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Basilikum richtig ernten – 3 Schritte zum Erfolg

Unentbehrlich in der Küche ist das Königskraut Basilikum (botanisch Ocimum basilicum). Man erntet die Blätter der einjährigen Pflanze für die frische und mediterrane Küche. Tomaten und Basilikum sind beispielsweise unzertrennlich miteinander verbunden. Pizza, Pasta, Pesto und Salate sind die beliebtesten Küchenverwendungen.

Basilikum wird oftmals auf der Fensterbank der Küche gezogen, um es jederzeit in Griffnähe zu haben. Basilikum besitzt einen kurzen einjährigen Lebenszyklus. In dieser Zeit kann das Kraut ständig geerntet werden. Länger und haltbarer sind sogenannte Sorten des Stauden-Basilikums. Durch ihre Blühfreudigkeit eignen sie sich zudem als Zierpflanze für Balkonien und locken viele Pollensammler an.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Basilikum zu ernten?
    • Gewöhnliches Basilikum ist eine einjährige Pflanze, deren Sprossteile sich ganzjährig ernten lassen.
  2. Wie wird Basilikum richtig geerntet?
    • Statt dem verbreiteten Zupfen von Basilikumblättern ist das Ernten ganzer Triebspitzen für eine Verzweigung förderlicher.
  3. Wie sollte Basilikum nach der Ernte gelagert werden und welche Verarbeitung bietet sich an?
    • Auch wenn Basilikum idealerweise frisch verarbeitet wird, können die Blätter getrocknet, gefrostet oder zu Pesto verarbeitet werden.

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte ermitteln

Einjähriges Basilikum bildet einen krautigen Spross und wird häufig auf dem Balkon oder dem Fensterbrett kultiviert. Seine Blätter und Triebe bleiben im Spross weich, nur die Basis der Pflanze verholzt. Eine Ernte von Blättern und Triebspitzen ist deshalb ganzjährig möglich. Wie die meisten Kräuterpflanzen, entwickelt auch Basilikum vor der Blüte im Sommer den Höhepunkt seines Aromas.

 

Schritt 2: Wie wird Basilikum richtig geerntet?

Für die meisten Kräutergärtner und Basilikumliebhaber ist es üblich, Blätter vom Basilienkraut mit den Händen von den Trieben zu zupfen bzw. zu pflücken. Schließlich werden in der Küche auch nur diese weichen Pflanzenteile verwendet. Übrig bleibt ein gerupftes Kraut, das kaum noch Ertrag liefert und alles andere als dekorativ aussieht. Länger hat man etwas vom Basilikum, wenn man ganze Triebspitzen oberhalb einer Blattachsel herausschneidet und erntet. Mit einer scharfen Schere kann der Trieb bis in die Mitte herausgekürzt werden. Einerseits lichtet man den dichten Spross aus und reduziert die Gefahr von Pilzkrankheiten. Andererseits fördert man die Verzweigung der Basilikumpflanze. In den Blattachseln sitzen neue Knospen, die unmittelbar nach dem Schnitt austreiben und zu neuen Basilikumtrieben heranwachsen. Wenn man nur die weichen Blätter bevorzugt, können die geernteten Triebspitzen im Zuge der weiteren Verarbeitung abgezupft werden.

Ernten und verwenden lassen sich ebenfalls die blühenden Sprosse. Die kleinen Blüten bereichern aromatisch und optisch jeden Salat. Ganze blühende Triebspitzen können als Pesto oder im Smoothie verarbeitet werden.

Basilikum ist nicht gleich Basilikum. Es gibt zahlreiche Sorten, die sich von ihrer Herkunft und vom Aroma unterscheiden. Anis-, Zimt- und Zitronenbasilikum begeistern durch wundervolle Fruchtnoten. Griechisches Buschbasilikum oder Thai-Basilikum sind Basilikumsorten, die in regionalen Küchen fest verwurzelt sind. Hinsichtlich der Ernte der unterschiedlichen Basiliken gibt es keine besonderen Unterschiede.

 

Schritt 3: Die richtige Aufbewahrung und Verarbeitung

Nichts geht über das Aroma von frischem Basilikum. Man verwendet geerntete Blätter und Sprosse am besten gleich nach der Ernte. Üppige Erträge machen eine sofortige Verarbeitung jedoch schwierig. Haltbar machen lässt sich Basilikum durch Trocknen, Einfrosten, Kräutersalz, -öl oder -essig, sowie Basilikum-Pesto. Zum Trocknen erntet man Basilikum in den späten Vormittagsstunden, bündelt es und hängt es kopfüber an einen luftig trockenen Ort auf. Alternativ und schneller geht der Trocknungsprozess im Backofen. Leider sind die Öle im Basilikum recht flüchtig, dass ein Großteil des Aromas beim Trocknen verloren geht. Mehr Aroma bleibt vom Basilikum erhalten, wenn die Blätter kleingeschnitten und eingefrostet werden. Zuvor werden sie unter klarem Wasser gesäubert. Etwas aufwändiger sind die Konservierungsmethoden in Form von Ölen, Essigen oder Salzen.

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