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Rosmarin überwintern – 3 Schritte zum Erfolg

Zweifellos gehört Rosmarin zu den wichtigsten Gewürzkräutern der mediterranen Küche. Sein markantes Aroma verleiht Fleisch-, Grill und Gemüsespeisen eine delikate Note. Für die meisten Köche ist es selbstverständlich, Rosmarintöpfe auf dem Fensterbrett zu haben. Leider werden die Pflanzen nach dem Abernten oftmals weggeworfen. Nachhaltiger ist die Kultur als Kübelpflanze oder im Garten. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich einige Rosmarinsorten bewährt, die hierzulande sogar die Winter mit Schutz aushalten können. 'Arp', 'Blue Winter', 'Hill Hardy' oder 'Salem' sind Beispiele für robuste Rosmarinsorten. Sie halten teils bis 15 Grad Celsius unter null aus. Schutz sollten sie dennoch bekommen, denn die Winter fallen unterschiedlich aus und junge Rosmarinpflanzen sind in der Regel empfindlich.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Überwinterung?
    • Gewöhnlicher Rosmarin ist frostempfindlich und wird vor dem ersten Frost im Herbst ins Winterquartier geholt.
  2. Wie weit muss Rosmarin vor der Überwinterung zurückgeschnitten werden?
    • Schnittmaßnahmen werden selten vor der Überwinterung, sondern überwiegend nach der Blüte im Frühjahr vorgenommen.
  3. Wo und wie sollte man Rosmarin überwintern?
    • Rosmarin überwintert im hellen kühlen Wintergarten oder geschützt im Gewächshaus.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Überwinterung ermitteln

Zunehmend milde Winter erfreuen viele Gärtner, denn seltener erfrieren die Pflanzen im Freiland. Ein Beispiel ist Rosmarin, der üblicherweise als nicht frosthart gilt und dennoch die Winter ganz gut übersteht. Strenge Kahlfröste können jederzeit auftreten und diese sind die große Gefahr für die immergrünen Rosmarinbüsche. Deshalb bekommen die aromatischen Gewürzpflanzen im Freiland definitiv einen Schutz oder werden als Topfpflanze vor dem Frost im Herbst ins Winterquartier geholt. Leichte Minusgrade sind für Rosmarin jedoch kein Problem.

 

Schritt 2: Rosmarin vorbereiten und zurückschneiden

Zu unterscheiden ist, ob ein Rosmarin im Beet oder im Topf kultiviert wird. Möchte man den sonnenliebenden Halbstrauch im Beet anbauen, kultiviert man Rosmarin die ersten drei Jahre im Topf bevor er ins Freiland ausgepflanzt wird. Seine Frosthärte steigt mit dem Alter. Etablierte Sträucher werden zum Schutz mit Reisig abgehangen, mit Vlies oder einer Schilfmatte umwickelt. Diese Abdeckungen sorgen für ausreichend Schutz vor kalten Winden und Kahlfrösten.

Junge Rosmarinpflanzen im Topf oder Ampel nimmt man mit ins Winterquartier. Zur Vorbereitung werden lediglich kleinere störende Zweige gekürzt. Zum Wegwerfen zu schade, verarbeitet oder trocknet man den Rückschnitt. Beim Schneiden schaut man etwas genauer auf die Blätter und hält Ausschau nach Schädlingen. Spinnmilben nisten sich gern ein und man nimmt sie mit ins Winterquartier.

Ebenso lohnt ein Blick unter den Topf, ob das Abzugsloch frei ist und lockert den Oberboden leicht auf.

 

Schritt 3: Standort & Pflege während der Überwinterung

Für die Überwinterung sucht man einen hellen kühlen Platz. Es bietet sich der Wintergarten, das helle Treppenhaus oder das Garagen- bzw. Schlafzimmerfenster an. Zwischen 5 und 10 Grad Celsius reichen zum Überwintern von Rosmarin aus. Wärmer sollte es auch nicht sein, denn mit höheren Temperaturen beginnt das Triebwachstum. Im Winterquartier kann einsetzendes Wachstum zum Problem werden. Die Triebe sind sehr weich und werden durch die gestaute Luft von Schädlingen heimgesucht. Vergeilende Triebe sind regelmäßig zu stutzen.

Gewässert wird Rosmarin während der Überwinterung sehr sparsam. Das Substrat wird fingerfeucht gehalten. Düngungen setzt man über die Ruhezeit aus. Erst mit dem beginnenden Frühjahr frischt man den Oberboden auf oder verabreicht erste Nährstoffgaben. Entsprechender Kräuterdünger enthält alle Nährstoffe, die ein Rosmarin für seine Entwicklung benötigt. Ab März, spätestens April beginnt für die Frischluftsaison für die überwinterte Rosmarinpflanze.

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