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Lavendel pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Das Sinnbild der Provence ist Lavendel. Seine üppig blauen Blüten ziehen Blicke und Insekten magisch an. Den ganzen Sommer begeistert er mit seiner Pracht und verwöhnt selbst feine Nasen mit betörendem Duft. Ob im Beet, dem mediterranen Terracotta-Kübel oder neben der Rose als Begleitpflanze, Lavendel lässt sich vielfältig verwenden. Mit dem richtigen Standort wächst der mediterrane Halbstrauch fast von allein.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Lavendel zu pflanzen?
    • Für den wärmeliebenden und immergrünen Halbstrauch ist die Pflanzung im Frühjahr zu empfehlen.
  2. Wo sollte Lavendel gepflanzt werden?
    • An sonnigen Lagen mit mäßig trockenen und gut durchlässigen Böden gedeiht Lavendel prächtig.
  3. Welchen Pflanzabstand und welche Pflanztiefe sollten beim Pflanzen beachtet werden?
    • Der Pflanzabstand richtet sich sortenabhängig nach der Wuchshöhe und dem Verwendungszweck.

 

Schritt 1: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Lavendel zu pflanzen?

Wie die meisten Gehölze und Stauden kann Lavendel im Topf von Frühjahr bis Herbst gepflanzt werden. Es ist zu berücksichtigen, Lavendel ist eine immergrüne Pflanze. Sie behält ihr Laub über den Winter, wodurch sie für Kahlfröste anfällig ist. Dieser Tatsache geschuldet, wird die Lavendelpflanzung im Frühjahr bevorzugt. Es ermöglicht der Duftpflanze, sich die ganze Wachstumsperiode am Standort zu etablieren. Angewachsene Lavendelpflanzen sind definitiv weniger von Frostschäden im Winter betroffen. Herbstpflanzungen von Lavendel hüllt man nach der Pflanzung vorsorglich in einen Frostschutz mit Reisig oder Vlies ein. Bei Kübelbepflanzungen spielt die Pflanzzeit eine untergeordnete Rolle, denn notfalls kann der Lavendelkübel an eine geschützte Stelle gerückt werden.

 

Schritt 2: Den richtigen Standort zum Pflanzen des Lavendels finden

Mit seiner mediterranen Herkunft ist Lavendel ein typischer Sonnenanbeter. Sein schmales derbes Laub zeugt deutlich von seiner Sonnen- und Wärmeverträglichkeit. Im Garten sucht man einen vollsonnigen Platz. Ideal sind Süd- und Südwestlagen, beispielsweise vor einer Mauer oder auf einem Hang. Dunkel darf es keinesfalls sein, denn ein langer Schiefwuchs ist die Folge. Der Boden darf trocken, gut durchlässig und mineralisch sein. Leichte sandige Böden mit mäßigem Humusgehalt sind optimal. Ungünstig wirken sich schwere und nasse Böden auf die Pflanzenentwicklung des Lavendels aus. Rasch wird Lavendel von Pilzkrankheiten, beispielsweise Grauschimmel, befallen. Geeignete Standorte sind ebenfalls Hügelbeete, Trockenmauern, Kräuterspiralen oder trockene Böschungen. 

Vergleichbare Standortbedingungen sind für die Topf- und Kübelkultur auf Balkon und Terrasse notwendig. Sonnenbalkone und Dachterrassen bieten sich förmlich als Lavendelstandort an. Beim Boden verzichtet man auf nährstoffreiche Pflanzerde und greift auf durchlässige Kräuter- oder Kakteenerde zurück. Diese Substrate sind gut durchlässig und verhindern Staunässe, die Lavendel nicht verträgt. Am Gefäßgrund ist auf einen guten Wasserabzug bzw. eine Drainierung zu achten.

 

Schritt 3: Pflanzabstand und Pflanztiefe ermitteln

Die meisten Lavendel erreichen einen buschigen, etwa knie- bis hüfthohen Wuchs. Er fällt gleichmäßig aus, wenn nach allen Seiten 40 bis 50 Zentimeter Platz sind. Als Heckenpflanze kann Lavendel dichter stehen und man rechnet mit 30 bis 50 Zentimeter Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen. Die Pflanztiefe lässt sich je nach Verholzungsgrad variieren. Lavendelpflanzen aus dem Handel werden nur so tief eingepflanzt, dass der Wurzelballen bündig mit der Bodenoberfläche abschließt. Tiefer können stark verholzte Lavendelbüsche gesetzt werden, die beispielsweise durch Umpflanzen den Standort wechseln. Die Pflanztiefe richtet sich nach dem Verholzungsgrad an der Sprossbasis.

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