Astilben und Pfingstrosen richtig pflegen, schneiden und pflanzen

Wie wird die Astilbe richtig gepflanzt?

Astilben sind nicht sonderlich wählerisch oder anspruchsvoll. Ideal sind Standorte abseits der vollen Sonne und mit ausreichend Bodenfeuchtigkeit. Ist ein Boden stetig frisch, vertragen die Schattenstauden auch sonnige Plätze. Jedoch verblühen sie unter dem Sonneneinfluss schneller als im Schatten. Zur Kultur eignet sich jeder normale Gartenboden, der etwas humos, frisch bis feucht, jedoch nicht staunass ist. Schwere Lehmböden werden vor der Pflanzung gelockert und mit Sand gestreckt. Das Drainagematerial sorgt für eine bessere Durchlüftung im Wurzelbereich. Sandigen Böden mischt man verrotteten Kompost oder Pflanzerde unter. Der Humus verbessert die Wasserspeicherfähigkeit und sorgt für eine optimale Nährstoffversorgung.

Astilben werden in der Regel als Topfpflanzen angeboten. Sie können rund ums Jahr, bevorzugt im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden. Für eine dichte Bodendecke verwendet man von niedrigen Prachtspieren etwa 9 bis 12 Stück pro Quadratmeter. Mindestens 30 Zentimeter Pflanzabstand sollte man ihnen zugestehen. Größere Sorten mit Wuchshöhen von knapp einem Meter gibt man 40 bis 50 cm Pflanzabstand. Nach dem Einpflanzen achtet man in der Folgezeit auf ausreichend Bodenfeuchtigkeit. Mit dem Auftragen einer Mulchschicht, beispielsweise Kompostmulch, lässt sich die Bodenverdunstung verringern und führt zusätzliche Nährstoffe zu. Besondere Düngemaßnahmen sind kaum notwendig. Es reicht aus, im Frühjahr einige Handvoll Kompost oder Hornspäne in die Bodenoberfläche eingearbeitet werden.

Astilben sind robuste Gartenstauden, die sich für Dauerbepflanzungen in Kübeln und Gefäßen verwenden lassen. Normale Pflanzerde genügt ihnen als Substrat. Trotz ihrer Feuchtigkeitsliebe darf es zu keiner Staunässe kommen. Daher ist auf einen ungehinderten Wasserabzug und eine Drainierung am Gefäßgrund zu achten. Sonnenbalkone sind weniger gut als Standort für Prachtspieren geeignet. Hinter Brüstungen oder unter schattierenden Kübelpflanzen kann die Kultur der Astilbe dennoch gelingen.

 

Wie wird die Astilbe gepflegt?

Wie für die meisten Schattenpflanzen üblich, wird auf ausreichende Bodenfeuchtigkeit geachtet. Das betrifft speziell die trockene Sommerzeit, aber auch allgemein Standorte unter Bäumen. Durch ihr ausgeprägtes Wurzelwerk sind Gehölze direkte Wasser- und Nährstoffkonkurrenten zum Unterwuchs. Für gewöhnlich haben die Stauden das Nachsehen, wenn nicht zusätzlich gewässert wird. Selbstverständlich sind regelmäßige Wassergaben in einer Topf- und Kübelkultur. Sowohl für den Garten als auch als Dauerbepflanzung im Kübel werden den Prachtspieren jährlich Kompost oder Hornspäne verabreicht. Die enthaltenen Nährstoffe reichen meist aus, für gesundes Wachstum und Blühfreude zu sorgen.

 

Wie schneidet man Astilben richtig?

Rückschnitte benötigen Astilben nicht. Lediglich abgeblühte Blütenstängel werden im Herbst, spätestens im Frühjahr entfernt. Winterschutzmaßnahmen sind nicht notwendig. Prachtspieren sind so robust, dass sie sogar Fröste im Topf unbeschadet überstehen.

Die Vermehrung von Prachtspieren erfolgt durch Teilung im Frühjahr oder Herbst. Größere Horste werden ausgegraben und vorsichtig mit einem Spaten geteilt. Im Gegensatz zu anderen Stauden benötigen Astilben keine regelmäßige Teilung zur Verjüngung. Bei reinen Arten ließe sich auch die Samenvermehrung durchführen, jedoch sind sie im Handel kaum auffindbar.

