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Polsterstauden richtig pflegen, schneiden und pflanzen

In vielen Gärten sieht man in der Frühjahrszeit bunte Blütenpolster leuchten. Kissen- oder Polsterstauden sind die flachen Bodendecker, die ganze Quadratmeter farbig bekleiden. Sie haben die Eigenschaft, mit ihrem Spross in die Breite zu kriechen. Dabei bedecken mit der Zeit komplett die Bodenoberfläche und unterdrücken auf diese Weise keimenden Wildwuchs. Bei den meisten Polsterstauden handelt es sich um Gebirgs- bzw. Steingartenpflanzen. Ihre Heimat sind Bergregionen, in denen sie zwischen Steinen flache Polster bilden. Sie blühen oftmals im Frühling, seltener im Sommer oder Herbst.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Wie werden Polsterstauden richtig gepflanzt?

Die Pflanzung von Polsterstauden ist vergleichbar mit Bodendeckern. Vor dem Kauf der polsterbildenden Stauden wird der Standort eingeordnet. Für sonnige trockene Lagen sind sonnenliebende Pflanzen, für halbschattige Plätze schattenverträgliche Stauden zu wählen. Die Menge hängt von der zu begrünenden Fläche ab. Je nach Wuchshöhe und Wuchsverhalten variiert der Bedarf zwischen 9 und 16 Pflanzen pro Quadratmeter. Dieser ergibt sich durch Pflanzabstände zwischen 20 und 30 Zentimeter. Grob sollte man bei einer Neupflanzung mit 10 Pflanzen pro Quadratmeter rechnen. Selbstverständlich kann der Abstand erweitert werden. Man spart Geld beim Einkauf, investiert andererseits mehr Zeit für die Unkrautentfernung, bis sich die Zwischenräume geschlossen haben. Bei der Gestaltung bietet es sich an, höhere Stauden und kleinere Gehölze mit Polsterstauden zu umpflanzen. Sie treten auf diese Weise optisch aus dem Blütenteppich hervor.

Gepflanzt wird idealerweise im Frühjahr oder Herbst. Polsterstauden werden in Töpfen angeboten, damit ist man jedoch nicht auf die klassischen Pflanzzeiten festgelegt.

 

Wie werden Polsterstauden gepflegt?

Die Pflege von Staudenpolstern ist vergleichsweise unkompliziert. Sobald die Pflanzen einmal eingewachsen sind, kümmern sie sich. In der Anwachsphase hält man die Zwischenräume von Unkraut frei. Wässern in Trockenzeiten und leichte Düngungen im Frühjahr sichern die Grundversorgung der krautigen Bodendecker. Ein Zuviel an Wasser und Dünger ist keinesfalls ratsam. Durch den dichten Wuchs führt ein Überschuss an Feuchtigkeit zu Fäulnis. Begünstigt werden diese Pilzkrankheiten durch starke Düngungen und organisches Material.

Polsterstauden lassen sich gut vermehren. Der Großteil wurzelt in der Breite und lässt sich im Frühjahr oder Herbst durch Abstechen bzw. Teilen vermehren. Andere Vermehrungsmethoden sind ebenfalls möglich, z.B. die Samenvermehrung reiner Arten oder Stecklinge bei triebbildenden Polsterpflanzen.

Wie schneidet man Polsterstauden?

So attraktiv dichte Polster wirken, so empfindlich reagieren krautige Sprosse auf Feuchtigkeit. Wenn sie nicht abtrocknen können, setzt Fäulnis in den Polstern ein. Ebenso verlieren manche Polsterstauden nach der Blüte ihre Attraktivität. Ein leichter Rückschnitt sorgt für eine bessere Durchlüftung im kriechenden Spross und regt die Verzweigung, sowie einen Neutrieb an.

 

Wie werden Polsterstauden richtig gedüngt?

Eine Düngung von Polsterstauden ist abhängig von den Standortgegebenheiten. Bei den meisten Polsterstauden handelt es sich um Gebirgspflanzen, die karge Lebensbedingungen gewohnt sind. Daher sind Polsterstauden nur sparsam im Frühjahr zu düngen. Hierzu können Hornspäne, fruchtbarer Kompost oder Spezialdünger für blühende Gartenpflanzen verwendet werden.

 

Welche Verwendung haben Polsterstauden?

Polsterstauden lassen sich sehr vielfältig verwenden. Sie fügen sich hervorragend in Steingärten ein, dienen als Einfassung an Wegrändern oder Treppenaufgängen, überwachsen Mauerkronen oder eignen sich zuweilen als trittfeste Bepflanzung zwischen Wegplatten. Dekorativ zeigen sich Polsterstauden als Dauerbepflanzung in Steintrögen und sonstigen Gefäßen.

 

Welche Arten von Polsterstauden gibt es?

Beliebte staudige Polsterpflanzen sind beispielsweise Stachelnüsschen (Acaena), Gänsekresse (Arabis), Blaukissen (Aubrieta), Polsterglockenblumen (Campanula), Polster-Phlox (Phlox), Steinbrech (Saxifraga), Hauswurz (Sempervivum) oder Polster-Thymian (Thymus).

 

Wann ist Polsterstauden-Blütezeit?

Die Hochsaison der Polsterstauden ist im Frühling, denn die meisten polsterbildenden Stauden stammen aus Gebirgsregionen und sind Frühjahrsblüher. Trotzdem beschränkt sich die Blütezeit nicht auf den Frühling, denn einige Arten blühen auch noch später im Jahr.

 

Polsterstauden Inspirationen

Polsterstauden sind mehrjährige winterharte Gartengewächse. Sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit in der dauerhaften Grabbepflanzung, denn sie verursachen deutlich weniger Pflegeaufwand als saisonale Wechselpflanzungen. Die Polsterstauden bilden hübsche Blütenpolster und schmücken Gräber dauerhaft mit ihren Sprossen.

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