Rosen pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Für die meisten Gärtner ist es Frage der Ehre, Rosen im eigenen Garten anzusiedeln. Ihre großen Blüten, die unvergleichliche Pracht in Form und Farbe, der Duft und ihre Anmut machen die Sträucher zur Königin der Blumen. Unter zigtausenden Rosensorten findet sich für jeden Geschmack und jede Verwendungsmöglichkeit die richtige Pflanze. Der Großteil der handelsüblichen Sorten ist gartenwürdig, vergleichsweise pflegeleicht und am geeigneten Standort einfach anzupflanzen.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Rosen zu pflanzen?
    • Zu unterscheiden sind wurzelnackte Rosen, zu pflanzen im Frühjahr oder Herbst oder Containerrosen im Topf, pflanzbar von Frühjahr bis in den Herbst.
  2. Wo sollten Rosen gepflanzt werden?
    • Rosen lieben Sonnenlagen, aber gedeihen noch im leichten Streuschatten.
  3. Gibt es einen Pflanzabstand und eine Pflanztiefe?
    • Pflanzabstand bei Rosen ist abhängig von der Wuchshöhe und dem Wuchsverhalten der einzelnen Rosensorte. 

 

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt zum Rosen pflanzen ermitteln

Rosenpflanzen werden in zweierlei Art im Handel angeboten. Im zeitigen Frühjahr oder im späten Herbst außerhalb der Vegetationszeit oft wurzelnackt. Diese Rosen sehen wie ein Stück Holz aus, denn ihnen fehlt der normale Wurzelballen einer Topfpflanze. Diese Pflanzware lässt sich nicht besonders lange lagern und sollte möglichst rasch gepflanzt werden. Man schließt die Pflanzarbeiten für wurzelnackte Rosen bis Ende März ab und kann ab Ende Oktober wieder damit beginnen. Etwas anders verhält es sich bei Topf- und Containerrosen. Sie wachsen bereits als Pflanzen im Gefäß, besitzen einen Wurzelballen und können sowohl in den klassischen Pflanzzeiten, aber auch dazwischen in den Sommermonaten eingepflanzt werden. Zur Pflanzung sind Hitze- und Trockenperioden zu vermeiden, um das Anwachsen nicht zu stören.  

 

Schritt 2: Den richtigen Standort für Rosen ermitteln

Das Reizvolle an Rosen ist ihre Vielfältigkeit und die Möglichkeiten ihrer Verwendung. Man kann sie als Heckenpflanzen, als Solitär oder Gruppenpflanze im Beet, für Töpfe und Gefäße, zur Wandbegrünung oder zur Bodenbedeckung verwenden.

Vor der Pflanzung muss ein geeigneter Standort gefunden werden. Rosen liebe sonnige Plätze mit leichter Luftzirkulation an geschützter Lage. Beim Boden darf es eine fruchtbare, gut durchlässige Erde sein. Die meisten bearbeiten Gartenböden entsprechen diesen Voraussetzungen. Problematisch sind schwere nasse Böden für Rosen. Sie bewirken eine kümmerliche Entwicklung, sowie häufigeren Krankheitsbefall. Solche Extremböden sind vor der Pflanzung mit Kies oder Sand zu drainieren. Alternativ kann auch eine Aufschüttung in Form eines Hügelbeetes oder ein Hochbeet das Nässeproblem lösen. Andernfalls wechselt man zur Dauerkultur im großen Kübel.

Bis zur Höhe der meisten Strauch- und Beetrosen finden die Blütengehölze einen guten Platz im Topf und Kübel. Die Gefäße werden an sonniger Stelle auf dem Balkon oder der Dachterrasse aufgestellt. Ein leises Lüftchen sorgt für schnelleres Abtrocknen der Blätter und senkt Risiko bezüglich Pilzkrankheiten. Als Topfsubstrat eignen sich entweder Rosen- oder durchlässige grobteilige Kübelpflanzenerde. Ein Einmischen von Blähton oder Tongranulat eingemischt verbessert die Topfsubstrate zugunsten der Dauerbepflanzung.

Beim Einpflanzen werden getopfte Rosen bündig mit der Bodenoberfläche eingepflanzt. Bei umzupflanzenden und wurzelnackten Rosen beginnt die Pflanzung mit einem initialen Pflanzschnitt. Hierbei werden alle schwachen und abgebrochenen Triebe entfernt. Die restlichen Rosensprosse kürzt man auf ca. 20 cm ein. Anschließend tränkt man die Rosenstöcke etwa eine Stunde im Wasserbad. Das Holz saugt sich mit Feuchtigkeit voll. Anschließend setzt man die Rose ein, schließt das Pflanzloch und wässert die frische Rosenpflanzung. Aufgetragener Rindenmulch senkt um die gepflanzte Rose die Bodenverdunstung und verhindert ein Keimen von Wildwuchs.

 

Schritt 3: Pflanzabstand und Pflanztiefe ermitteln

Der Pflanzabstand unterscheidet sich zwischen den einzelnen Rosensorten. Je nach Wuchshöhe und -breite kann man bei normalen Rosensträuchern in Gruppenpflanzung mit der halben Wuchshöhe rechnen. Breitwachsende Bodendeckerrosen werden etwas weiter auseinander gepflanzt. Ebenso Solitärrosen (Einzelstand) oder ausläuferbildende Wildrosen.

Bei der Pflanztiefe ist zu unterscheiden, ob man eine Rose im Topf oder wurzelnackt pflanzt. Rosen im Topf sitzen perfekt, sodass der Wurzelballen mit der Bodenoberfläche abschließt.

Bei wurzelnackten Rosen wird ein etwa 40 cm tiefes Pflanzloch gegraben und die Sohle zusätzlich mit einer Gabel tiefengelockert. Beim Einsetzen befindet sich die verdickte Veredlungsstelle (zwischen Wurzelhals und grünen Trieben) ca. 5 bis 10 cm unter der Bodenoberfläche. Die Wurzeln sollten hängen dabei frei ins Pflanzloch. Anschließend wird das Pflanzloch aufgefüllt und die Rose gerade ausgerichtet.

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