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Rucola richtig ernten – 3 Schritte zum Erfolg

Frisches Gemüse oder aromatische Kräuter aus dem eigenen Garten oder vom eigenen Balkon ist für jeden Genießer das Maß aller Dinge. Man weiß, wie die Pflanzen aufgezogen wurden und erntet im wahrsten Sinne des Wortes auch den Lohn seiner Mühen. Das trifft auch für die beliebte Rauke, besser bekannt als Rucola.

Als Rucola werden hauptsächlich zwei Formen bezeichnet, die botanisch jedoch unterschieden werden. Die bekannte Form aus den Gemüseregalen ist die einjährige Öl- oder Senfrauke (Eruca vesicaria). Sie wächst einjährig, blüht weißlich und ihr Lebenszyklus endet mit der Samenbildung. Etwas dauerhafter ist die Schmalblättrige Doppelsame (Diplotaxis tenuifolia), die Nutzgärtner als Wilde oder Italienische Rauke kennen. Ihre Blätter sind schmaler, dafür viel schärfer und intensiver im Aroma. Beide Rucola-Formen sind ertragreich und liefern gesunde Kost auf den Tisch.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Rucola zu ernten?
    • Rucola lässt sich sowohl bei der einjährigen Eruca vesicaria als auch bei der mehrjährigen Diplotaxis tenuifolia von Frühjahr bis Herbst ernten.
  2. Wie wird Rucola richtig geerntet?
    • Man erntet die frischen Blätter, möglichst ohne Fraßschäden in den Vormittagsstunden.
  3. Wie sollte Rucola nach der Ernte gelagert werden und welche Verarbeitung bietet sich an?
    • Rucola wird hauptsächlich frisch für die gesunde und mediterrane Küche verwendet.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte ermitteln

Beide Formen der Rucola lassen sich über das ganze Jahr ernten. Die Ernte kann im Frühjahr beginnen, sobald die Blätter groß genug sind. Der einjährige Rucola bzw. die Senfrauke zieht man im Frühjahr an. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen meist nur wenige Wochen. Ungeduldige Gärtner säen bereits im Februar unter Glas und können im April schon ernten. Junge Blätter schmecken aromatisch und würzig. Mit zunehmendem Alter werden sie von der Konsistenz fester und im Aroma bitterer und schärfer. Rucola lässt sich sogar noch im Winter ernten, wenn man im Herbst unter Glas aussät. Die Pflanzen entwickeln sich schwächer als Frühjahrsaussaaten, aber für eine kleinere Ernte reicht es aus. Generell ist man gut beraten, die Aussaat des einjährigen Rucola gestaffelt vorzunehmen. Auf diese Weise hat man regelmäßig zarte Rucola-Blätter für die Ernte.

 

Schritt 2: Wie wird Rucola richtig geerntet?

Rucola wird wie andere frische Kräuter geerntet. Entweder man pflückt die Blätter oder schneidet sie bei größerem Bedarf mit einer Schere. Bodennah werden sie abgeschnitten. Der mehrjährige Rucola verholzt an der Basis. Schneidet man zu tief oder das Herz ab, ist es um diese Pflanze geschehen. Zur Ernte empfehlen sich die Morgen- und Vormittagsstunden, wenn der Tau getrocknet und die Blätter noch frisch sind.

Wenig bekannt ist, dass sich neben den Blättern auch die Blüten und Samen ernten und verwerten lassen. Die Blüten haben einen angenehm würzigen Geschmack. Sie garnieren optisch Gerichte und passen optimal zum Trend der essbaren Blüten. Rucola-Samen können ausgepresst und zu einem Öl verarbeitet werden. Dafür wird jedoch eine größere Menge an Rucola-Samen benötigt.

Bei der Ernte des Rucola kann man eigentlich nichts falsch machen. Wenn es nicht das Kreuzkraut (Senecio vulgaris) gäbe. Es ist ein weit verbreitetes Wild- und Unkraut, dessen Blätter im jungen Stadium denen des Rucola ähnlich aussehen. Schleicht sich bei der Ernte dieses Unkraut ein, kann es zu Unverträglichkeiten, Reizungen oder schwachen Vergiftungen kommen. Daher achtet man beim Anbau des Rucola auf penible Unkrautentfernung. Unkrautbekämpfung macht ohnehin Sinn, denn spätestens beim Säubern muss der Wildwuchs herausgelesen werden.

 

Schritt 3: Die richtige Aufbewahrung und Verarbeitung

Rucola wird normalerweise frisch verzehrt und verarbeitet. Vor dem Essen wird Rucola unter klarem Wasser von Schmutz befreit. Man verwendet ein Sieb zum Abspülen. Angefressene oder braune Blätter sind herauszulesen. Danach verarbeitet man die Blätter in der frischen Küche. Überschüssiger Rucola kann wenige Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes oder in speziellen Gemüseboxen lagern.

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