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Sichtschutz pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Neugierige Blicke von Nachbarn und Passanten sind in vielen Fällen ein Ärgernis für Gartenbesitzer. Verboten sind sie nicht und es liegt an jedem selbst, für Privatsphäre zu sorgen. Das Zauberwort heißt Sichtschutz. Möglichkeiten gibt es viele, angefangen von Baulichkeiten in Form von Holzwänden bis hin zu versetzt gepflanzten Strauchgruppen. Alles ist erlaubt, was die Blicke nimmt und seitens der Gesetzgebung zulässig ist.

Beliebtester Sichtschutz sind Heckenpflanzungen. Schnittverträgliche Laub- und Nadelgehölze mit schmaler Silhouette verhindern als Reihenpflanzung eindringende Blicke. Entscheidet man sich für eine Heckenpflanzung, sollte vorher abgewogen werden, ob der Sichtschutz ganzjährig mit Immergrünen gewährleistet werden soll oder nur während der Gartensaison mit Sommergrünen ausreichend ist. Beide Varianten haben ihre Vor- aber auch Nachteile.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Voraussetzungen sollte ein Sichtschutz aus Pflanzen erfüllen?
    • Je nach Bedarf soll ein Sichtschutz aus Pflanzen Blicke von außen abhalten und möglichst wenig Platz in Anspruch nehmen.
  2. Welche Pflanzen eignen sich als Sichtschutz?
    • Zum Sichtschutz eignen sich sowohl sommer- als auch immergrüne Gehölze, aber auch höhere Stauden.
  3. Wie wird der Sichtschutz richtig gepflanzt?
    • In der Regel wird Sichtschutz als Heckenpflanzung empfohlen, denn in Reihe nehmen die Gewächse den geringsten Platz in Anspruch.

 

Schritt 1: Welche Voraussetzungen sollte ein Sichtschutz aus Pflanzen erfüllen?

Pflanzen, die als Sichtschutz verwendet werden, sollten eine gewisse Höhe erreichen und einen dichten Spross bilden. Die Höhe ist abhängig vom eigenen Empfinden, insofern die Vorschriften vom Gesetzgeber eingehalten werden. Man muss wissen, dass Heckenpflanzungen teils dem Baurecht verankert sind und das variiert von Bundesland zu Bundesland. Einzuhalten sind maximale Wuchshöhen (z.B. 2,50 m unmittelbar an der Grundstücksgrenze) und Abstände zum Nachbargrundstück. Ebenso sollte man soviel Platz lassen, dass man die Sichtschutzpflanzung von allen Seiten gut pflegen bzw. schneiden kann. Höhe erreichen viele Pflanzen, aber bei zahlreichen Stauden scheitert es an der Blickdichtigkeit im oberen Sprossteil. Daher entscheiden sich die meisten Grundstücksbesitzer für Gehölze, die entweder immergrün und einen ganzjährigen Sichtschutz bilden oder sommergrün ein Blätterkleid von Frühjahr bis Herbst entwickeln. Diese Frage sollte sich als erstes gestellt werden, denn mit ihrer Beantwortung legt man die Pflanzenauswahl fest.

 

Schritt 2: Welche Pflanzen eignen sich als Sichtschutz?

Als Sichtschutz eignen sich zahlreiche Pflanzen aus dem Gehölz- und Staudenbereich. Bei den Gehölzen unterscheidet man zwischen immergrünen Nadelgehölzen (z.B. Lebensbaum / Thuja, Scheinzypresse / Chamaecyparis, Eibe / Taxus oder Fichten / Picea. Sie sind schnittverträglich und lassen sich gut als immergrüne Hecken anpflanzen. In Trockenzeiten ist ihr Wasserbedarf vergleichsweise hoch, sodass regelmäßig gewässert werden muss, um Trockenschäden zu verhindern. Weniger schnell Schaden nehmen sommergrüne Gehölze, wie z.B. Hainbuchen (Carpinus), Liguster (Ligustrum), Buchen (Fagus), Ahorn (Acer) oder Berberitzen (Berberis). Sie überdauern Trockenzeiten besser. Im Notfall lassen sie ihre Blätter fallen. Diese Gehölze sind schnittverträglich, sodass sie in eine gleichmäßige Form geschnitten werden können.

Wer es natürlicher mag und genügend Platz hat, kann Strauchgruppen pflanzen. Hierzu werden mehrere Sträucher versetzt gepflanzt. Der Abstand zwischen den Gehölzen sollte ausreichend groß sein, damit sich Pflegearbeiten noch verrichten lassen. Eine weitere Alternative sind hohe Stauden, Bambus und Gräser. Herbstastern (Aster), Stauden-Sonnenblumen (Helianthus), Bergknöterich (Persicaria), New-York-Scheinaster (Vernonia) oder Wasserdost (Eupatorium) bilden mächtige Horste und sorgen für einen blühenden Blickschutz. Dezenter verhalten sich Bambus und Gräser. Gräser, z.B. das Chinaschilf (Miscanthus) sorgt mit seinem abgestorbenen Spross noch den ganzen Winter für Sichtschutz. Beim immer beliebter werdenden Bambus gilt zu beachten, dass er sich durch starke Rhizome enorm ausbreiten kann. Ohne Eingrenzung und Wurzelsperre können die Pflanzen langfristig zum Problem werden.

 

Schritt 3: Sichtschutz richtig pflanzen

Die Pflanzenauswahl für einen Sichtschutz erfolgt nach den Standortgegebenheiten. Die meisten Sichtschutzpflanzen verhalten sich standorttolerant. Sie können sowohl Sonne als auch Halbschatten vertragen. Als Hecke pflanzt man die entsprechenden Pflanzen in Reihe im jeweils empfohlenen Abstand. Strauchgruppen pflanzt man am besten zweireihig und versetzt. Hierdurch werden Blickachsen gebrochen und neugierige Blicke dringen nicht ein. Bei Gruppenpflanzungen ist etwas mehr Platz einzurechnen, denn die Abstände sollten so groß sein, dass sich zwischen den Gehölzen noch Pflegearbeiten verrichten lassen. Im Zuge von Gehölzanpflanzungen sollte man sich im Vorfeld mit den gesetzlichen Vorschriften im Baurecht auseinandersetzen. Zu geringe Abstände und große Wuchshöhen können nicht nur den Nachbarn verstimmen, sondern auch für nachträglichen Ärger mit den Baubehörden sorgen.

Einfacher ist der Sichtschutz im Kasten oder Kübel. Beliebt ist diese Form für Bambus, denn das Gefäß macht ihn ausbruchssicher. Die Gefäße sind frei positionierbar und man stellt sie so auf, wodurch sie partiell die Blicke auf Balkon und Terrasse abhalten.

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