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Petersilie richtig ernten – 3 Schritte zum Erfolg

Schnittlauch und Petersilie – die wohl wichtigsten Kräuter der Küche. Beide sind universell einsetzbar und bereichern jedes Gericht mit ihrer individuellen Note. Vielfältiger als der Schnittlauch, lässt sich die Petersilie einsetzen. Das zweijährige Kraut stammt von felsigen Standorten am Mittelmeer. Markant sind die mehrfach gefiederten Blätter mit ihrem intensiven Aroma. Im zweiten Standjahr folgen Blüten und nach erfolgter Samenreife endet der natürliche Lebenszyklus. Die Zeit davor nutzt man, um die Petersilie zu ernten. Oberirdisch stehen die Blätter der Blatt- (Petroselinum crispum var. neapolitanum) und Krausepetersilie (Petroselinum crispum) im Fokus. Unter der Erde wächst das Erntegut der Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum var. tuberosum) heran.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Petersilie zu ernten?
    • Blätter der Petersilie werden im ersten Standjahr ganzjährig, im zweiten bis zur Blüte gepflückt.
  2. Wie wird Petersilie richtig geerntet?
    • Frische Blätter werden nach Bedarf abgeschnitten oder mit den Fingern herausgekniffen.
  3. Wie sollte Petersilie nach der Ernte gelagert werden und welche Verarbeitung bietet sich an?
    • Petersilie lässt sich als Würzkraut bevorzugt frisch oder kleingehackt in Gefrierdosen einfrosten.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte ermitteln

Petersilien haben einen zweijährigen Lebenszyklus. Erst im zweiten Jahr erscheint eine Blüte, der Samen folgen und später das Pflanzenende. Bis zur Blüte kann Blattpetersilie fast ganzjährig geerntet werden. Besonders frisch sind die Blätter in den Morgen- und Vormittagsstunden, wenn der Tau getrocknet ist. Im Frühbeet kann man die Erntezeit deutlich verlängern, denn es bilden sich bis tief in den Herbst noch neue Blätter. Im Frühjahr setzen Blattentwicklung und das Wachstum bereits im Februar ein. Die Ernte wird im zweiten Standjahr bis zur Blüte fortgesetzt. Mit der Blütenbildung geht das beliebte Aroma verloren und eine Ernte lohnt nicht mehr. 

Bei Wurzelpetersilie steht die Ernte im Spätherbst an frostfreien Tagen an. Beim Wurzelgemüse werden keine Blätter geerntet, denn sie sorgen für das Wachstum der Petersilienwurzel. Der Verlust von Blättern bedeutet kleinere Wurzeln.

 

Schritt 2: Wie wird Petersilie richtig geerntet?

Das Ernten von Petersilie ist denkbar einfach. Für einzelne Blätter kneift man sie am Ansatz mit dem Finger heraus. Für größere Mengen, beispielsweise wenn man Petersilie einfrosten möchte, wird eine Schere verwendet. Man schneidet nicht zu tief, um die nachfolgenden Triebe im Herzen zu erhalten. Die kleineren Blätter in der Mitte bleiben stehen, denn sie ersetzen später das geerntete Petersilien-Laub. Wird das Herz in der Mitte herausgeschnitten, kann die Petersilie keine neuen Blätter bilden.

Petersilie benötigt man häufig in der Küche. Daher die Empfehlung, mehrere Reihen Petersilie anzubauen. Man erntet zeitlich gestaffelt im Wochen- oder 14 Tagesrhythmus. Eine abgeerntete Petersilien-Reihe kann nachwachsen, wenn in der Folge die anderen Reihen abgeerntet werden.

Etwas begrenzter ist der Erntezeitraum der Wurzelpetersilie. Man lässt sie über das Jahr in Ruhe wachsen. Wenn ihr Spross im Spätherbst oberirdisch abstirbt, wird mit einem Spaten die Wurzel ausgegraben. Man säubert sie unter klarem Wasser mit einer Bürste.

Für Gärtner sind ebenfalls die Samen interessant. Zwar werden sie kaum in der Küche verwendet, aber sie dienen der Nachzucht der Petersilie. Man lässt das Petersilienkraut im zweiten Jahr blühen. Die weiße Dolde wird gern von Insekten besucht und gleichzeitig bestäubt. Wenige Wochen später haben sich Samen ausgebildet, die bei Samenreife abgenommen werden. Man füllt sie zum Lagern in Samentütchen oder sät das frische Saatgut direkt ins Beet. Neue Petersilienpflanzen lassen nicht lange auf sich warten.

 

Schritt 3: Die richtige Aufbewahrung und Verarbeitung

Blatt- und Krausepetersilie werden bevorzugt frisch in Suppen, Salaten, Gemüse oder deftigen Gerichten verwendet. Für einige Tagen kann man Petersilie bedenkenlos im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Das Trocknen von Petersilie gelingt im Hausgebrauch weniger gut. Ein Großteil des Aromas geht bei der Trocknung verloren. Besser ist es, Petersilie unter klarem Wasser zu reinigen, mit einem (Wiege-) Messer kleinzuhacken und in Gefrierdosen einzufrosten.

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