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Gurken richtig düngen – 3 Schritte zum Erfolg

Gurken und Tomaten sind die Lieblinge des Gemüsegärtners. Nach den Eisheiligen, zu Mitte Mai beginnt die Freilandkultur der wärmeliebenden Gemüsesorten. Bereits früher können sie geschützt unter Glas angebaut werden, wodurch die Ernte verfrüht wird. Gurken gehört zum schnellwachsenden Fruchtgemüse. Wärme, Wasser und Nährstoffe sind die Voraussetzungen für eine optimale Entwicklung. Nährstoffgaben im Frühjahr sind unerlässlich, will man im Sommer genügend Gurken abnehmen.  

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Gurken zu düngen?
    • Gurken werden zur Pflanzung und später während der Kultur regelmäßig gedüngt.
  2. Welcher Dünger eignet sich für Gurken?
    • Organische Dünger sind für Gurken die bevorzugte Wahl, aber genauso eignen sich mineralische Spezialdünger für Gemüsekulturen.
  3. Wie werden Gurken richtig gedüngt?
    • Man verabreicht Gurken bei der Pflanzung Nährstoffe und kann sie später flüssig düngen.

 

 Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Düngen ermitteln

Gurken haben in ihrer Kultur einen recht hohen Nährstoffbedarf. Der ist auch notwendig, denn ohne Nährstoffe ist ihr zügiges Wachstum gehemmt und die Ernte fällt schwach aus. Im Frühling, besonders von Mai bis Juli findet das Hauptwachstum statt. In dieser Zeit werden Gurken regelmäßig gedüngt. Man führt die Düngungen sogar noch zur Blüte und Erntezeit fort, um den Erntezeitraum zu verlängern. Nur die Dosis wird zur Blütezeit reduziert. Wachstumsfördernde Stickstoffdünger regen zwar das Pflanzenwachstum an, mindern jedoch die Blüh- und Ertragsfreudigkeit der Gurken.

 

 Schritt 2: Die Auswahl des richtigen Düngers

Die Wahl des Düngers ist eine Glaubensfrage. Im Groben unterscheidet man zwischen organischen und mineralischen Düngern. Beide Formen haben ihre Vorzüge und gleichzeitig Nachteile. Organische Dünger, z.B. Hornspäne, Düngepellets oder Jauchen sind natürlichen Ursprungs und regen das Bodenleben an. Ihre Wirkung setzt häufig zeitverzögert ein, denn die Nährstoffe müssen durch Wasser und Wärme durch Mikroorganismen pflanzenverfügbar gemacht werden. Das macht ihre Dosierung schwierig. Deutlich zielgenauer sind Mineraldünger, die jedoch keinerlei positive Wirkung auf das Bodenleben haben und mit einem negativen Ruf behaftet sind. Richtig eingesetzt, bieten mineralische Dünger den Gurken jedoch alle Nährelemente, die notwendig sind. Der Handel bietet verstärkt Bio-Gemüsedünger an, die sich als gute Alternative bewähren.

Dünger für Gurken kann man auch selbst herstellen. Die gute alte Brennnesselbrühe ist nährstoffreich und bekämpft gleichzeitig saugende Schadinsekten. Ebenso lässt sich mit fruchtbarem Kompost viel erreichen. Frischer humoser Kompost enthält Nährstoffe und ein intaktes Bodenleben. Seine Fruchtbarkeit kann durch Anreichern mit Pferdemist zusätzlich gesteigert werden. Frischer Stalldung sollte jedoch nicht als Dünger verwendet werden. Seine Konzentration ist in der Regel sehr hoch und führt zu Überdüngungen, die sich in Blattnekrosen und Anfälligkeiten zeigen. Spezialdünger, wie z.B. für Tomaten, lassen sich ebenfalls für Gurken verwenden.

 

 Schritt 3: Wie werden Gurken richtig gedüngt?

Bereits vor der Pflanzung der Gurken wird nährstoffreicher Kompost in den Boden eingearbeitet. Reichen diese ersten Nährstoffe nicht aus, z.B. bei sandigen Böden, werden Hornspänen bei der Pflanzung mit ins Pflanzloch gegeben. Hornspäne sind organische Langzeitdünger. Sie versorgen die Gurkenpflanzen über Monate mit wachstumsförderndem Stickstoff aus Nitratverbindungen. Allein reichen Hornspäne für die Gurkenkultur nicht aus. Deshalb düngt man Gurkenpflanzen an bedeckten Tagen zusätzlich mit Flüssigdünger, am besten aus dem Biobereich. Damit die Nährstoffe von den Gurken aufgenommen werden, ist auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit zu achten. Zu nass darf der Boden aber keinesfalls werden.

Bei der Dosierung der Dünger ist auf die Herstellervorgaben zu achten. Gurken sind ein Standardgemüse für das es meistens konkrete Dosierungsanweisungen gibt. Das beliebte Motto: „Viel hilft viel“ ist in der Pflanzenkultur generell fehl am Platze. Überdüngungen führen zu nitratbelastetem Gemüse, schädigen das Grundwasser und das Bodenleben. 

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