzichtet, verkahlt der Salbeibusch im Sprossinneren und übrig bleiben nur die grünen Triebspitzen. Ein jährlicher Rückschnitt erhält die Vitalität der Pflanze, sorgt für guten Zuwachs und eine reichliche Ernte im Sommer.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Salbei zu schneiden?
    • Salbei wird im Zuge der Ernte im Sommer oder für die Verjüngung zu Frühlingsbeginn zurückgeschnitten.
  2. Wie sollte Salbei geschnitten werden?
    • Bei der Verjüngungskur werden Triebe bis ins alte Holz gekürzt, insofern grüne Triebknospen unterhalb erkennbar sind.
  3. Was muss beim Schnitt der verschiedenen Sorten von Salbei beachtet werden? Gibt es hier Unterschiede beim Schnitt?
    • Die Sortenunterschiede in Bezug auf Wirkstoffgehalt, Blatt- und Blütenfarbe haben keinerlei Einfluss auf die Schnittmaßnahmen.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Schneiden von Salbei ermitteln

Die meisten Halbgehölze, darunter auch der Gartensalbei, werden idealerweise im Sommer nach der Blüte, spätestens im August zurückgeschnitten. Die Schnittmaßnahmen lassen sich ausgezeichnet mit der Ernte verbinden. Stärkere Rückschnitte, beispielsweise zur Verjüngung des Sträuchleins, sind zu Frühjahrsbeginn möglich. Frostfreie Zeiten zwischen Ende Februar und Ende März eignen sich hervorragend, um stark verholzte Salbeisträucher zu stutzen und frischen Jungwuchs zu fördern.

 

Schritt 2: Wie wird Salbei richtig geschnitten?

Das Schneiden des Salbeis ist eine wichtige Pflegearbeit, ohne die der Halbstrauch rasch vergreist. Die Triebspitzen schattieren das Strauchinnere, wodurch dieser Bereich fast vollständig verkahlt. Grün bleiben nur noch die äußeren Spitzen, die sich zunehmend verkürzen. Es entwickelt sich ein immer sparriger Strauch, der kaum noch ansehnlich wirkt und Erträge bringt. Jährliche Schnittmaßnahmen sind unentbehrlich. Man schneidet Salbei nach der Blüte im Sommer. Dieser Rückschnitt lässt sich gleichzeitig mit der zweiten Ernte im Hochsommer verbinden. Die erste Ernte erfolgt im Juni, kurz vor der Salbeiblüte. Zu diesem Zeitpunkt ist das Aroma und der Wirkstoffgehalt in der Pflanze am höchsten. Geerntet werden nur die Triebspitzen mit der Schere oder sie werden mit etwas Übung herausgebrochen. Nichtsdestotrotz können die grünen Zweige noch nach der Blüte geerntet und getrocknet werden. Man schneidet bis zum Übergang zum alten Holz. Darunterliegende Triebknospen sollten deutlich erkennbar sein.

Ältere Salbeibüsche erhalten einen stärkeren Rückschnitt. Dieser findet im zeitigen Frühjahr zwischen Ende Februar und Ende März statt. Hierbei versucht man, so bodennah zurückzuschneiden wie nur möglich. Man sucht im alten Holz nach Triebknospen an der Basis und kappt den Trieb darüber. Im Grunde bleibt kaum etwas vom Strauch übrig. Die verbliebenen Triebspitzen entwickeln sich rasch zu neuen Zweigen, sodass der Salbeibusch im Frühsommer schon wieder eine gute Figur macht und sich beernten lässt.

 

Schritt 3: Verschiedene Sorten von Salbei schneiden

Die einzelnen Sorten des Gartensalbeis (Salvia officinalis) unterscheiden sich lediglich in Wirkstoffgehalt, Blatt- oder Blütenfarbe. Natürlich ist es so, dass buntlaubige Sorten weniger wuchsfreudig sind, jedoch die gleichen Schnittmaßnahmen erfahren wie ihre grünlaubigen Geschwister. Die Rückschnitte sollten mäßig, jedoch jährlich erfolgen. Sie erholen sich von radikalen Kürzungen nur zögerlich. Übertreibt man es mit dem Schnitt und schneidet zu tief, besteht die Gefahr, dass sich diese Salbeipflanzen verabschieden.

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