Zurück

Knoblauch anbauen - Diese 3 Dinge sollten Sie dabei berücksichtigen

Inhaltsverzeichnis

 

Schritt 1: Der richtige Standort um Knoblauch anzubauen

Knoblauch gehört zur Gattung des Lauchs (Allium) und ist eine beliebte Gemüsepflanze, die kommerziell vorrangig in Südeuropa angebaut wird. Als Sonnenkind versteht sich Knoblauch und schätzt sonnige Lagen. Schatten ist dem wärmeliebenden Gewächs zu dunkel und zu kühl. Ein optimaler Boden ist locker und erwärmt sich schnell. Auf schweren, nassen und verdichteten Lehmböden hat man mit Knoblauch kaum Erfolg. Zwar könnte man durch Einbringen von Sand den Boden verbessern, doch bietet die Kultur im Hoch- oder Hügelbeet bessere Erfolgsaussichten. Ebenso ungeeignet sind humusarme Sandböden. Als flachwurzelndes Gemüse besteht die Gefahr von Wasser- und Nährstoffmangel.

Knoblauch lässt sich im Topf, Kübel oder anderen Gefäßen anbauen. Es ist nur darauf zu achten, dass ein guter Wasserabzug gegeben ist. Staunässe nimmt das würzige Gemüse übel. Als Erde eignet sich jede hochwertige Gemüse- und Kräutererde aus dem Fachhandel.

 

Schritt 2: Der beste Zeitpunkt Knoblauch anzubauen 

Zehen des Winterknoblauch werden im Herbst gesteckt. Sie entwickeln durch die längere Standzeit größere Knollen. Nachteilig dabei ist, dass im ungünstigen Fall die Knoblauchfliege (Suillia univittata) für einen Schädlingsbefall durch die längere Kulturzeit sorgt.

Vielfach empfehlenswerter ist der Frühlingsknoblauch. Dieser ist zwar nicht frosthart und bildet kleinere Knollen aus, dafür ist seine Kulturzeit von März/April bis zur Ernte im Sommer deutlich kürzer. Ein Stecken nach Mai macht keinen Sinn, denn die Zeit zum Wachstum einer erntereifen Knolle reicht nicht mehr aus.

 

Schritt 3: Knoblauch richtig anbauen

Die einfachste und üblichste Methode ist das Stecken von Knoblauchzehen. Ausgangsmaterial ist Pflanzknoblauch aus dem Fachhandel oder Erntereste vom letzten Anbau. Er ist frisch und treibt problemlos. Frühlingsknoblauch lässt sich auf einer hellen Fensterbank auf feuchtem Haushaltspapier antreiben. Vorgetriebene Knoblauchzehen wachsen besser an. Die Zehen werden leicht schräg, mit dem Zwiebelboden nach unten, in den vorbereiteten Boden eingesetzt. Eingearbeiteter Kompost sorgt mit seinen Nährstoffen für ein schnelleres Wachstum des Knoblauchs. Als Pflanzabstand ist etwa 15 cm und ein Reihenabstand von 30 cm sinnvoll. Dichtere Abstände werden später ausgedünnt.

Aufwändiger und langwieriger ist die Anzucht über Bulbillen (Brutzwiebeln an der Knoblauchspitze). Die Kulturzeit dauert zwei Jahre. Im ersten Kulturjahr endet das Wachstum bereits im Sommer nach dem Stecken der Brutzwiebeln im Frühling. Die Blätter ziehen ein und aus den Bulbillen sind sogenannte Rundlinge entstanden. Sie werden bis zum Herbst aus der Erde genommen, schattig und trocken gelagert. Dann werden sie wie Winterknoblauch im Herbst gepflanzt. Ein dreiviertel Jahr später im Sommer sind aus den Rundlingen erntereife Knollen gewachsen. Der Vorteil ist, dass alle Knoblauchknollen geerntet und verwertet werden können. Beim Stecken von Zehen muss für den Folgeanbau mindestens 15 bis 20 Prozent als Pflanzknoblauch zurückgehalten werden.

Die Ernte von Knoblauch beginnt, wenn sich das Laub im Sommer gelb gefärbt hat und die Knolle die Zehen fest umschließt. Geöffnete Knollen geben die Zehen frei und sind weniger lang lagerfähig.

 

Weitere Informationen

Knoblauch (Allium sativum) ist in fast jeder Küche eine Selbstverständlichkeit. Das beliebte Gewürz ist gesund und vielseitig in der Küche einsetzbar, genau wie seine Geschwister Schnittlauch (Allium schoenoprasum) und Bärlauch (Allium ursinum). Knollen aus dem Lebensmittelhandel stammen in der Regel aus Südeuropa. Die hohe Zahl an Sonnentagen begünstigen den Anbau und das Aroma des Knoblauchs. Doch auch im hiesigen Garten lohnt es sich, Knoblauch anzubauen. Die Wahl liegt zwischen dem frostharten Winterknoblauch und dem kälteempfindlichen Frühlingsknoblauch. Unabhängig von der Wahl des Knoblauchs schmeckt die eigene Ernte immer ein Stück besser und man weiß, woher die Knolle stammt. 

Passend dazu...

nach oben