Trockenheit ist für Astilben das größte Problem. Braune Blätter sind meist wirklich nur Anzeichen von Trockenheit anstatt eines Befalls von Krankheiten und Schädlingen. Neben vertrockneten Blättern kann Trockenheit zu Mehltau führen. Blattläuse, Älchen, Wanzen oder Dickmaulrüssler sind bekannte Schädlinge, treten jedoch seltener auf.

 

Welche Verwendung haben Astilben?

Astilben sind wüchsige und robuste Schattenstauden. Mit ihren farbenfrohen Blüten beleben sie schattige Bereiche und sorgen für Farbtupfer im Sommer. Kleine Arten, insbesondere die Zwerg-Astilbe (Astilbe chinensis var. pumila), eigenen sich durch ihre breitwachsenden Rhizome als Bodendecker. Sie begrünen kahle Flächen unter Bäumen und Sträuchern zuverlässig. Größere Sorten sind hervorragende Beet- und Schmuckstauden für Staudenbeete, Rabatten und Gehölzränder. Zwerg-Astilben eignen sich für Steingärten. Auffällig sind die kompakten Krause-Prachtspieren (Astilbe x crispa). Sie sind weniger stark wüchsig, begeistern dafür mit gekraustem Laub als Blattschmuck. Dunkellaubige Sorten lassen sich hervorragend mit weißbunt- oder gelbblättrigen Staudennachbarn kombinieren. Astilben wirken hervorragend neben Funkien (Hosta), Glockenblumen (Campanula), Storchschnabel (Geranium) oder unter Azaleen bzw. Rhododendren. Vom Laub passen sie hervorragend zu Silberkerzen (Actaea) und Herbstanemone (Anemone). Unverzichtbar scheinen Astilben in asiatischen oder japanischen Gärten. Man findet sie häufig am Uferbereich von Teichen oder Bachläufen oder vor größeren Steinen bzw. Mauern.

Ihre Blüten sind beliebte Schnittblumen für die Vase. Sie halten mehrere Tage bis über eine Woche. Ebenso lassen sich die dekorativen Blätter als Schnittgrün in Sträußen verarbeiten.

Wie werden Pfingstrosen gepflanzt?

Einen Standort für Pfingstrosen zu finden, ist nicht schwierig. Sie gedeihen sowohl in der Sonne inmitten von Beeten als auch im Halbschatten zwischen Gehölzen. Je sonniger ein Standort, desto mehr Feuchtigkeit muss der Pfingstrose im Boden geboten werden. Eine windgeschützte Lage empfiehlt sich bei Baum-Pfingsrosen. Aufgrund ihrer Größe sind sie windanfällig und die Knospen am Holz können im Winter Schaden nehmen. Päonien bilden nach einigen Jahren große, knollige Wurzelstöcke aus. Der Boden sollte unbedingt gut wasserdurchlässig, tiefgründig und fruchtbar sein. Eingeschränkter Wurzelraum ist ebenso ungünstig, wie sehr schwere nasse Böden.

Pfingstrosen im Topf lassen sich in frostfreien Zeiten rund ums Jahr pflanzen, wobei die Pflanzzeiten im Frühjahr und Herbst zu bevorzugen sind. Für Baum-Pfingstrosen oder wurzelnackte Stauden-Pfingstrosen gilt der Zeitraum von August bis Oktober als ideal.

Beim Pflanzabstand sollte man nicht geizen. Stauden-Pfingstrosen werden ähnlich breit wie hoch, was nicht selten weniger als 1 Meter bedeutet. Damit ihre optische Wirkung betont wird, werden Pfingstrosen mit kleineren Pflanzen umgeben. Beispielsweise eignen sich mittelhohe Funkien (Hosta) im Halbschatten recht gut als Nachbarn.

Ältere Exemplare lassen sich ab dem Spätsommer umpflanzen. Stauden-Pfingstrosen ziehen früh ein. Sobald die Blätter braun werden und absterben, können die Stauden an einen neuen Gartenplatz versetzt werden.

 

Wie werden Pfingstrosen richtig gepflegt?

