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Winterharte Stauden richtig pflanzen und pflegen

Ein farbenfroher Garten ist eine Wonne für jeden Blumenfreund. Überall blüht und grünt es, die Farben verschmelzen zu einem bunten Meer. Ein Fest für alle Sinne und verantwortlich sind in aller Regel winterharte Gartenstauden für den Blumenreigen.

Als Stauden bezeichnet man mehrjährige Gartenpflanzen, die einen krautigen Spross bilden und sich über den Winter in die Wurzel zurückziehen. Stauden sind in ihrem Wesen sehr verschieden. Man trifft die krautigen Gewächse auf der ganzen Welt an. Abhängig von ihrer Herkunft, unterscheiden sie sich in ihrem Wesen, ihren Pflanzenmerkmalen und Standortanforderungen. Viele von den mehrjährigen Gewächsen eignen sich für die Gartenkultur oder wurden von der Pflanzenzüchtung veredelt. Als winterhart gelten Stauden dann, wenn sie hiesige Winter schadlos überstehen. Fröste von minus 10 Grad unter null sollten die Stauden problemlos trotzen können. Den Stauden werden zudem zahlreiche Gräser und Farne zugeordnet. Für die Dauerbepflanzung von Beeten sind winterharte Stauden unerlässlich. Die Gestaltung mit den mehrjährigen Pflanzen ist eine kleine Wissenschaft. Durch ihre Vielfältigkeit lassen sie sich nach Blütezeit, Blatt- und Blütenfarben, Wuchshöhen und -verhalten ausgezeichnet miteinander kombinieren. Voraussetzung ist die Berücksichtigung der Standortanforderungen der einzelnen Pflanzen.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Beliebte winterharte Stauden

Zweifellos gibt es für jeden Standort passende Stauden. Ob für den Steingarten, das schattige Beet, der sonnige Bauerngarten oder der wilde Präriegarten, für jeden Verwendungszweck lassen sich geeignete Gartenstauden finden. Für Steingärten, Trockenmauern, Einfassungen oder Vordergrundpflanzungen wählt man kompaktwüchsige kleinere Stauden. Stauden-Mittagsblumen (Delosperma), Gebirgs-Thymian (Thymus), Nachtkerze (Oenothera) oder Scheinwaldmeister (Phuopsis) sind beliebte Bodendecker und Polsterstauden. Im blütenreichen Bauerngarten trifft man Sonnenaugen (Heliopsis), Sonnenbraut (Helenium), Lavendel (Lavandula), Rittersporn (Delphinium), Astern (Aster) oder Prachtspieren (Astilbe) an. Für schattige Lagen empfehlen Staudengärtner farblich gemusterte Funkien (Hosta), Elfenblumen (Epimedium) oder Krötenlilien (Tricyrtis).

Winterharte Stauden pflanzen

Staudenpflanzungen sind grundsätzlich von Frühjahr bis in den Herbst möglich, denn die mehrjährigen und winterharten Pflanzen werden in Töpfen angeboten. Trotzdem bleiben Frühjahr und Herbst die erste Wahl beim Pflanztermin. Mäßige Temperaturen und mehr Niederschläge sorgen für bessere Anwachsergebnisse. Vor dem Kauf der winterharten Stauden, empfiehlt sich die Analyse des Standortes. Licht und Boden sollten unbedingt mit der Pflanzenauswahl abgeglichen werden. Sind die Pflanzen ausgewählt, werden sie auf dem vorbereiteten Beet in den entsprechenden Abständen verteilt. Bei hochwachsenden Stauden ist davon auszugehen, dass sie auch etwas breiter werden und mehr Platz zum Nachbarn benötigen. Eine grobe Faustregel besagt, dass man etwa die Hälfte der endgültigen Wuchshöhe als Pflanzabstand berücksichtigt. Zum Einpflanzen wird ein Pflanzloch mit einer Handschaufel gegraben. Bei nässeempfindlichen Pflanzen wird es tiefer ausgehoben und eine dünne Sandschicht eingefüllt. Sie sorgt für zusätzliche Drainage, speziell bei schweren oder nassen Böden. Beim Einsetzen werden die Stauden aus dem Topf genommen, der Wurzelballen vorsichtig gelockert und die Pflanze in der Höhe eingesetzt, wie sie zuvor im Topf standen. Abschließend verfüllt man das Pflanzloch mit dem Aushub, drückt die Erde fest und gießt die winterharten Stauden an. Im Frühjahr ist es förderlich, Hornspäne als wachstumsanregende Initialdüngung einzubringen. Bei Herbstpflanzungen wird auf Dünger- und Nährstoffgaben jedoch verzichtet.

 

Winterharte Stauden pflegen

Einmal angewachsen, machen winterharte Stauden wenig Mühe. Der Pflegeaufwand reduziert sich auf Wässern in Trockenperioden, leichte Düngungen im Frühjahr und Schnittmaßnahmen im Sommer bzw. nach der Blüte. Gedüngt wird im Frühjahr mit fruchtbarem Kompost, Hornspäne oder Spezialdünger für Stauden und Gartenpflanzen. Über das Jahr achtet man auf gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, die insbesondere in den Sommermonaten oftmals zum Fehlen kommt. Auch im Frühjahr wird gegossen, wenn es längere Zeit trocken bleibt. Die Stauden haben in den Frühjahrsmonaten ihre Hauptwachstumsphase und werden bei Wassermangel in ihrer Entwicklung gebremst. Geschnitten werden Stauden je nach Bedarf. Verblühtes wird regelmäßig entfernt. Der Rückschnitt regt die Verzweigung und teils eine neue Blütenbildung an. Zudem beugt man der unkontrollierten Selbstaussaat mancher versamungsfreudiger Stauden vor. Alle paar Jahre wird für horstbildende Stauden die Teilung empfohlen. Einerseits verkleinert man die Wurzelstöcke und verjüngt damit die Pflanzen. Die Staudenteilung wird entweder im Frühjahr oder im Herbst vorgenommen.

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