Pfingstrosen sind pflegeleichte Gartenbewohner. Haben sich die dekorativen Pflanzen einmal mit ihrem Standort angefreundet, muss kaum noch Aufwand betrieben werden.

Pfingstrosen haben einen mittleren bis gehobenen Nährstoffbedarf. Auf leichten Böden fördert das Einarbeiten von fruchtbarem Kompost das Pflanzenwachstum. Sie vertragen im Frühjahr mäßige Düngungen mit einem Volldünger oder organischen Düngematerialien. Damit die Nährstoffe auch verstoffwechselt werden können, sollte für ausreichend Feuchtigkeit insbesondere bei Trockenperioden im Frühjahr und Sommer gesorgt werden.

Päonien sind weitestgehend robuste Gartenpflanzen. Dennoch können sie von Viren, Älchen oder den Larven des Wurzelbohrers befallen werden. Die Päonienwelke kann Sprosse und Knospen zerstören. Diese Krankheit ist auch unter dem Begriff Grauschimmelfeuer bekannt.

Bei der Kultur im Garten empfiehlt sich der Einsatz von Staudenstützen oder das Umbinden mit einer Gartenschnur. Das Gewicht gefüllter Blüten kann nach Regengüssen oder dem Gießen so schwer werden, dass die Pflanzen umkippen oder auseinanderfallen. Liegen sie längere Zeit am Boden, verfaulen die Blüten und das zauberhafte Flair vergeht. 

 

Wie schneidet man Pfingstrosen richtig?

Beim Rückschnitt bzw. den Schnittmaßnahmen müssen Päonien zwischen krautigen Stauden-Pfingstrosen und verholzenden Baum-Pfingstrosen unterschieden werden. Die Stauden ziehen ab dem Spätsommer, spätestens im Herbst ein und der Spross stirbt ab. Die abgestorbenen Blätter und Pflanzenteile werden im Herbst oder vor dem Austrieb im zeitigen Frühjahr knapp über den Boden abgeschnitten. Dabei ist darauf zu achten, dass die bodennahen Knospen nicht verletzt werden.

Bei Baum-Pfingstrosen werden im späten Winter oder zeitigen Frühjahr lediglich störende oder quer wachsende Zweige herausgeschnitten. Der Rückschnitt erfolgt soweit, dass am Zweig zwei bis drei Knospen verbleiben. Altes Holz wird nach der Blüte entfernt.

 

Wie vermehrt man Pfingstrosen?

Die Aussaat von Pfingstrosen-Samen ist im Herbst als Kaltkeimer möglich. Bis sich erste Sämlinge zeigen, können durchaus 2 bis 3 Jahre vergehen. Die Aussaaten benötigen eine stetige, gleichmäßige Feuchtigkeit, dürfen nicht austrocknen und benötigen den Kältereiz im Winter. Einfacher ist die Teilung von älteren Stauden-Pfingstrosen im Herbst oder zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb. Von Baum-Pfingstrosen werden im Frühsommer halbverholzte Stecklinge geschnitten und bewurzelt.

 

Wie überwintert man Pfingstrosen?

Sowohl Baum- als auch Stauden-Pfingstrosen sind gut frosthart. Sie überstehen die Winter meist ohne Probleme und Erfrierungen. Eine Überwinterung ist nicht notwendig.

Einzig Spätfröste können den frischen Austrieb bei staudigen Sorten oder die Knospen von verholzenden Päonien schädigen. Eine windgeschützte Lage oder das Umwickeln mit Frostvlies schützt im Winter die Knospen vor Erfrierungen.

Pfingstrosen im Topf überstehen den Winter auch im Freiland, jedoch sollte der Topf mit Jutesäcken oder Kokosmatten eingepackt werden.

 

Wann ist die Blütezeit von Pfingstrosen?

Die Blütezeit der Päonien liegt zwischen Mitte Mai und Mitte Juni, typischerweise häufig um Pfingsten. Die Blüten sind zu dieser Zeit als Schnittblumen sehr beliebt und bringen ihren unverkennbaren Duft in die eigenen vier Wände. Werden Pfingstrosen zu früh geschnitten oder zu lange trocken gelagert, kann es unter Umständen dazu führen, dass sich Blüten nicht öffnen bzw. in der Knospe steckenbleiben.

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